80er

Schallaburg 15.09. 26

Wer die Achtziger, wie ich, miterlebt hat, wird mit dieser Nostalgielawine seine Freude haben. Denn man findet in der Schallaburg fast alle prägenden Artefakte dieser Ära ausgestellt: Röhrenfernseher, Kassettenrekorder, Plattenspieler, Walkman, Telefone, Uhren, Faxgeräte, (politische) Plakate und Sticker. Nicht Weniges davon, hing bei mir damals als politisches Statement an der Wand oder war als Gadget intensiv in Verwendung. Auch von den paradigmatisch ausgestellten Büchern, von Süßkinds Parfüm bis Jelineks Lust oder Bernhards Heldenplatz habe ich immer noch in meinen Regalen stehen und zwar exakt in diesen Editionen aus den Achtzigern. Mode und Musik spielen selbstverständlich ebenfalls eine große Rolle. Von Hörproben auf Plattenspielern bis Fanplakaten.

Soweit so gut! Politik wird ebenfalls thematisiert, wenn auch mit weniger Enthusiasmus als die Nostalgiethemen meinem Eindruck nach. Aber die frühe Thematisierung von Umweltschutzthemen inklusive der Katastrophe in Tschernobyl findet man auf seinem Rundgang ebenso wie die damalige Friedensbewegung. Protestbewegungen wie die Punks bekommen einen eigenen kleinen Bereich. Da kann man sich etwa ein Video über obersteirische Punks ansehen.

Auf der Objektebene habe ich also wenig an der Ausstellung auszusetzen. Auf der Metaebene könnte man einwenden, dass es keine gibt. Eine kritische akademische Perspektive auf die Achtziger sucht man vergeblich, aber vermutlich wäre die Schallaburg hier auch nicht der ideale Ort dafür. (Bis 15.11.)

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