Kanon

Tim Parks über den Kanon

Im Blog der New York Review of Books berichtet Tim Parks, wie wenig zukünftigen Autoren anscheinend die inzwischen weit verbreiteten „world literature“ Kurse helfen:

Every year I send a number of my Italian students in the Masters in Translation program at IULM University, Milan to England on an exchange. Years ago they would take general courses in English and American literature; then it was post-colonial literature; now they study “world literature.” Looking at the reading lists, which range far and wide chronologically and geographically, from the Epic of Gilgamesh to Ernest Hemingway, the Tale of Genji to Jorge Luis Borges, it is hard to imagine how a strong sense of context can be built up around any of the individual works. Or rather, the only relevant context is the human race, planet Earth, post 5000 BCE, circa.

[Aus dem Archiv] Mein Privatkanon

Letzte Aktualisierung: 22.April 2017

Hier also die Liste meiner Lieblingsklassiker inklusive der Verlinkung auf die ensprechenden Notizen. Kurz: Es handelt sich um meine dringendsten Leseempfehlungen. Zuletzt nahm ich Balzacs Verlorene Illusionen in diesen illustren Kreis auf!

In den Bibliomanen Betrachtungen beschreibe ich meine derzeitigen Lesegewohnheiten. Was Lektüre zum Tagesgeschehen betrifft, verweise ich auf Was soll man lesen?.

Bibel – [Notiz]
Homer: Die Odyssee – [Notiz]
Herodot: Historien – [Notiz]
Aischylos: Orestie
Sophokles: König Ödipus; Antigone
Thukydides: Geschichte des peloponnesischen Kriegs – [Notiz]
Platon: Der Staat – [Notiz]
Aristoteles: Nikomachische Ethik
Ovid: Metamorphosen – [Notiz]
Augustinus: Der Gottesstaat – [Notiz]
Dante: Göttliche Komödie – [Notiz]
Montaigne: Essais – [Notiz]
Shakespeare: Tragödien – [Notizen]
Cervantes: Don Quijote – [Notiz]
Sterne: Tristram Shandy [Notiz]
Moritz: Anton Reiser
Schiller: Don Karlos; Wallenstein; philosophisch-ästhetische Schriften – [Notizen]
Goethe: Briefwechsel mit Schiller – [Notiz]
Goethe: Faust – [Notiz], Wahlverwandtschaften – [Notiz]
Balzac: Verlorene Illusionen [Notiz]
Flaubert: Madame Bovary
Dostojewskij: Die Brüder Karamasow – [Notiz], Böse Geister
Tolstoi: Anna Karenina. [Notiz]
Joyce: Ulysses – [Notiz]
Kafka: Erzählungen, Der Proceß
Thomas Mann: Buddenbrooks – [Notiz], Zauberberg, Josephs Romane – [Notizen], Dr. Faustus
Musil: Mann ohne Eigenschaften – [Notiz]
Doderer: Strudlhofstiege – [Notiz]
Thelen: Die Insel des zweiten Gesichts – [Notiz]
Johnson: Jahrestage – [Notiz]
Bernhard: Auslöschung – [Notiz]

Great Books

Christopher R. Beha setzt sich mit Klassikern auseinander: The Whole Five Feet. What the Great Books Taught Me About Life, Death, and Pretty Much Everything Else. Rezension der New York Times.

Bibliomane Betrachtungen (4)

    Ohne Bücher bleibt die Geschichte stumm, die Literatur sprachlos, die Wissenschaft verkrüppelt, das Denken kommt zum Stillstand, Bücher sind Zeugen des Wandels, Fenster zur Welt, sie sind Banken des Geistes, Bücher sind gedruckte Humanität.
    (Barbara Tuchmann)

Bezüglich der von mir gelobten historischen Differenz bei Klassikern wies mich ein Freund berechtigterweise darauf hin, dass es bei der Gegenwartsliteratur als Ausgleich eine kulturelle Differenz gäbe. Wie könnte man andere Kulturen, seien sie uns näher wie die amerikanische oder ferner wie die arabische, besser verstehen lernen als durch ihre Literatur?
Dem kann ich nicht widersprechen. Ein Teil meiner Reisevorbereitungen besteht immer auch aus literarischer Lektüre, um mich auf andere Kulturen vorzubereiten. Ein Leser Nagib Machfus‘ wird Ägypten ebenso besser verstehen, wie ein Kenner der Romane John Updikes die amerikanische Provinz. Wobei die beiden wohl schon das Prädikat „Klassiker“ verdienen, allerdings dachte ich bei historischer Differenz an deutlich ältere Büchern (Antike bis frühe Neuzeit).
Eine punktuelle Lektüre in diese Richtung ändert aber nichts an meinem Gesamteindruck, dass die Lektüre der großen Alten in Summe einen größeren Mehrwert hat. Die Umsetzung dieser Erkenntnis in die Praxis war hier unschwer zu übersehen. So beschäftigte ich mich in den letzten Jahren ausführlich (lange) mit Augustinus Gottesstaat, mit Dantes Göttlicher Komödie, mit Thukydides‘ Peloponnesischen Krieg, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gegenwärtig stehen Montaignes „Essais“ auf dem Programm.
Mich nun sukzessiv aufmerksam durch diese alten Bücher zu bewegen, erscheint mir eine sehr reizvolle Aussicht zu sein. Ich bin aber davon überzeugt, dass man sich mit einer Auswahl von ihnen immer wieder beschäftigen sollte. Sie verdienen es, regelmäßig aus dem Regal genommen zu werden. Dabei ist es gar nicht notwendig, immer den kompletten Text zu lesen. Ein paar Gesänge des Dante oder einige Kapitel aus dem „Don Quijote“ reichen manchmal aus, damit das Werk wieder präsent ist. Aus zeitlichen Gründen muss man leider eine vergleichsweise enge Auswahl treffen. In meinem Fall haben sich bisher folgende Bücher als dauerhafte Begleiter bewährt:

Das sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, derzeit die Bücher, welche ich regelmäßig in die Hand nehmen und immer wieder einmal lesen werde.
Weil obige Liste keine naturwissenschaftlichen Bücher beeinhaltet, möchte ich betonen, dass sie in meinem Klassikerverständnis enthalten sind. Galilei, Newton, Darwin sind natürlich unverzichtbar. Auszüge aus vielen davon las ich bereits, eine systematischere Lektüre ist geplant.

Teil 5

Bibliomane Betrachtungen (3)

Die Lektüre ist aber für mich, wie ich glaube, unbedingt notwendig: erstens, um mich nicht mit mir allein begnügen zu müssen, zweitens, um mit den Erkenntnissen anderer bekannt zu werden, drittens, damit ich mir über das, was sie herausgefunden haben, ein Urteil bilden und über die noch zu lösenden Fragen nachdenken kann.

(L. Annaeus Seneca)

Meine bisherigen Überlegungen haben eine Diskussion im (übrigens meist empfehlenswerten) Klassikerforum ausgelöst. Für mich steht also fest, dass der Lektüreschwerpunkt bei den Klassikern liegen muss. Ist aus Zeitknappheit eine Entscheidung notwendig, wird diese immer zugunsten der Alten gefällt. Selbstverständlich werde ich auch weiterhin aktuelle Autoren zu lesen, zumal ich inzwischen genügend Herausragende kenne, deren Bücher lohnen. Vermutlich macht es Sinn, sich bei vielen auf die Hauptwerke zu beschränken und nicht alles lesen zu wollen. Die Erfahrung zeigt doch sehr deutlich, dass viele gute Autoren nicht immer gute Bücher abliefern. Das gilt sinngemäß auch für Klassiker. Man denke nur an die fragwürdigeren Produktionen Goethes („Bürgergeneral“ und Co.). Insgesamt bin ich eher geneigt, einen Klassiker trotz dieser Einschränkungen komplett zu lesen als einen aktuellen Autor.

En passent sollte ich wohl einige Vertreter der Gegenwartsliteratur nennen, die ich besonders schätze. Dazu zählen (ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit und in zufälliger Reihenfolge): Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Markus Werner, Agota Kristof, Wilhelm Genazino, Ian McEwan, John Updike, Philip Roth, Antonio Lobo Antunes, Paulus Hochgatterer …

Wenn ich nun ein hervorragendes Werk dieser Autoren nehme und mit einem der großen alten Bücher vergleiche (sagen wir: Aischylos‘ Orestie oder Dantes „Göttliche Komödie“ oder Cervantes „Don Quijote“), ist die Leseerfahrung bei den letzteren intellektuell und ästhetisch wesentlich zufriedenstellender. Woran mag das liegen? Die Qualität spielt hier sicher eine Rolle. Ich bin überzeugt, dass manche Bücher so gelungen sind, dass es über lange Zeiträume nur wenige von ihnen gibt.

Ebenso wichtig ist wohl die historische Differenz, die für mich immer einen Mehrwert darstellt, den ein neues Buch klarerweise entbehren muss. Faszinierend finde ich daran zweierlei: Zum einen sind diese Klassiker einmalige Gelegenheiten, etwas über die Vergangenheit zu erfahren. Von den oberflächlichen alltäglichen Unterschieden über gesellschaftliche Divergenzen bis hin zu mentalen Veränderungen. Zum anderen sind es die erstaunlichen Kontinuitäten: Je mehr alte Bücher ich lese, speziell aus der Antike, desto häufiger drängt sich der Eindruck auf, dass sich der Mensch in den letzten paar Jahrtausenden im anthropologischen Kern nicht verändert hat. Diese Beschreibung reduziert den komplexen Sachverhalt natürlich übergebührlich, beschreibt aber doch ausreichend, was mich an Klassikern vor allem reizt: Die Vergangenheit und die Natur des Menschen besser zu verstehen. Wenn das mit ästhetischem Vergnügen verbunden ist, desto besser.

Teil 4

Bibliomane Betrachtungen (2)

Bei meinen Untersuchungen unserer Beweggründe und Verhaltensweisen sind mir jedenfalls die erdichteten Zeugnisse, soweit sie möglich erscheinen, ebenso dienlich wie die wahren. Geschehen oder nicht, in Paris oder Rom, dem Hinz oder Kunz – stets zeigen sie mir, wozu Menschen fähig sind, und das zu wissen ist mir nützlich: Ich sehe mir jedes Beispiel an und ziehe hieraus, ob Wirklichkeit oder deren Schatten, meinen Gewinn; und von den verschiedenen Lesarten, die solche Geschichten oft bieten, bediene ich mich der jeweils ungewöhnlichsten und denkwürdigsten.
(Montaigne, Über die Macht der Phantasie)

Die Frage, warum ich seit ein paar Jahren weniger in die Breite lese, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die mindestens zehn Jahre betriebene extensive Lektüre führten mir wohl vor Augen, wie viele herausragende Werke der Weltliteratur existieren. Mit einer einmaligen Lesen derselben bleibt man selbst bei genauer Lektüre an der Oberfläche. Das Verlangen nach einem besseren Verständnis stellt sich automatisch ein.
Gleichzeitig steigt der Qualitätsanspruch. Man gewöhnt sich schnell an herausragende Bücher. Deshalb scheint es unvernünftig zu sein, fünfzig weitere Bücher zu lesen, um dann im einundfünzigsten ein weiteres Meisterwerk zu entdecken, wenn man auf der anderen Seite schon mehrere Dutzend Titel kennt, deren Lektüre absolut lohneswert ist, die aber mental bereits verblasst sind.
Psychologisch betrachtet, mangelt es mir zunehmend an Geduld. Kam es vor zehn Jahren kaum vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende las, erlege ich mir diesbezüglich nun keine Hemmungen mehr auf. Früher mußte ein Werk sehr schlecht sein, damit ich es beiseite legte. Heute kann ich Mittelmaß schon kaum mehr ertragen. Das gilt auch für andere Kunstsparten. Wie erinnerlich verließ ich im Januar „Idomeneo“ bereits in der Pause, weil mich die lähmende Durchschnittlichkeit der musikalischen Darbietung deprimierte.
Nun ist es unter Literaturfreunden eine Binsenweisheit, dass gut abgelegene Bücher statistisch gesehen besser sind als Neuerscheinungen. Wenn ein Buch ein paar Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte überlebt und über die Zeit hinweg auf Interesse stieß, spricht das für ungewöhnliche Qualität. Damit will ich nicht sagen, dass alle gemeinhin als „Klassiker“ bezeichneten Werke ausgezeichnet sind, noch dass nicht viele Bücher zu Unrecht vergessen wurden. Hier spielen eine Fülle von Faktoren eine Rolle, von denen die ästhetischen wichtig sind, die soziologischen aber nicht vernachlässigt werden dürfen.
Trotzdem sieht meine Leseerfahrung wie folgt aus: Orientiere ich mich an dem sogenannten Kanon, finde ich herausragende Bücher vergleichsweise oft. Alle fünf, sechs Titel werde ich fündig. Lese ich Gegenwartsliteratur ist die Quote mindestens um ein fünf bis zehnfaches schlechter und wirklich angetan von einem Buch bin ich nur selten.
Es scheint mir also vernünftig zu sein, mein Leseverhalten so zu gestalten, dass ich die Zahl der exzeptionellen Bücher maximiere. Das gelingt mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch, dass ich mich an Klassiker halte oder mit Sicherheit, wenn ich mich meinen persönlichen Favoriten zuwende. Wobei es selbst hier Ausnahmen gibt: Die Zweitlektüre von „Schuld und Sühne“ war vor der Folie der enthusiastischen Erstlektüre vor fünfzehn Jahren ernüchternd, um ein Beispiel zu nennen.
Nun lebt aber die Literatur maßgeblich von der Gegenwart. Wenn nicht wir Bücherfreunde die ambitionierten aktuellen Bücher lesen, wer dann? Autoren, Verlage und Buchhändler sind auf uns angewiesen. Läse man nur noch Klassiker, bräche der Literaturbetrieb zusammen und damit auch die Chance für die Klassiker der Zukunft. Aber warum mit großer Wahrscheinlichkeit schlechtere Bücher lesen, wenn die Weltliteratur voll von leicht auffindbaren Sprachkunstwerken ist? Ein schwer zu lösendes Dilemma.

Teil 3

Bibliomane Betrachtungen (1)

[Aus dem Archiv]

Die guten Leutchen, fuhr er fort, wissen nicht, was es Einem für Zeit und Mühe gekostet, um lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht, und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziele wäre.
(Goethe, aus den Gesprächen mit Eckermann)

Man liest von Lesern immer wieder, dass sich im Laufe des Lebens die Lesegewohnheiten verändern. In den letzten Jahren bestätigte sich das auch in meinem Fall. Vor dem Abitur und während des Studiums wollte ich mir möglichst schnell einen literarischen Überblick verschaffen. Ich bewegte mich kreuz und quer durch die Literaturgeschichte. Studienbedingt mit Fokus auf deutschsprachige Literatur, aber auch die Weltliteratur kam nicht zu kurz. Die deutsche Literaturgeschichte erlas ich mir ziemlich systematisch von den mittelhochdeutschen Klassikern bis zur Gegenwartsliteratur (Schwerpunkte 18. und 20. Jahrhundert). In den Gefilden der Weltliteratur durchstöberte ich gerne die berühmtesten Ecken. Die unverzichtbaren Russen (den kompletten Dostojewskij, die fabelhaften Romane Tolstois, die hinterhältigen Stücke Tschechows), den einschlägigen Franzosen (vom strengen Corneille über den oft formlos brillanten Balzac bis hin zum Stilneurotiker Flaubert), den schreibwütigen Engländern (wer den „Tristram Shandy“ nicht kennt, dem bleiben viele Möglichkeiten der Literatur verborgen), um nur einige zu nennen. „Don Quijote“ muss als singuläres Phänomen ebenso herausgehoben werden, wie das sprachliche Hochplateau Shakespeare.
In dieser Zeit las ich bis zu zweihundert Bücher jährlich und verschaffte mir sukzessiven Einblick in die Höhen und Tiefen der Sprachkunst. Der ständig wachsende literaturwissenschaftliche Werkzeugkasten war dabei ein nützlicher Begleiter. Die Gegenwartsliteratur kam durch diverse literaturkritische Aktivitäten auch nicht zu kurz.
Philosophisches wurde aus akademischen Gründen auch nicht vernachlässigt, allerdings liegt es in der Natur (besser: dem Geist) der Sache, dass philosophische Klassiker in kurzer Zeit nicht in großer Zahl zu lesen sind. Der Lektüreschwerpunkt bewegte sich an den beiden Enden der Philosophiegeschichte: Die alten Griechen (Platon!) auf der einen, die analytischen Philosophen aus dem 20. Jahrhundert auf der anderen Seite.
Diese exzessiven Lektüregewohnheiten hielten sich etwa bis Anfang Dreißig. Danach trat eine erst schleichende, bald nicht mehr zu übersehende Änderung ein. Ich las immer weniger in die Breite, um damit mein „empirisches“ Wissen um die Literatur zu vergrößern, sondern immer mehr in die Tiefe. Weniger schwammig ausgedrückt: Ich las eine Reihe von Büchern zum wiederholten Male. Das kam natürlich früher auch vor, speziell für die wissenschaftlichen Arbeiten, nahm aber einen weit geringen Stellenwert ein.
Aufmerksame Vielleser wissen, dass selbst die besten Lektüreerlebnisse vergleichsweise schnell verblassen. Als Literaturfreund sollte man aber eine Reihe der besten Bücher immer präsent haben. Ein Kunstfreund stellt seine Lieblingsgemälde ja auch nicht in den Keller, sondern sieht sie sich regelmäßig an.

Teil 2

Kanonisierte Romane

Eine Kanon-Bibliothek soll es werden, deren ersten Teil Reich-Ranicki kürzlich vorstellte. Zwanzig deutschsprachige Romane für „an Literatur interessierte“ Menschen habe er ausgewählt. Wie sieht seine Liste aus?

  • Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther“
  • Johann Wolfgang von Goethe: „Die Wahlverwandtschaften“
  • E.T.A. Hoffmann: „Die Elixiere des Teufels“
  • Gottfried Keller: „Der grüne Heinrich“
  • Theodor Fontane: „Frau Jenny Treibel“
  • Theodor Fontane: „Effi Briest“
  • Thomas Mann: „Die Buddenbrooks“
  • Thomas Mann: „Der Zauberberg“
  • Heinrich Mann: „Professor Unrat“
  • Hermann Hesse: „Unterm Rad“
  • Robert Musil: „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“
  • Franz Kafka:“Der Proceß“
  • Alfred Döblin: „Berlin Alexanderplatz“
  • Joseph Roth: „Radetzkymarsch“
  • Anna Seghers: „Das siebte Kreuz“
  • Heimito von Doderer: „Die Strudlhofstiege“
  • Wolfgang Koeppen: „Tauben im Gras“
  • Günter Grass: „Die Blechtrommel“
  • Max Frisch: „Montauk“
  • Thomas Bernhard: „Holzfällen“

Selbstverständlich ist es absurd, zwanzig repräsentative Romane auszuwählen, aber da Bibliomanie ohne Absurditäten nicht auskommt, stelle ich dieser Liste meine eigene entgegen. Naturgemäß gibt es Überschneidungen:

  • Gottfried von Strassburg: „Tristan“
  • Grimmelshausen: „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“
  • Karl Philipp Moritz: „Anton Reiser“
  • Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther“
  • Johann Wolfgang von Goethe: „Die Wahlverwandtschaften“
  • Jean Paul: „Siebenkäs“
  • Wilhelm Raabe: „Stopfkuchen“
  • Theodor Fontane: „Effi Briest“
  • Thomas Mann: „Die Buddenbrooks“
  • Heinrich Mann: „Der Untertan“
  • Franz Kafka:“Der Proceß“
  • Alfred Döblin: „Berlin Alexanderplatz“
  • Joseph Roth: „Radetzkymarsch“
  • Robert Musil: „Der Mann ohne Eigenschaften“
  • Anna Seghers: „Das siebte Kreuz“
  • Heimito von Doderer: „Die Strudlhofstiege“
  • Wolfgang Koeppen: „Tauben im Gras“
  • Günter Grass: „Die Blechtrommel“
  • Thomas Bernhard: „Auslöschung“
  • Wolfgang Hilbig: „Das Provisorium“

Kanondiskussion

Heute als Rezensionsexemplar hier eingetroffen „Die Bibliothek. 44 Bücher, die man gelesen haben muss“ von Karl Hugo Pruys (Quintessenz Verlag).

Die ausgewählten Bücher sind teils nachvollziehbar, teils eigenartig. Mehr dazu später.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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