Martin Mosebach: Das Beben

d t v (Amazon Partnerlink)

Mosebach kannte ich nur dem Namen nach als seine Nominierung zum diesjährigen Büchnerpreis durch die Presse ging. Da ich viele Träger dieses besten deutschen Literaturpreises schätze und einiges Interessante über diesen Autor las (hochgebildet, sehr belesen, Doderer!), griff ich zu seinem Roman „Das Beben“, den viele für seinen herausragendsten halten.

Ich begann zu lesen und fand einiges bestätigt: Mosebach ist zweifellos ein kluger Autor. Sein Ich-Erzähler ist ein kunsthistorisch bewanderter Architekt. Nach fünfzig Seiten ließ mein Interesse an dem Buch rapide nach, selbst als die Handlung nach Indien verlegt wurde. Immer wieder gab es gelungene Passagen, aber weder die Idee noch die Sprache trägt 400 Romanseiten.

Wer nach Klischees sucht, wird ebenfalls oft fündig. Mosebach hat zweifellos noch viel Potenzial: Die Entscheidung, ihn nach diesem Buch durch den Büchnerpreis in die Reihe der besten deutschsprachigen Schriftsteller aufzunehmen, empfinde ich als hochgradig seltsam.

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