Kategorie: 19. Jhd. (Klassiker)

Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens

Einer meiner Lieblingsklassiker, über den noch keine Notiz existiert! Für Nietzsche waren die Gespräche “das beste deutsche Buch, das es gibt.” Ganz soweit würde ich jetzt nicht gehen, aber es gibt tatsächlich wenige Bücher der deutschen Literatur, die so ergiebig sind. Klassiker zeichnen sich dadurch aus, dass sie viele interessante Metaebenen mitbringen. Oft sind diese…
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Thomas Hardy: Jude the Obscure (1895)

Von allen mir bekannten Klassikern ist Jude the Obscure (1895) wohl am misogynsten. Das ist insofern erstaunlich, weil es gerade im 19. Jahrhundert sehr viele mit Empathie bedachte Frauenfiguren gibt, von Madame Bovary bis Effi Briest. Misogyn vor allem deshalb, weil fast alle Frauen in dem Buch sich charakterlich mies verhalten. Das fängt mir der…
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Peter Rosegger Museum

Oktober 2019 Vor Jahren stand ich schon einmal vor der verschlossenen Tür des Museums. Dieses Mal klappt der Abstecher während meiner Rückreise nach Wien. Kommt man von der Obersteiermark, ist das ehemalige Landhaus Roseggers nur ein paar Minuten von der Schnellstraße entfernt. Schön restauriert zeigt es die üblichen Devotionalien eines Schriftstellermuseums: Fotos, Gebrauchsgegenstände sowie diverse…
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Frederick Douglass: Narrative of the Life of Frederick Douglass. An American Slave

Der in den USA viel gelesene Klassiker ist bei uns viel weniger bekannt. Das ist sehr schade, handelt es sich doch um ein sehr beeindruckendes Leseerlebnis. In dem 1845 erschienenen Buch erzählt der noch sehr junge Frederick Douglass sein bisheriges Leben. Die Besonderheit: Er kam als Sklave zur Welt. Wir haben also die erste Autobiographie…
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H.G. Wells: The Time Machine & War of the Worlds

Meinen Vorsatz, einige Science-Fiction-Klassiker zu lesen, starte ich mit diesen zwei kleinen Romanen von H.G. Wells und bin erstaunt, wie viele Topoi des Genres hier bereits vorhanden sind. Obwohl das Thema Zeitreisen bis heute ein unglaublich populäres ist, liefert Wells in seiner „Time Machine“ gleich am Anfang eine immer noch sehr spannende Variation. Während sich…
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Vincent van Gogh: Manch einer hat ein großes Feuer in seiner Seele.“ Die Briefe.

Lange schon standen die Briefe van Goghs auf meiner Klassiker-Leseliste. Behaupten doch nicht wenige, dass sie zu den großen Briefesammlungen der Weltliteratur gehören. Als nun diese schöne, neu übersetzte Ausgabe bei C.H. Beck erscheint, ergreife ich endlich die Gelegenheit. Vorab eine Warnung: So hübsch dieser bibliophile Riesenband mit 110 Originalzeichnungen und vielen anderen Reproduktionen auch…
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Theodor Fontane: Der Stechlin

Fontanes Spätwerk zähle ich zu den besten Romanen deutscher Sprache, weil er ästhetisch und strukturell viele unterschiedliche Aspekte elegant kombiniert und gleichzeitig den realistischen Roman formal transzendiert. Worum es in dem Buch geht, hat der Autor bereits hübsch zusammengefasst: In einem Waldwinkel der Grafschaft Ruppin liegt ein See, „Der Stechlin“. Dieser See, klein und unbedeutend,…
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Mary Shelley: Frankenstein

Irgendwann lese ich auch Frankenstein einmal, dachte ich mir lange. Aber so ein früher Unterhaltungsroman müsse bei meiner Klassikerlektüre ja keine Priorität haben, auch wenn er das Science-Fiction-Genre begründet haben möge. Selten lag ich mit meiner Einschätzung so falsch! Dieser Roman ist in Wahrheit von einer Komplexität und Vielschichtigkeit, die sich mit den besten Klassikern…
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Ibsen: Die Wildente

Theater an der Josefstadt 30.6. 17 Regie: Mateja Koležnik Großhändler Håkon Werle: Michael König Gregers Werle, sein Sohn: Raphael von Bargen Der alte Ekdal: Siegfried Walther Hjalmar Ekdal, sein Sohn, Fotograf: Roman Schmelzer Gina Ekdal, Hjalmars Frau: Gerti Drassl Hedvig, beider Tochter: Maresi Riegner Frau Sørby, Werles Haushälterin: Susa Meyer Relling, Arzt: Peter Scholz Molvik,…
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Goethe: Hermann und Dorothea

Erstmals 1797 gedruckt und kurz vorher geschrieben wird Hermann und Dorothea zu Lebzeiten Goethes und auch darüber hinaus nach dem Werther sein populärstes Buch. Lässt es sich doch hervorragend als eine epische Heroisierung des Bürgertums lesen und enthält auch eine brave Brise Patriotismus, was zur Zeit der Kriege mit den Franzosen natürlich dem Erfolg nicht…
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