Chaplin: City Lights

Filmcasino 1.3.

Eine Stummfilm-Matinee im Rahmen des 10. Akkordeonfestivals, d.h. mit Livemusikbegleitung. „City Lights“ ist mit „Great Dictator“ mein Lieblingsfilm von Chaplin. Er vereint viele Vorzüge seines Filmschaffens: Komik (der Boxkampf!), intelligente, bis ins Detail ausgetüffelte Choreographie, Sozialkritik in Kombination mit zum Teil melodramatischem Stummfilmpathos, exzellente schauspielerische Leistungen.
1931 lief „City Lights“ während der Depression in den amerikanischen Kinos und man kann sich die Wirkung des Films auch heute noch gut vorstellen. Einerseits tröstend durch Humor und mit der humanen Botschaft, dass Solidarität helfen kann. Andererseits erkenntnisfördernd, in dem die soziale Realität verfremdet gespiegelt wird. Die musikalische Livebegleitung war grandios. Lothar Lässer am Akkordeon und Robert Lepenik an der Gitarre unterlegten den Film mit einer nuancierten Tonkulisse (von schrägen Tönen für Dialoge bis hin zu klassisch „emotionaler“ Filmmusik). Ein höchst erfreulicher Filmnachmittag, resultierend in dem Vorsatz, wieder mehr Stummfilme anzusehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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