Thomas-Mann-Ausgabe: Band Nr. 4

Diesmal war der Anruf nicht vergebens, es wartete eine schwergewichtige Kassette auf mich: Essays II: 1914-1926. Ein fast 1300 Seiten umfassender Textband wird von einem ähnlich schwergewichtigen Kommentarband (1000 Seiten) begleitet. Fast etwas viel Mann auf einmal 🙂 [Für weitere Beiträge zur „Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe siehe koellerer.de]

Thomas-Mann-Ausgabe: Logistische Probleme?

Im Oktober rief mich meine Buchhandlung an, ich möge doch bitte drei neue Bände der Ausgabe abholen. Nach der knapp einjährigen Verspätung der ersten Lieferung, dachte ich, S. Fischer hätte nun die kolportierten technischen Editionsprobleme endlich in den Griff bekommen. Als ich dann aber den „Zauberberg“ in der neuen Ausgabe in Empfang nehmen wollte, stellte… Weiterlesen Thomas-Mann-Ausgabe: Logistische Probleme?

Schnitzler: Anatol

Akademietheater 17.10.02 Regie: Luc Bondy Anatol: Michael Maertens Max: Klaus Pohl Else: Petra Morzé Gabriele: Angela Winkler Der Selektionsprozess der Literaturgeschichte ist unbarmherzig. Wie viele „brisante“ Stücke aus den fünfziger und sechziger Jahren (Dürrenmatt! Frisch!) wirken heute verstaubt? Frisch, modern, intelligent dagegen „Anatol“. Diese Adjektive passen auch auf Luc Bondys Inszenierung, der das Stück stilsicher… Weiterlesen Schnitzler: Anatol

Thomas Bernhard: Über allen Gipfeln ist Ruh

Theater in der Josefstadt am 28.9.02 Regie: Wolf-Dietrich Sprenger Moritz Meister: Joachim Bißmeier Anne: Traute Hoess Eine alles in allem solide österreichische Erstaufführung. Wolf-Dietrich Sprenger entschloss sich diese Komödie auch als solche spielen zu lassen. So durfte Traute Hoess ihr komödiantisches Talent ausgiebig zur Geltung bringen. Im Vergleich mit ihr und mit Bißmeier in der… Weiterlesen Thomas Bernhard: Über allen Gipfeln ist Ruh

Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas

rororo (Amazon Partnerlink) Nach der Lektüre blieb ein zwiespältiges Gefühl zurück. Strukturell ist der Roman plausibel angelegt: Die Opposition des lebensklugen alten Arbeiters zu dem jungen intellektuellen Ich-Erzähler funktioniert ebenso wie die Abgrenzung der beiden Protagonisten von dem kretischen Dorf in dem sie leben. Sorbas ist eine einprägsame, lebendig geschilderte Figur. Seine Lebensweisheiten sind nach… Weiterlesen Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas

Literaturpolitik

Es ist ein jahrhundertelanges Ritual, dass Schriftsteller sich abfällig über Literaturkritik(er) äußern. Wie wichtig ihnen gute Besprechungen entgegen aller Lippenbekenntnisse wirklich sind, zeigt ein Brief des jungen Thomas Mann, in dem er völlig ungeniert am 26.11. 1901 eine Buddenbrooks-Rezension bei seinem Freund Otto Grauthoff beauftragt: Ein paar Winke noch, Buddenbrooks betreffend. Im Lootsen sowohl wie… Weiterlesen Literaturpolitik