Schlagwort: Lesen

The Art of Reading

So lautet der Titel eines neuen Kurses der Great Courses. An bibliomanen Themen naturgemäß interessiert, hörte ich die 12h in den letzten beiden Wochen an. Mein Urteil ist zwiespältig. Wenn jemand gut Englisch kann und sich bisher kaum mit Fragen wie Erzählperspektive, Charaktere, Metafiktionalität etc. beschäftigte, bietet Prof. Timothy Spurgin einen passablen Einstieg an. Zwar…
Weiterlesen

GEO über die Zukunft des Lesens

Die Titelgeschichte der August-Ausgabe ist der Lesezukunft gewidmet. Johanna Romberg beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten und der Artikel ist natürlich mit hübschen Fotos garniert. Schade ist, dass die vielen Fakten zum Thema durch keine Quellenangaben belegt werden, etwa, dass seit der sumerischen Zeit 32 Millionen Bücher publiziert worden seien. Die Veränderung im eigenen Leseverhalten…
Weiterlesen

Lesen und Lebensalter

This tutoring is dialectical. Literature make us better noticers of life; we get to practice on life itself; which in turn makes us better readers of detail in literature; which in turn makes us better readers of life. And so on and on. You have only to teach literature to realize that most young readers…
Weiterlesen

Über die Lesesucht

Die Universität Giessen stellte erfreulicherweise Eine Warnung vor den Gefahren der Lesesucht (1821) ins Netz. Kleiner Auszug: Die Lesesucht ist eine unmäßige Begierde, seinen eigenen, unthätigen Geist mit den Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus deren Schriften vorübergehend zu vergnügen. Man lieset, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu lesen; man lieset das…
Weiterlesen

Über die Kunst des Lesens

Die guten Leutchen, fuhr er fort, wissen nicht, was es Einem für Zeit und Mühe gekostet, um lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht, und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziele wäre. (Goethe, aus den Gesprächen mit Eckermann)

Bibliomane Betrachtungen (5)

Der grundlegende Fehler vieler literaturwissenschaftlicher Äußerungen liegt in dem Versuch, einen literarischen Text durch ‚Übersetzung‘ zu interpretieren – sei es, indem man seine eigene Interpretationssprache der Sprache des literarischen Gegenstandes anzuähneln versucht; sei es, indem man umgekehrt dem literarischen Text alltagssprachliche oder wissenschaftssprachliche Formulierungen als eindeutiges Sinnäquivalent zuordnen zu können glaubt. Beides beruht jedoch auf…
Weiterlesen

Bibliomane Betrachtungen (6)

Der wirkliche Liebhaber von Büchern muß sie gar nicht alle gelesen haben. Wichtig ist, daß man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft. (Umberto Eco) Die Änderungen im Leseverhalten schlagen sich auch im Umgang mit meiner Privatbibliothek nieder. Mein Ziel ist es nach wie vor,…
Weiterlesen

Wir Büchermenschen

Selbst von Nachbarn, die Du fast Zunächst der Haustür wohnen hast, Hörst du nicht die noch das; denn ist, Dein Tagewerk vollbracht und bist Mit Deinem Rechnen fertig Du, Suchst Du Zerstreung nicht, noch Ruh; Nein, gehst zu Haus, und wie ein Stein Sitzes Du stumm für Dich allein Und nimmst ein andres Buch zur…
Weiterlesen

Über Bücherwürmer

Die Larven des Gemeinen Nagekäfers fungieren nicht nur als Holzwürmer, sondern auch als Bücherwürmer. Unter diesem Namen werden allerlei Larven zusammengefasst, die Papier, Pappe, Leim oder Leder mögen. Die erwachsenen Tiere haben ein Larvenleben intensiven Bücherstudiums hinter sich. Fachleute können an den Löchern und am Gangsystem erkennen, welche Art sich jeweils an den Büchern vergriffen…
Weiterlesen

Was lesen bei 39,5 Grad Fieber?

Eine Frage, die ich mir leider aus aktuellem Anlass stellen musste. Am ersten Tag: gar nichts. Schließlich wollte ich es mit dem hierzulande vielgelobten und -gekauften Krimimatador Wolf Haas versuchen, und zwar mit „Komm, süßer Tod“. Seinen flapsigen Plapperstil hielt ich allerdings nur 25 Seiten aus. Gerettet hat mich dann Hartmut Langes Novellenband „Schnitzlers Würgeengel“,…
Weiterlesen