Reise-Notizen Berlin: Neues Museum

24.10. 2009

Die Museumsinsel in Berlin ist auf dem besten Wege, sich an die Spitze der internationalen Museumslandschaft vorzuarbeiten. Seit Jahren verfolge ich die Umsetzung des Konzeptes vor Ort und schon das Bode Museum war ein Meilenstein, den ich natürlich auch dieses Mal besuchte.

Eine gute Woche vor meinem Besuch wurde das Neue Museum eröffnet. Der Andrang war so groß, dass man nur mit Zeitkarten hineinkam. Am Freitag Nachmittag bekam man eine mit der man dann am Samstag um 12:30 hinein durfte. David Chipperfield bekam 1997 den Auftrag, den Bau neu zu gestalten, und das Ergebnis ist beeindruckend. Von den restaurierten Gewölben im Keller, wo ein Teil der ägyptischen Sammlung zu sehen ist, über die große Halle bis hin zu den perfekt beleuchteten Ausstellungsräumen ist ein Referenzmuseum gelungen. Die Architektur (einige Bauteile wurden bewusst nicht restauriert) tritt in den Dialog mit den Exponanten anstatt diese zurück zu drängen (ein häufig begangener Fehler von Museumsarchitekten).

Hier kommuniziert die Geschichte des Gebäudes mit den historischen Ausstellungsstücken. Untergebracht sind im Neuen Museum die ägyptische Sammlung (inklusive Nofrete), die frühgeschichtliche Sammlung sowie einiges zur Völkerwanderungszeit und zum Mittelalter. Die frühgeschichtliche Sammlung ist in hellen Holzmöbeln untergebracht, die leider mehr als einen Hauch Ikea ausstrahlen.

Was die Museumsinsel insgesamt angeht, könnte man die Aufteilung der Sammlungen noch diskutieren. Ins British Museum geht man einmal hinein und kann alles ansehen. Wenn man sich in Berlin für die Antike interessiert, muss man ins Pergamonmuseum, ins Neue Museum und ins Alte Museum, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Berlin-Reise Oktober 2005
Berlin-Reise Oktober 2007

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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