Kategorie: Filmklassiker

Bergman: Gefängnis (1949)

Filmmuseum 18.2. Von der Komplexität der Handlungsstruktur der wohl anspruchsvollste Film unter Bergmans Frühwerken. Besonders reizvoll die Selbstreferenzialität in Sachen Film: Es wird oft zwischen Meta- und Erzählebene(n) gewechselt. Teile der Handlung spielen in einem Filmstudio.

Bergman: Schande (1968)

Fimmuseum 17.2. Ein Musikerehepaar erlebt auf einer Insel einen mysteriösen Krieg, den Bergman völlig apolitisch zeigt. Der Zuseher weiß nicht, wer gegen wen um was kämpft. Mehr als einige Platitüden auf allen Seiten erfährt man nicht. Der Film ist hochgradig artifiziell, was dem Kriegsthema nicht wirklich bekommt. Die Authentizität bleibt auf der Stecke, was angesichts…
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Bergman: Gefängnis (1949)

Filmmuseum 18.2. Wohl das Frühwerk, das am meisten avantgardistisch anmutet. Grund ist die verschachtelte Handlungsführung, die hohe Aufmerksamkeit erfordert, wenn man alle Ebenen auseinander halten will. Der interessanteste Aspekt ist die Autoreflexivität: Die einzelnen Episoden werden als Filmepisoden gezeigt, man wird mit den Filmproduktionsbedingungen konfrontiert, da Teile in einem Filmstudio spielen etc.

Bergman: Wie in einem Spiegel (1961)

Filmmuseum 11.2. Ein klassischer Bergman-Plot auf hohem Niveau: Lebenskrisen auf einer Insel, einschließlich Schriftsteller, der seine Familie seiner Kunst opfert; einer fulminanten psychischen Krankheit und einem am Leben verzweifelnden Siebzehnjährigen.

Bergman: Sommer mit Monika (1953)

Filmmuseum 30.1. Sicher einer der besten Filme von Bermans Frühphase. Ein junges Liebespaar flieht mit einem Boot aus Stockholm und verbringt einen wunderbaren Sommer, dessen Poesie der Regisseur in gelungenen Bildern einfängt. Dem Sommer folgt der düstere Beziehungsalltag: Der Film endet ohne happy end.

Bergman: Abend der Gaukler (1953)

Filmmuseum 31.1. Ort des Beziehungsgeschehens ist diesmal ein heruntergekommener Zirkus, in der ein Eifersuchtsdrama seinen Lauf nimmt. Am Ende geht es wie am Anfang weiter. Statt Zirkusromantik wird das Elend realistisch geschildert.

Bergman: Die Jungfrauenquelle (1960)

Filmmuseum 26.1. Unter dem Mittelalteraspekt betrachtet, ist dieser Film wesentlich gelungener als „Das siebte Siegel“, da die geistigen Epochengrenzen kaum überschritten werden. Bergman inszeniert ein schicksalhaftes Rachedrama (garniert mit Hiob-Motiven) in gelungen Bildern. Max von Sydow rächt als Bauer die Vergewaltigung und Ermordung seiner Tochter.

Bergman: Schreie und Flüstern (1972)

Filmmuseum 26.1. Bergman geht hier aufs Ganze, in dem er die Darstellung seiner klassischen Themen Krankheit, Tod, Leiden, Hass weiter radikalsiert. Dem Film tut das nicht immer gut: Es besteht an mehreren Stellen die Gefahr, vom Tragischen ins Komische abzugleiten, etwa wenn die an Krebs gestorbene Agnes, sich plötzlich als Untote betätigt. Man lernt daraus,…
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Bergman: Eine Passion (1969)

Filmmuseum 23.1. Bergman wird dann am besten, wenn er seinem Pessimismus freien Lauf lässt. Dieses Inseldrama um eine Handvoll verzweifelter Menschen zeigt dies paradigmatisch. Die Düsterkeit ist so radikal, dass tröstende Faktoren (Kunst und Religion werden thematisiert) angesichts des unvermeidlichen menschlichen Leidens chancenlos sind. Die scheinbare Inselidylle entpuppt sich als Hort des Bösen, inklusive Grausamkeiten…
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Bergman: Das siebte Siegel

Filmmuseum 20.1. Je öfter ich diesen Film sehe, desto weniger gefällt er mir. Bergman reiht viele hervorragende Szenen aneinander, ein kohärentes Kunstwerk entsteht dadurch aber nicht. Das Hauptproblem liegt in der Darstellung des Mittelalters. Einerseits versucht Bergman nicht nur visuell das Mittelalter so authentisch wie möglich wiederzugeben. Dies gelingt ihm an verschiedenen Stellen (der Zug…
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