John Updike: Ehepaare. Roman

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Im Mittelpunkt des 1968 erschienen Romans stehen zehn Ehepaare aus der upper middleclass, die in der fiktiven Kleinstadt Tarbox bei Boston leben, und sich in einen amourösen Ehebruchsreigen verstricken. Updikes offenherzige Schilderungen dürften wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Roman ein internationaler Bestseller wurde.

Das Abgleiten ins Pornographische vermeidet Updike durch eine wohlkonstruierte symbolische Ebene, für die nicht nur mythologische und biblische Myhen herangezogen werden, sondern auch die zeitgenössische „Mythologie“ – die Psychoanalyse etwa – reflektiert wird. Das Ergebnis ist ein wirklichkeitssatter und blendend geschriebener Roman. Wie immer bei Updike kommt auch die weltanschauliche Perspektive nicht zu kurz. Ab und an hat man den Eindruck, dass das Buch die Grenzen des Realismus in Richtung naturalistisches Sozialexperiment überschreitet.

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