Kategorie: Klassiker

H.G. Wells: The Time Machine & War of the Worlds

Meinen Vorsatz, einige Science-Fiction-Klassiker zu lesen, starte ich mit diesen zwei kleinen Romanen von H.G. Wells und bin erstaunt, wie viele Topoi des Genres hier bereits vorhanden sind. Obwohl das Thema Zeitreisen bis heute ein unglaublich populäres ist, liefert Wells in seiner „Time Machine“ gleich am Anfang eine immer noch sehr spannende Variation. Während sich…
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Mihail Sebastian: „Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt“. Tagebücher 1935-44

Dieses Tagebuch des jüdisch-rumänischen Intellektuellen Mihail Sebastian ist ein beeindruckendes Zeitzeugnis über die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts. Beeindruckend in Form und Inhalt. Auf mehr als achthundert Seiten schildert Sebastian, wie schnell die rumänische Gesellschaft in den Faschismus abgleitet. Dass wir selbst in einer Zeit leben, in der die Parallelen zu den dreißiger Jahren ständig…
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Vincent van Gogh: Manch einer hat ein großes Feuer in seiner Seele.“ Die Briefe.

Lange schon standen die Briefe van Goghs auf meiner Klassiker-Leseliste. Behaupten doch nicht wenige, dass sie zu den großen Briefesammlungen der Weltliteratur gehören. Als nun diese schöne, neu übersetzte Ausgabe bei C.H. Beck erscheint, ergreife ich endlich die Gelegenheit. Vorab eine Warnung: So hübsch dieser bibliophile Riesenband mit 110 Originalzeichnungen und vielen anderen Reproduktionen auch…
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Gernot Plass: Macbeth. Reine Charaktersache

Theater an der Gumpendorfer Straße 14.12. 18 Regie: Gernot Plass Schauspieler: Jens Claßen Julian Loidl Raphael Nicholas Lisa Schrammel Georg Schubert Elisa Seydel Das kleine Theater an der Gumpendorfer Straße macht sich seit einigen Jahren einen guten Namen mit in die Gegenwart transponierten Klassikerinszenierungen. Dahinter steckt konzeptuell Gernot Plass, der sich zuletzt Shakespeares Macbeth vornahm.…
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Theodor Fontane: Der Stechlin

Fontanes Spätwerk zähle ich zu den besten Romanen deutscher Sprache, weil er ästhetisch und strukturell viele unterschiedliche Aspekte elegant kombiniert und gleichzeitig den realistischen Roman formal transzendiert. Worum es in dem Buch geht, hat der Autor bereits hübsch zusammengefasst: In einem Waldwinkel der Grafschaft Ruppin liegt ein See, „Der Stechlin“. Dieser See, klein und unbedeutend,…
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Tacitus: Annalen

…weil ich es für die vornehmste Aufgabe der Geschichtsschreibung halte, dafür zu sorgen, daß tüchtige Leistungen nicht verschwiegen werden und andererseits Bosheit in Wort und Tat sich vor der Schande bei der Nachwelt fürchten muß. Die politischen Ereignisse der letzten zwei Jahre zeigen einmal mehr: Die Menschen lernen nichts aus der Geschichte. Das betrifft primär…
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Mary Shelley: Frankenstein

Irgendwann lese ich auch Frankenstein einmal, dachte ich mir lange. Aber so ein früher Unterhaltungsroman müsse bei meiner Klassikerlektüre ja keine Priorität haben, auch wenn er das Science-Fiction-Genre begründet haben möge. Selten lag ich mit meiner Einschätzung so falsch! Dieser Roman ist in Wahrheit von einer Komplexität und Vielschichtigkeit, die sich mit den besten Klassikern…
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Muriel Spark: The Prime of Miss Jean Brodie

Die Schottland-Reise im Mai nehme ich endlich zum Anlass, meinen ersten Roman von Muriel Spark zu lesen. Mit dem 1961 erschienenen The Prime of Miss Jean Brodie gelang der Autorin der Durchbruch. Jean Brodie ist tatsächlich eine literarisch eindrückliche Figur. Als Lehrerin in einer konservativen Mädchenschule passt ihr Erziehungsstil so gar nicht zum Establishment. Sie…
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Joseph Roth: Radetzkymarsch

Meine Zweitlektüre des Radetzkymarsch (1932) ist genaugenommen keine Lektüre, weil ich mich für eine Hörbuchversion des Romans entscheide. Eine gute Entscheidung, denke ich mir schon nach wenigen Minuten, weil die Stimme des Wiener Burgschauspielers Michael Heltau so wunderbar zu diesem Text passt. Ist doch Joseph Roths wohl bekanntestes Werk eine große Hommage an das untergegangene…
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Murasaki Shikibu: The Tale of Genji

Im Westen weitgehend unbekannt ist The Tale of Genji der prototypische japanische Klassiker. Was Dante für die Italiener, und Goethe für die Deutschen ist, ist Murasaki Shikibu für die Japaner. Bemerkenswert ist dabei nicht nur, dass der Text aus dem frühen 11. Jahrhundert stammt oder dass er von einer Frau geschrieben wurde, sondern er ist…
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