Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons, Dirigent
Lang Lang, Klavier
Programm
Béla Bartók
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3
– Pause –
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 1 D-Dur
Das letzte Mal hörte ich die Wiener Philharmoniker mit Mahlers Erste am 28. November 2004 (zur Notiz), höchste Zeit also für eine Wiederholung. Vorher das selten gespielte dritte Klavierkonzert des Bela Bartók, das er 1945 komponierte und im Vergleich zu seinen vorherigen Werken fast milde gestimmt klingt. Milde startet auch Lang Lang, so dass ich mich zuerst frage, ob ihn inzwischen auch schon die Altersmilde erreicht hat. Am Ende greift er aber mit dem gewohnten Furor in die Tasten.
Andris Nelsons Mahler-Interpretation beeindruckt, weil er das komplette Spektrum dieser fantastischen Musik fast bis ins Extrem ausspielen lässt, von lyrisch-langsam bis furios wild. Dabei gelingen ihm beeindruckende Spannungsbögen. Durch die Pulte grandios die Solos der Wiener Philharmoniker. Etwa der Hornist, der sein gewalttätiges Instrument so sanft spielen kann, als sei es eine Panflöte, bevor er dann wieder die Trommelfelle attackiert.
Nelsons erinnert mich immer wieder an meinen Lieblingsdirigenten in Sachen Mahler: Leonard Bernstein. Eines meiner besten Mahlerkonzerte überhaupt.