Sächsische Staatskapelle Dresden

Musikverein 31.1. 19

Dirigent: Christian Thielemann
Violine: Frank Peter Zimmermann

Carl Maria von Weber
Jubel-Ouvertüre, op. 59
Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Violine und Orchester e-Moll, op. 64
— Pause —
Robert Schumann
Symphonie Nr. 4 d-Moll, op. 120

Christian Thielemann mag kein begnadeter politischer Denker sein, sein Handwerk als Dirigent beherrscht er jedenfalls. Mit dabei Frank Peter Zimmermann als „Capell-Virtuos“ der Staatskapelle Dresden für die aktuelle Saison, also eine Art solistischer „Artist in Residence“. Nach dem musikalisch wenig beeindruckenden Gelegenheitswerk Jubel-Ouvertüre von Carl Maria von Weber folgt mit Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert ein Klassiker des Repertoires. Ich habe es schon so oft gehört, dass ich mich aktiv anstrengen muss, die Qualitäten des Stücks auszumachen. Neben dem melodischen Einfallsreichtum ist es vor allem die beeindruckende Verbindung der klassischen Form mit der romantischen Ästhetik.

Umgekehrt kümmerte sich Schumann in seiner vierten Symphonie nicht allzu sehr um die klassische Form: Er nimmt sich sehr viele formale Freiheiten und „fantasiert“. Das ist ein Grund dafür, warum Puristen mit seinen Symphonien bis heute so ihre Probleme haben. Dabei weist diese formale Freiheit weit in die musikgeschichtliche Zukunft.

Alles tadellos musiziert. Die Wiener jubeln.

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