Schlagwort: Ingmar Bergman

Bergman: Hafenstadt (1948)

Filmmuseum 12.1. Bergman versucht sich hier im Genre des gesellschaftskritischen Realismus. Die Handlung spielt im Milieu der Hafenarbeiter und zerrütteter Kleinbürgerfamilien. Durchaus sehenswert, allerdings hat der Regisseur seine Filmsprache noch nicht gefunden.

Bergman: Einen Sommer lang (1951)

Filmmuseum 15.1. Formal sehr kunstvoll, was das Einsetzen von Rückblenden angeht. Eine Tänzerin erinnert sich an einen unbeschwerten Inselsommer. Eine Liebesgeschichte, mit tragischem Ausgang. Das happy end schadet dem Film etwas.

Bergman: Die Stunde des Wolfes (1968)

Filmmuseum 17.1. Das radikalste Werk bisher. Ein Künstler-Ehepaar auf einer Insel. Eine beklemmendes, psychotisch-apokalyptisches Geschehen nimmt seinen Lauf. Düster gestimmt verlässt man das Kino…

Eckhard Weise: Ingmar Bergman

rororo monographie (Amazon Partnerlink) Sehr positiv überrascht war ich von diesem kleinen Buch über Bergman. Weise beschreibt unprätentiös und in (mehr oder weniger) chronologischer Reihenfolge die Filme des Regisseurs, wobei er jeweils andere Akzente setzt. Dadurch ergibt sich eine solide Beschreibung der Bergmanschen Ästhetik. Weise übernimmt nicht unreflektiert die gängigen Urteile, sondern kritisiert manche Ikonen…
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Bergman: Wilde Erdbeeren (1957)

Filmmuseum 8.1. Welcher Notbehelf das Fernsehen für eine adäquate ästhetische Wahrnehmung von Filmen ist, zeigt sich, wenn man herausragende Klassiker zum ersten Mal auf einer Kinoleinwand erlebt. So faszinierte mich die düstere Stimmigkeit dieses Films viel mehr als beim ersten Kennenlernen mit Hilfe einer DVD. Bergmans kompromisslose formale und inhaltliche Konzeption ist auch dann sehr…
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Bergman: Musik im Dunkeln (1948)

Filmmuseum 9.1. Das Frühwerk des Regisseurs ist bekanntlich sehr uneinheitlich. Mit „Musik im Dunkeln“ versucht sich Bergman im melodramatischen Fach, kombiniert mit einer, freilich noch an der Oberfläche bleibenden Thematisierung der Künstlerproblematik. Filmgeschichtlich interessant, kann man es als Kunstwerk nicht ernst nehmen: zu viel falsches Pathos. Trotzdem einige formale Elemente des späteren Bergman, wie zahlreiche…
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Ingmar Bergman: Szenen einer Ehe (1973)

Filmmuseum 2.1. Das Wiener Filmmuseum zeigt eine zwei Monate lang dauernde, umfassende Retrospektive Ingmar Bergmans. „Szenen einer Ehe“ sah ich zum ersten Mal und konnte den internationalen Erfolg des Films durchaus nachvollziehen. Psychologisch ebenso brisant wie radikal seziert Bergman den Irrationalismus des menschlichen Beziehungswesens. Die drei Stunden vergingen schneller als von diversen Bekannten angedroht, zumal…
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