September 2026
Nur wenige Schritte vom Schwedenplatz entfernt Richtung Urania gibt es den von einem KünstlerInnenverein betriebenen Contemporary Art Space in dem gerade die von Thomas Demand kuratierte Fotoausstellung Passants parmi les pierres gezeigt wird. Die Werke nähern sich dem Thema Wirklichkeitskonstruktion durch Bilder von unterschiedlichen Seiten. Die Texte zu den Fotos schrieb Clemens Setz. Jedenfalls einen Besuch wert. (Bis 4.10.)
Global neutral im Architekturzentrum beschäftigt sich mit einem mir unbekannten Teil der österreichischen Architekturgeschichte: Die Aktivitäten österreichischer Architekten 1955 bis 1989 in den sogenannten „Entwicklungsländern“. Da gab es jede Menge auch politisch aufgeladener Projekte, etwa im Nahen Osten. Stadtplanung wird ebenfalls thematisiert. Zusätzlich zur historischen Relevanz ist die Ausstellung auch ästhetisch sehr ansprechend, weil viele wohlgestaltete handgezeichnete Pläne und Skizzen zu sehen sind. (Bis 5.10.)
Im Haus der Geschichte ist eine beeindruckende feministische Ausstellung zusehen: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950–1966. Anhand zahlreicher Fotos wird die Ungleichbehandlung von Frauen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen dokumentiert, vom Haushalt bis zur Industrie. Gleichzeitig werden jene Fotos, die das zeigen, auch auf einer Metaebene analysiert und versteckter Bias herausgearbeitet. Auch die Medienberichterstattung über Frauen wird immer wieder thematisiert: Sie wurden dort sehr anders präsentiert als Männer mit den gleichen Berufen. Eine politische Referenzausstellung. (Bis 10.1.)