Kategorie: Musik

Score: A Film Music Documentary

Filmcasino 4.3. 18 USA 2017 Regie: Matt Schrader Filmmusik wird ja gerne unterschätzt. Matt Schrader will dem mit seiner Dokumentation über dieses Genre abhelfen. Es gelingt ihm gut, deren ästhetische Relevanz für die Filmkunst herauszuarbeiten. Er geht dafür prägnant auf die Meilensteine der Filmgeschichte ein. Sein Schwerpunkt liegt aber auf der jüngeren Filmgeschichte seit den…
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The Music of Strangers – Yo-Yo Ma & The Silk Road Ensemble

Filmcasino 7.10. 2016 USA 2015 Regie: Morgan Neville Anfang des neuen Jahrtausends lädt Yo-Yo Ma Musiker aus den unterschiedlichsten Kultur zum gemeinsamen Musizieren ein. Es entstand das Silk Road Ensemble, das sich bis heute immer wieder trifft, um zu Musizieren. Sechzig höchst unterschiedliche Musiker sind daran beteiligt. Das Projekt wird ein ästhetischer und ein politischer…
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John Eliot Gardiner über Johann Sebastian Bach

Wenn einer der besten Dirigenten über einen der besten Komponisten schreibt, verdient das natürlich Aufmerksamkeit. George B. Stauffer las Gardiners neues Buch für die New York Review of Books. Bemerkenswert ist, dass Gardiner versucht – trotz schlechter Quellenlage – die dunklen Seiten von Bachs Biographie herauszuarbeiten: Moving beyond the hagiographies of the past, he presents…
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Maynard Solomon: Beethoven

Im Zuge einer intensiven Wiederbeschäftigung mit Beethoven las ich Solomons Biographie. Es hätte inzwischen neuere Lebensbeschreibungen gegeben, aber die Empfehlung kam von zuverlässiger Seite. In der Tat handelt es sich um eine sorgfältige, exzellent recherchierte Arbeit, die Beethovens zahlreiche dunkle Seiten nicht ausklammert. Wie die meisten großen Künstler, hatte der Komponist viele unsympathische Züge. So…
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Elfriede Jelinek: Winterreise

Akademietheater 4.10. 2012 Regie: Stefan Bachmann mit Dorothee Hartinger Gerrit Jansen Simon Kirsch Melanie Kretschmann Rudolf Melichar Barbara Petritsch Klavier: Felix Huber Sänger: Jan Plewka In meinem CD-Regal steht eine Vielzahl von Winterreise-Interpretationen, weil ich Schuberts Liederzyklus für einen Höhepunkt der Musikgeschichte halte. Deshalb war ich sehr gespannt auf Jelineks Auseinandersetzung damit. Die musikalische Interpretation…
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Brahms-Museum in Mürzzuschlag

Die Zahl an gelungenen Provinzmuseen ist überschaubar. Eine erfreuliche Ausnahme ist das Brahmsmuseum in Mürzzuschlag auf das ich durch Zufall stieß als ich einige Tage in der Semmeringgegend unterwegs war. Es widmet sich dem Thema „Brahms in der Sommerfrische“, so dass man auch von einer Dauerausstellung sprechen könnte. Brahms verbrachte mehrere Sommerurlaube dort, insgesamt wohnte…
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Franz Schubert: Briefe, Tagebuchnotizen, Gedichte

Viele kulturgeschichtlich wichtige Persönlichkeiten hinterließen zahlreiche persönliche Zeugnisse. Franz Schubert zählt leider nicht dazu. Seine Briefe, Tagebuchnotizen, Gedichte füllen nur einen schmalen Taschenbuchband. Ein intensives Kennenlernen des Komponisten ist auf diesem Wege also nicht möglich, was mich bei der Lektüre etwas enttäuschte. Trotzdem erfährt man biographisch viel Interessantes: So bettelt der fünfzehnjährige Franz seinen Bruder…
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Post vom Klangforum Wien!

Nächste Woche droht die konzertante Aufführung der Opéra Bouffe Les Boulingrin von George Aperghis im Theater an der Wien. Das Klangforum warnt die Stammhörerschaft in einem Brief bereits vor: Die zunächst unmerklich aufkommende Aggression schraubt sich zu ungeahnten Gipfelpunkten empor. Die Mitnahme von Baldriantropfen wird dem Publikum höflich empfohlen. Sollte ich diese Klangattacke überleben, folgt…
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Über Schubert

In Schubertiana schreibt Tomas Tranströmer über Schuberts Musik: Aber diejenigen, die neidisch auf die Männer der Tat schielen, diejenigen, die sich innerlich selbst verachten, weil sie keine Mörder sind, die erkennen sich hier nicht wieder. Und die vielen, die Menschen kaufen und verkaufen und glauben, alles lasse sich kaufen, die erkennen sich hier nicht wieder.…
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Goethe und Zelter: Briefwechsel

Goethes Briefwechsel mit Schiller zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Trotzdem las ich erst jetzt die berühmte zweite Korrespondenz mit dem Berliner Komponisten Carl Friedrich Zelter (1758-1832). Eine Grund dafür war der Umfang: Die beiden wechselten 30 Jahre lang Briefe, was in der Münchner Ausgabe einen 1200seitigen Band ergibt. Dazu kommt ein ebenso dicker wie kenntnisreicher Kommentarband.…
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