Mittelalter (Klassiker)

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Chou Ta-kuan: Sitten in Kambodscha: Über das Leben in Angkor im 13. Jahrhundert

Die Kultur Angkors ist aus zwei Gründen schwierig zu rekonstruieren. Im tropischen Klima überlebten nur die berühmten Steintempel. Die meisten anderen Gebäude waren aus Holz und sind ebenso schnell verwest wie andere Alltagsgegenstände, die uns Aufschluss gegen könnten. Zweitens ist kaum etwas Schriftliches überliefert. Die einzige Ausnahme ist dieser prägnante Bericht eines chinesischen Handlungsreisenden, der sich am Ende des 13. Jahrhunderts etwa ein Jahr dort aufhielt und seine Beobachtungen zu Papier brachte: Knapp 60 Buchseiten. Wer sich mit Angkor beschäftigt, kommt also um Chou Ta-kuan nicht herum. Um einen Eindruck zu geben, hier seine Beschreibung des Badens:

Kambodscha ist ein außerordentlich heißes Land, und es ist unmöglich, durch den Tag zu kommen, ohne sich mehrere Male zu baden. Sogar nachts sind, ein, zwei Bäder Pflicht. Es gibt keine Badehäuser, keine Becken, keine Kübel; jede Familie hat aber einen Teich. Manchmal teilen sich mehrere Familien einen. Männer und Frauen gehen nackt dort hinein; wenn jedoch Eltern oder ältere Personen baden, bleiben die jüngeren draußen. Wenn umgekehrt letztere im Teich sind, warten die Älteren außerhalb. Wenn alle Badenden gleichalt sind, vernachlässigen sie diese Zeremonie; die Frauen verdecken ihr Geschlecht mit der linken Hand, wenn sie das Wasser betreten. So einfach ist das!

Die zweite Quelle über den Alltag in Angkor liefern viele Tempelreliefs.

Implizit lernt man auch die arrogante Weltsicht der damaligen chinesischen Elite kennen. Für sie waren die Kambodschaner selbstverständlich nur Barbaren.

Chou Ta-kuan: Sitten in Kambodscha: Über das Leben in Angkor im 13. Jahrhundert (Angkor Verlag)

Geoffrey Chaucer: Die Canterbury Erzählungen

Diese Notizen entstanden in mehreren Teilen im Frühjahr 2005 und sind der leichteren Lesbarkeit hier in eine Notiz zusammengefasst.

Die Lektüre Dantes weckte in mir ein außerplanmäßiges Mittelalterbedürfnis, weshalb ich mich schnell Chaucer zuwandte. Ein gutes Monat beschäftigen mich nun seine faszinierenden „Canterbury Tales“.

Als Einstieg kann ein kurzer Überblick über die Struktur der Canterbury Tales und einiges Wissenswerte dazu nicht schaden:

Die einzelnen Erzählungen sind in eine Rahmenhandlung eingebettet, die im „Allgemeinen Prolog“ beschrieben wird. Eine Pilgerreise von London nach Canterbury versammelt eine bunte Gruppe von Pilgern (27 Männer und 3 Frauen) aus fast allen Gesellschaftsschichten (nur „ganz unten“ und „ganz oben“ fehlen). Die Reisezeit wird für einen Erzählwettbewerb genutzt, dem besten Erzähler winkt am Ende ein Gratisabendessen.

Chaucer plante 120 Geschichten (wenn das nicht schon an das Balzacs monomanes Romanprojekt erinnert). Es wurden nur 21 vollständige und 3 unvollständige und sind in ca. 80 Handschriften überliefert, von denen die größte Wertschätzung der Gelehrtenwelt das Ellesmere-Manuskript genießt.

Chaucers Werk wird vor allem aus zwei Gründen gelobt: Es gäbe einen unglaublich realistischen Einblick in die Welt des Mittelalters, und es sei literarisch ausgezeichnet gelungen, was Komposition und (frühe) literarische Verwendung der englischen Sprache angeht.
In den enthusiastischen Worten Martin Lehnerts, dem Herausgeber und Übersetzer der vorzüglichen Inselausgabe:

In genialer Weise verschmolzen Chaucer und Shakespeare in glanzvollen Versen und ebenso eindringlicher Prosa profunde literarische Bildung und unübertreffliche realistische Beobachtung, kraftvolle Lebensfülle und tiefe Menschenkenntnis mit einzigartiger Beweglichkeit, mit Humor und Weltoffenheit. (S. 26)

Naturgemäß war Chaucer auch ein großer Bücherfreund:

Obgleich mein Wissen stets recht klein gewesen,
Hab ich doch Bücher immer gern gelesen.
Ich schenke ihnen Glauben und Vertrauen,
Kann achtungsvoll und freudig auf sie bauen,
Daß ich kaum ein Vergnügen nennen könnte,
Das mich von meinen Büchern jemals trennte,
Es sei vielleicht an einem Feiertag,
Im schönen Mai auch, wo’s geschehen mag.
(Legende der guten Frauen, V. 29-36)

Chaucer stellt im Prolog die handelnden (sprich: erzählenden) Figuren ausführlich vor, und diese Beschreibungen sind ein fulminanter Auftakt! So pointiert-ironische Portraits kannte ich bisher aus der mittelhochdeutschen Literatur nicht, vielleicht mit der Ausnahme von Gottfrieds „Tristan“.

Wobei mir einige von Chaucers Beschreibungen eher konventionell (der brave Dorfpfarrer etwa) anmuten, während andere dagegen ungewöhnlich sarkastisch sind (der Mönch). Könnte gut sein, dass diese Gegenüberstellungen ästhetisch beabsichtigt sind, steigern sie doch die Wirkung.

Diese Kontrastierung ist auch in kleineren Motiven durchgezogen, etwa was die Zuneigung zu Büchern angeht:

Mönch:
Sollt er studieren und verrückt sich machen,
Stets über Büchern nur im Kloster sitzen,
Und gar bei seiner Hände Arbeit schwitzen,
Wie Augustin befiehlt? Was hilft’s der Welt?
Mag er sich plagen, wenn’s ihm gefällt!
[V. 184ff.]

Scholar:
[Das gefällt mir so gut, dass ich es ausführlich zitieren muss]
Da war ferner aus Oxford ein Scholar,
Der Logik schon studiert manch liebes Jahr.
Sein äußerst magres Pferd glich einem Rechen,
Auch er war nicht grad fett, um wahr zu sprechen,
Hohläugig sah er aus und ernst, so mein ich,
Sein Mäntelchen war kurz und fadenscheinig;
Noch hatte er’s zur Pfründe nicht gebracht,
Da er an Amt und Vorteil nie gedacht.
Mehr liebt‘ er zwanzig Bücher überm Bett,
Schwarz-rot gebunden auf dem Bücherbrett
Von Aristoteles‘ Philosophie
Als reiche Kleidung, Fiedel und Psaltrie.
Doch wenn er auch ein Philosoph schon war,
Enthielt sein Koffer wenig Geld in bar;
Denn alles, was von Freunden ihm gespendet,
Zum Studium er und Bücherkauf verwendet.
[V. 285ff.]

Anhand dieser Stellen kann man sich auch gleich ein Bild von der Übersetzung des Martin Lehnert machen, die mir bisher sehr gut gefällt. Lehnert schreibt in der Einleitung zur Insel Ausgabe, dass das Mittelenglische dem Neudeutschen lautlich viel ähnlicher sei als dem Neuenglischen, weshalb sich der Text besser ins Deutsche als ins Neuenglische übersetzen lasse. Das ist doch ein interessante These.

Die proportionale Ausgewogenheit der Erzählung vom Ritter hat mich angenehm überrascht. Chaucer scheint nicht nur einen großen Sinn für den Rhythmus einer Handlungsabfolge zu haben, sondern kommentiert das ja auch immer wieder. Vor allem wenn man weiß, welche literarischen Monster im Spätmittelalter sonst noch so produziert wurden, hebt sich das wohltuend ab.

Was mich literarisch am meisten beeindruckt hat, ist die Beschreibung des Marstempels. Während vorher noch in klassischer Manier Rittertum und Kampf heroisiert werden, öffnet diese Tempelbeschreibung plötzlich einen apokalyptischen Blick auf die Realität von Krieg und Gewalt. Mich hat das stark an H. Bosch erinnert:

Dort sah zunächst ich düstre Schattenbilder
Von Mord und Totschlag, von Gewalt gar wilder;
Den jähen Zorn, wie Kohlen glühend rot,
Den Diebstahl und die Angst, bleich wie der Tod
[…]
Den Meuchelmord am Schläfer in der Nacht,
Und blutige Wunden offner Kriegerschlacht;
[…]
Der kalte Tod mit offnem starrem Munde.
Das Unheil in des Tempels Mitte saß,
Unmutig war sein Blick und voller Haß.
Den Wahnsinn sah ich lachen in der Wut,
Gewaltgeschrei, Alarm und Frevelmut;
[…]
Zerstörte Städte, wüst und ausgeleert.
Ich sah das Schiff verbrannt im Meere schwanken,
Erwürgt den Jäger durch des Bären Pranken,
Das Wiegenkind, wie eine Sau es fraß
[…]
[V. 1995ff.]

Eine so komprimierte Darstellung der Brutalität des Lebens ist in der Mitte einer Rittererzählung doch von einer unerwarteten Subversivität. Spätestens an dieser Stelle wurde mir bewusst, dass Chaucer wirklich ein großartiger Autor ist.

Die Erzählung des Müllers: Chaucer hält die Erzählperspektive des ungebildeten Müllers nicht immer durch, da er regelmäßig „gebildete“ Anspielungen einfließen läßt. Cato etc. Die Astrologie wird als Gegenspieler des Glauben dargestellt:

Der Mann ist hier durch Sternenguckerei
In Wahn verfallen oder Raserei.
Ich dacht es immer, ob das gut wird gehen!
Ich lobe immer mir den schlichten Mann,
Der weiter nichts als seinen Glauben kann!
[3451ff.]

Gut gefiel mir auch, dass die Erzählung nicht nur religiöse Naivität aufs Korn nimmt, sondern der zentrale Betrug mit der gefälschten Sintflut auch von einer gehörigen religiösen Respektlosigkeit zeugt, die man im Mittelalter so nicht erwartet hätte.

Die Erzählung des Rechtsanwalts hat mich wieder deutlich stärker interessiert. Einerseits die religiöse Thematik und die Darstellung des Islam (kombiniert mit dem klassischen Motiv der bösen Schwiegermutter). Andererseits kommt Konstanze ja für mittelalterliche Verhältnisse geographisch weit herum.

Der Islam wird aufgrund der Intrige schurkisch dargestellt, was ebensogut zum Zeitgeist des 14. Jahrhunderts passt wie zum unserigem. Die zweite böse Schwiegermutter in der Geschichte ist ja auch eine Heidin, so dass man eigentlich schon von einer christlichen Propagandaerzählung sprechen kann. Das happy end für die braven Neu- und Altchristen rundet das Bild schön ab. Christliche Tugenden werden auch regelmäßig gepriesen:

O schnöde Wollust, sieh hier, wie du endest!
Du läßt nicht nur die Geisteskräfte schwinden,
Es ist gewiß, daß du den Leib auch schändest.
Das Ende deines Werks und deiner blinden
Gelüste ist die Klage […]
[V. 925ff.]

Die Erzählung der Frau von Bath: Hochgradig verblüfft hat mich die lange Rechtfertigungsrede der Frau von Bath im Prolog, die meinem Eindruck nach nur noch wenig Mittelalterliches an sich hat. Die Gute ist sich durchaus ihre individuellen Rolle im Leben bewusst und hat auch ausführlich über ihr Lebenskonzept nachgedacht. Pikant auch ihre innovativen religiösen Interpretationen, die sie mit Bibelstellen belegt. Etwa zum Thema Ehe:

Denn der Apostel sagt, von Gottes wegen
Steht meiner Wahl zum Frein nichts entgegen,
Er heißt uns Heirat nicht als Sünde meiden.
[V. 49ff.]

Die Erzählung selbst enthält dann auch eine vergleichsweise moderne psychologische Komponente. Sowohl was die Lösung des Rätsels angeht als auch dass überhaupt nach einem psychologischen Motiv explizit gesucht wird. Das ist mir bisher in der Literatur des Mittelalters noch nicht begegnet.

Die Erzählung des Ordensbruders las ich gerne, bürgen auftretende Teufel doch oft für ausgezeichnete literarische Qualität. Nett, dass die Teufel auf die Macht Gottes angewiesen sind:

Zuweilen werden wir in Gottes Hand
Als Werkzeug seines Willens wohl verwandt
Zu manchem Zweck, in mancherlei Gestalten
Will grad er so mit den Geschöpfen walten.
Wir haben ohne ihn in dieser Welt
Nicht Macht, wenn er sich uns entgegenstellt.
(V. 1483ff.)

Die Erzählung des Kirchenbüttels ist eine nette Retourkutsche, und die fulminante Darstellung eines gierigen Klerikers ist ja gerade in diesen Tagen ein wohltuender Kontrapunkt zur allgegenwärtigen medialen Heuchelei. Ein solider Derbheitsgrad wie auch schon bei früheren Texten der Sammlung.

Der Scholar schließlich erzählt die bekannte Griseldis-Geschichte, die selbst für spätmittelalterliche Verhältnisse so bieder ist, dass Chaucer nachher einen relativierenden Kommentar einfügt:

Die Sage lehre nicht, die Frauen sollten
Griseldis folgen in Ergebenheit,
Nicht tragbar wäre das, auch wenn sie wollten;
Vielmehr daß jedermann zu seiner Zeit
Ausharren soll in Widerwärtigkeit
Gleichwie Griseldis.
(V. 1142ff.)

Er deutet die Aussage also in eine allgemeine Empfehlung um: man möge stoisch sein. Eine so blinde und demütige Liebe im Angesicht von Brutalität und Ungerechtigkeit ist an sich schon schwer erträglich. Das happy end macht es naturgemäß nicht besser. Nicht, dass es nicht schöne Stellen gäbe:

Doch solche Leute trifft man oft im Leben,
Die, wenn sie einen Vorsatz erst gefaßt,
Daran mit solchem Starsinn kleben,
Als ob sie gleichsam fest an einen Mast
Gebunden wären.
(V. 701ff.)

Populismus-Kritik:

O windiges Volk! So haltlos, ungetreu!
Unstet und wechselnd wie ein Wetterhahn!
Du freust dich jedes Rummels, ist er neu,
Du schwillst wie der Mond bald ab, bald an,
stets schwatzend, doch kein Deutwert ist daran!
Falsch ist dein Urteil, schwankend, niemals fest;
Der ist ein Narr, wer sich auf dich verläßt.
(V. 995ff.)

Die Erzählung des Kaufmanns schildert eine missglückte Ehe zwischen einem Greis und einer jungen Frau. Dessen Predigten über die Tugenden der Ehe stehen in krassem Gegensatz zu seinem Verhalten, was erzähltechnisch raffiniert durchgeführt ist. Das Eingreifen Plutos und Proserpinas fügt auch noch eine mythologische Ebene hinzu. Kurz die kunstvollste Geschichte seit der des Ritters.

Für die märchenhafte Erzählung von Knappen gibt es laut Martin Lehnert kein bekanntes Vorbild, auch wenn ein solches anzunehmen sei. Aufgefallen ist mir der Versuch, den Zauberspiegel rational zu erklären:

Drauf meint ein anderer, ganz natürlich gehe
Das zu, nur durch die Winkelkonstruktion
Und klug berechnete Reflexion,
Genau so einer sei in Rom zu sehen.
[V. 363ff.]

Was man nicht kennt, könne magisch wirken:
So wundert mancher sich beim Donner sehr,
Bei Nebel, Spinngewebe, Ebbe, Flut,
Bis er den Grund erfährt, dann ist es gut.
[V. 256ff.]

Hübsch gesagt, nur im Märchenkontext eigentlich sehr unpassend.
Die Erzählung des Gutsbesitzers strotzt nun wieder mit Didaktik und steht in einem auffälligen Kontrast zu den früheren negativen Ehegeschichten. Hier wird dem Leser nach gerade ein Musterbeispiel ehelicher Tugend vorgeführt, samt happy end. Ansprechend allerdings, dass Gott der Konfusion bezichtigt wird:

Ewiger Gott, der du mit Vorbedacht
Die Welt uns lenkst durch deine große Macht,
Unnützerweise schufst du nichts am Ende.
Doch diese grausig schwarzen Felsenwände
Sind wohl Gebilde der Verwirrung nur,
Kein schönes Werk, an welchem wir die Spur
Von deiner weisen Schöpferhand gewahren,
Wie konntest du so unbedacht verfahren? […]
[V. 865ff.]

Die Erzählung des Arztes variiert das beliebte Motiv „Jungfrau-tötet-sich-selbst-heroisch-um-Ehre-zu-retten“, was natürlich dazu führt, dass die Bösen bestraft werden.
In erfrischender Offenheit berichtet der Ablasskrämer von seinem Geschäft:

Mein ganzes Streben ist zu profitieren,
Nicht etwa, Sünden zu korrigieren.
[V. 404f.]

Sein erzähltes Exemplum fand ich frischer zu lesen als einige andere des Buches, was vermutlich an den Protagonisten liegt. Als kleinen Vorgeschmack auf die Suada der Priorin schon hier ein antisemitischer Seitenhieb:

Sie rissen Christi heiligen Leib in Fetzen
– Als ob ihn Juden nicht genug zerissen –
[V. 474f.]

Mehr als Schwank denn als erbauliches Exemplum angelegt ist die Erzählung des Schiffsherrn rund um einen gerissenen lebenslustigen Mönch, der sich durch raffinierten „cash flow“ einen Gratisbeischlaf bei der Gattin seines Freundes verschafft.

Schließlich die Erzählung der Priorin, die – passenderweise muss man sagen – eine klassische antisemitische Geschichte erzählt. Ein siebenjähriger Junge wird wegen seiner Marienverehrung heimtückisch ermordert. Vorwürfe dieser Art lösten immer wieder Pogrome aus:

Unser Erzfeind, Schlange Satanas,
Ihr Wespennest ist in der Juden Brust […]
[V. 558]

Geoffrey Chaucer: Die Canterbury Erzählungen (Insel)

Abaelard und Heloise: Liebesbriefe

Die Kultur- und Geistesgeschichtsschreibung greift gerne auf Vereinfachungen zurück. So liest man in vielen Büchern von der Rückkehr des Individuums in der Renaissance. Wer daran zweifelt, dass es auch im Mittelalter ausgeprägte Individualisten gegeben hat, kennt Peter Abaelard (1079-1142) noch nicht. Selbstverständlich war er im mittelalterlich-theologischen Weltbild verhaftet, aber er hatte keine Angst, diesen Rahmen zu sprengen. Das trug ihm eine Verurteilung durch das Konzil in Sens 1140 ein, welches seine Widersacher anstrengten. Abaelards polemischer Skeptizismus war für diese Zeit sehr ungewöhnlich. Sein wichtigster philosophischer Beitrag war jedoch die Widerlegung des naiven ontologischen Realismus, der in der Frühscholastik des 11. Jahrhunderts tonangebend war. Abaelard wies so erbarmungslos auf dessen absurde logische Konsequenzen hin, dass er diese Position bis zum Ende des Mittelalters diskreditierte. Ob er allerdings der radikale Nominalist war, zu dem ihn viele Philosophiehistoriker stilisieren, ist bis heute offen. Es ist nämlich ein Fehlschluss, von seiner Ablehnung des Ultrarealismus auf seine Position eines radikalen Nominalismus zu schließen, da er selbst wenig darüber schrieb.

Diesen bedeutenden Beitrag zum Universalienproblem würdigen die wenigen Philosophiehistoriker, die sich für diese Dinge interessieren. Weltberühmt wurde Abaelard in der Bücherwelt dagegen durch seine bis heute bekannte Liebesgeschichte mit seiner Schülerin Heloise, wo sich sein Nachhilfeunterricht schnell auf Sex spezialisierte. Die Folgen sind bekannt: Der Onkel der Heloise organisierte eine erfolgreiche Strafkastration und die beiden kamen bis zum Ende ihres Lebens nicht mehr voneinander los.

Wir wissen das und vieles mehr aus Abaelards Historia Calamitatum, welche auch die Neuübersetzung der Liebesbriefe durch Hans-Wolfgang Krautz einleitet. In dieser Autobiographie in Briefform, die in der Tradition Senecas als Trostbrief an einen Freund konzipiert ist, bekommen wir einen ungeschönten Bericht über Abaelards Leben. Von den Universitätsintrigen bis zum Liebesspiel mit Heloise. Diesem ersten Brief folgen noch vier weitere, je zwei von Heloise an Abaelard und dessen Antworten. Man wird Zeuge einer erstaunlichen sexuellen Leidenschaft, die groteskerweise mit ausführlichen theologischen Überlegungen eingenebelt wird. Die drei restlichen Briefe, Nummer fünf bis acht, sind in der neuen Manesse-Ausgabe nicht abgedruckt, weil sie sich fast nur mit Theologie beschäftigen.

Abaelard und Heloise: Liebesbriefe. (Manesse)

Dante neu übersetzt

In der Welt vergleicht Maike Albath in einer Rezension zwei neue Übersetzungen der Göttlichen Komödie.

Zur Notiz über diese beeindruckende Buch.

Textkritik des Koran

Von allen grundlegenden Texten der großen Weltreligionen ist der Koran bisher am schlechtesten philologisch erforscht. The Economist erläutert in einem informativen Artikel den Stand der Bemühungen:

Meanwhile, scholars in Europe, stimulated by the manuscripts in great European libraries, are working hard to find out how and when the Koran’s written form was standardised. In America more effort has gone into relating the Koran to what is known from other sources about political and social history. Patricia Crone, of America’s Institute for Advanced Study, once argued that Islam originated in a revolt by Semites against Byzantine and Persian power. She has revised her views, but copies of her 1977 book “Hagarism” change hands for hundreds of dollars.

A burst of new Koranic scholarship erupted at SOAS in the 1980s. These days, it is one of several British campuses where scholars say they find it hard to get funding for work that threatens orthodoxy—a change they ascribe to the influence of conservative Saudi donors. But in France, the home of literary theory, and Germany, the fatherland of textual analysis, free-ranging study of the Koran continues. If you want to argue that partial versions of Hebrew and Christian stories are visible in the Koran, or that its historical portions are inaccurate, nobody will stop you.

Dante: Die Göttliche Komödie

Diese Notizen schrieb ich Ende 2004 / Anfang 2005 und fasse sie hier zur besseren Lesbarkeit in einem Artikel zusammen.

Hölle

Als Leseausgabe verwende ich die schöne bibliophile Ausgabe von Faber & Faber. Drei schön gestaltete, großformatige Bände mit Illustrationen Monika Beisners. Die Übersetzung Karl Vosslers ist ausgezeichnet lesbar. Anmerkungen und Erläuterungen sind hilfreich am Rande des Lesetextes untergebracht. Kurz: eine der beeindrucksten Klassikereditionen der letzten Jahre.

Sich Dantes Welt zu nähern bedarf einer gewissen Umsicht. Einige antike Autoren (Vergil, Ovid) sollte man präsent haben, die Bibel ebenso. Mit dem Mittelalter auf guten Fuß zu stehen, schadet naturgemäß nichts, wobei hier Schwerpunkte auf Theologie und die Geschichte Italiens (Florenz!) zu empfehlen wären. Eine Menge an Voraussetzungen sollte man also mit auf die Lesereise nehmen, wenn man sich einem der Höhepunkte der Weltliteratur nähert.

Wie sehr die “Göttliche Komödie” aus dem zeitgenössischen Schrifttum herausragt, zeigt ein Blick auf die mittelhochdeutsche Literatur. Wie im 18. Jahrhundert als vor allem die englischen Autoren in Sachen Roman ihren deutschen Kollegen weit voraus waren, können die deutschen Texte des Mittelalters – trotz aller Vorzüge – ästhetisch und intellektuell an Dantes Werk nicht heranreichen, vielleicht mit Ausnahme der kritischen Brillanz des Gottfried von Straßburg.

Dantes Meisterschaft setzt sich aus vielen Leistungen zusammen, wovon die Etablierung einer neuen Literatursprache selbstverständlich nicht die geringste ist. Hervorzuheben ist auch die Synthese höchst unterschiedlicher Bereiche in ein Sprachkunstwerk. Dies läßt sich an der “Hölle” gut demonstrieren. Dantes Hölle wird von zwei unterschiedlichen Quellen gespeist. Die drastische Darstellung der Höllenqualen, denen die Göttliche Komödie einen großen Teil ihrer “Popularität” verdankt, speist sich aus volkstümlichen Höllenvorstellungen. Diese Volkshölle entstand in der Spätantike wie man in diversen apokryphen Schriften nachlesen kann (Apokalypsen des Petrus’ und Paulus’ beispielsweise), und die bis ins Hochmittelalter größte Popularität erreichte. Die zweite Quelle war theologischer Art. Seit den Kirchenvätern gab es zahlreiche Höllensystematisierungsversuche. Denn auch wenn die Höllenqualen an sich die intellektuellen Propagandisten der Nächstenliebe nur in den seltensten Fällen störte, sollte die Folter doch wenigstens in einem elegantem theologischen System gründen.

Dante spannte nun diese beiden Welten zusammen, indem er den Höllensadismus der religiösen Volkskultur literarisch brillant verarbeitete, diese Hölle aber mit der bekannten systematischen Geographie versah, die sich aus theologischen Quellen speiste.

Agiert der Autor hier “mittelalterlich” im besten Sinn, finden sich auch Aspekte, die auf die Renaissance vorausweisen. Die Respektlosigkeit, mit welcher der Autor die zeitgeschichtliche Prominenz (Päpste, Kaiser, Honoratioren aller Sparten) in die Hölle versetzt, ist von erfrischender Frechheit. Der die Höllenkreise hinabsteigende Dante (als literarische Figur!) ist viel näher am Renaissancemenschen als an den typologisierten Heldenfiguren, die sonst in der Literatur des Mittelalters ihr heroisches Unwesen treiben.

Es braucht viel Zeit, sich auf Dantes Werk und Welt einzulassen. Was aber könnte man mit seiner Zeit Bessereres anfangen? :-)

Fegefeuer

In vieler Hinsicht setzt das Purgatorio die Hölle fort: Während die Höllenkreise trichterförmig ins Erdinnere verlaufen, sind die sieben Kreise des Fegefeuers spiegelbildlich auf einem Berg angeordnet. Das eigentliche Purgatorio beginnt bei der Hälfte des Berges, den der Held immer noch in Begleitung Vergils besteigt. In der unteren Hälfte befindet sich das Antipurgatorio, in dem Sünder, die aus diversen Gründen zu spät bereuten, auf den Einlass ins Fegefeuer warten.

Die Läuterung der Sünder erinnert ebenfalls an die Hölle. Zugegeben, die Strafen sind cum grano salis weniger brutal. Dazu kommt eine – in der ewigen Verdammnis unnötige – didaktische Komponente: Den Büßenden werden Beispiele tugendhaften Verhaltens vor Augen geführt, passend zur eigenen Lasterkategorie versteht sich. Die Stolzen etwa dürfen sich an Marmorbildern (die bildende Kunst hält Einzug!) ergötzen, die Szenen der Demut zeigen. Die Zornigen werden mit Sanftmutsvisionen geplagt …

In den sieben Kreise des Purgatorio trifft unser metaphysischer Bergsteiger auf die Stolzen, die Neider, die Zornigen, die Trägen, die Geizhälse und Verschwender, die Schlemmer und schließlich die Wollüstigen.

Die letzten Gesänge des Fegefeuers spielen bereits im irdischen Paradies und die lang ersehnte Beatrice hat ihren Auftritt. Der Abstraktionsgrad des Textes nimmt signifikant zu. Theologische Themen und Allegorien treten in den Vordergrund und kündigen bereits den dritten Teil der Commedia inhaltlich an. Ohne Thomas von Aquin bei der Hand zu haben, dürfte sich die Ergiebigkeit der Lektüre in Grenzen halten.

Paradies

Schon am Ende des Purgatorio zeigte sich ein zunehmender Abstraktionsgrad. Die Gesänge des Paradieses sind durchsetzt mit theologischen Erörterungen. Angesichts der zahlreichen Kirchenväter, Heiligen, Kreuzritter und biblischen Gestalten kann das nicht weiter überraschen: Worüber sonst sollten sie reden?

Das künstlerische Wagnis, welches Dante mit diesem Teil eingeht, beschäftigt ihn an verschiedenen Stellen. So klagt er immer wieder über die mangelnde Fähigkeit, das Erfahrene in passende Worte zu kleiden. Seltsam mutet in diesem Zusammenhang das Anrufen antiker Götter (!) an, die ihm literarisch im christlichen Paradies beistehen sollen:

O mein Apoll, zum letzten Meisterstück
schenk mir von deiner Kraft so viel, daß ich
bei dir des Lorbeerpreises würdig werde.
[1. Gesang]

Lorbeer ist ein wichtiges Stichwort, Dante verspricht sich nämlich eine politische Wirkung seines Meisterwerks: die Rückkehr nach Florenz:

und will als Dichter dort den Kranz empfangen
[25. Gesang]

Überblickt man die Gesamtkonstruktion der Commedia, ist die Hypothese naheliegend, dass Dante die “Abgehobenheit” des letzten Teil als ästehtisches Mittel benutzte, um die geistige Entfernung des Irdischen vom Göttlichen auszudrücken.
Diese Entfernung hinderte ihn aber nicht daran, saftige Moralpredigen einzubauen:

Unsinnige Verstrickung irdischer Sorgen,
wie mangelhaft eure Gedankenkünste,
daß ihr die Flügel kaum vom Boden hebt!
In Rechtsgeschäfte, in Gesundheitslehre,
in Pfründenwesen, in Regierungsssachen
verfangen mit Gewalt und Klügelei […]
[11. Gesang]

Neben dem allgemeinen Publikum kommen vor allem korrupte Kleriker zum Handkuss. Die Gründer der großen Ordnen klagen über die Dekadenz. Als Beispiel Benedikt:

Die Mauern, die ein Kloster waren, sind
nun Diebeshöhlen, und die Kutte ist
ein voller Sack mit faulem Mehl geworden.
[22. Gesang]

Petrus empört sich über seine päpstlichen Nachfolger:

die Stätte meines Grabs hat er entweiht
zu einem Pfuhl des Blutes und Gestankes
dem Abgefallenen zum Trost dort unten.
[27. Gesang]

Für den heutigen Leser bildet diese Kirchenkritik einen wichtigen Gegenpol zur allgemeinen Christentumsvergötterung Dantes. Zumal die Kritik so scharf ist, dass sie an Luther erinnert. Sogar der Ablasshandel kommt explizit zur Sprache.

Dante streut immer wieder autobiographische Bezüge ein, so sein berühmte Klage über das Exil:

Wirst alles Liebe, wirst dein Teuerstes
verlassen müssen: dieses ist die erste
von der Verbannung dir geschlagne Wunde;
und wirst erfahren, wie das Brot der Fremde
so salzig schmeckt, und wie die fremden Treppen
hinab hinan ein hartes Steigen ist.
[17. Gesang]

Die Geographie des Himmels orientiert sich an den damals bekannten “Sternen” (Planeten). Die Bewohner sind Lichtgestalten und die Licht- und Feuermetaphorik dient Dante als wichtigstes Mittel zur Beschreibung des Paradieses und dessen Bewohner. Manchmal bilden die Lichter Symbole nach (einen Adler und eine Leiter beispielsweise). Göttliche Neonreklame.

Was den theologischen Gehalt angeht, orientiert sich Dante weitgehend an der klassischen Scholastik. Leider erreicht er oft nicht logische Klarheit eines Thomas von Aquin. Ein komprimierteres Weltbild des Mittelalters wird man jedenfalls schwerlich finden.

Das gilt für die “Commedia” insgesamt, weshalb ich sehr froh bin, mich in den letzten Monaten ausführlich mit dem Buch beschäftigt zu haben: Es lohnt sich. Allerdings reicht ein Lesedurchgang bei weitem nicht aus. Früher oder später wird eine zweite Runde folgen.

Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie (Reclam)

Dantes Vision

Dommuseum 8.11.

Wenn ich irgendwo „Dante“ lese, renne ich natürlich sofort in diese Richtung, selbst wenn sie mich ins Wiener Dommuseum führt. Die Göttliche Komödie zählt zu meinen Lieblingsbüchern, einige Notizen darüber gibt es selbstverständlich auch.

Ziel der Ausstellung mit dem Untertitel Durch die Hölle zum Licht ist es, künstlerische Auseinandersetzungen mit dem berühmten Buch aus dem 20. und 21. Jahrhundert zu zeigen. Im Mittelpunkt steht der Zyklus des deutschen Malers Theodor Zeller (1900 – 1986). Dessen figürliche Ästhetik wird freilich weder der Großartigkeit des Textes noch der Komplexität von dessen Inhalten gerecht. Es handelt sich um eine unreflektierte Illustrationsmalerei, welche die Grenze zum Kitsch nicht nur streift.

Ganz anders die wenigen Arbeiten des Russen Valery Kharitonov. Hier ist die Hölle so plastisch auf die Leinwand gebracht, dass sie teilweise wegen des dicken Farbauftrags reliefartig wirken. Wenigstens witzig sind die Bilder Markus Vallezas. So versucht er beispielsweise das Paradies in einer einzigen, hoch verdichteten Radierung zusammenzufassen, wobei die einzelnen Stationen durchnummeriert sind. Er nennt das Werk Himmelspizza.

Der Besuch der Ausstellung ist vor allem aus Meta-Interesse empfehlenswert. Zumindest mir war diese – teils fragwürdige – Art der Dante-Rezeption bisher unbekannt. Gleichzeitig bekommt man einen kunsthistorischen Einblick, wie weit heruntergekommen die katholische Kunst des 20. Jahrhunderts sein muss, wenn Maler wie Theodor Zeller auf das Podest gehoben werden müssen. Eine erbärmliche Sache, wenn man bedenkt, welche Meisterwerke der Katholizismus vom Mittelalter bis zum Barock inspirierte. (Bis 28.1.)

Harold Bloom

The Western Canon The Books and School of the Ages. (Riverhead Books)

Bloom ist ein großer Kenner, wenn es um Klassiker geht. Seine von der Psychoanalyse inspirierten literaturtheoretischen Vorstellungen sind aber sehr fragwürdig. Man liest Bloom also am besten als Leser und als Polemiker, nicht als Literaturwissenschaftler. Polemiker deshalb, weil er an der postmodernen Umgestaltung der Literaturinstitute in den USA kein gutes Haar läßt, und sogar das Ende des substanziellen Literaturunterrichts in den USA ausruft.

The Western Canon ist deshalb als eine Art Nachruf auf den Kanon konzipiert. Der Anhang enthält eine umfangreiche Empfehlungsliste mit Klassikern der Weltliteratur. Im Zentrum des Kanons steht für Bloom Shakespeare, der als Bezugspunkt implizit und explizit immer präsent ist. Blooms Klassikerlektüre ist immer dann sehr interessant, wenn es um konkrete Beobachtungen und das Herstellen von Bezügen geht. Je mehr er in (s)eine Form des Interpretierens hineinrutscht, desto fragwürdiger werden die Kapitel. Meine Empfehlung wäre, diese Passagen einfach zu überblättern, und sich die Perlen aus den jeweiligen Kapiteln herauszusuchen.

Das Pathos, mit dem Bloom die Lektüre von Klassikern preist, ist mir naturgemäß nicht unsympathisch. Von den gängigen postmodernen Literaturtheorien halte ich genausowenig wie Bloom, was sich in meinem Essay Die Errungenschaften der Postmoderne als Theorie nachlesen läßt. Bei seiner Kanonauswahl dominieren, wenig überraschend, angelsächsische Klassiker. Insgesamt ein für Klassikerfreunde sehr anregendes Buch, wenn man Bloom nicht jede interpretatorische Eskapade durchgehen läßt.

Mein Privatkanon

Letzte Aktualisierung: 6. Juli 2013

Hier also die Liste meiner Lieblingsklassiker inklusive der Verlinkung auf die ensprechenden Notizen. Kurz: Es handelt sich um meine dringendsten Leseempfehlungen. Zuletzt nahm ich Balzacs Verlorene Illusionen in diesen illustren Kreis auf!

In den Bibliomanen Betrachtungen beschreibe ich meine derzeitigen Lesegewohnheiten. Was Lektüre zum Tagesgeschehen betrifft, verweise ich auf Was soll man lesen?.

Bibel – [Notiz]
Homer: Die Odyssee – [Notiz]
Herodot: Historien – [Notiz]
Aischylos: Orestie
Sophokles: König Ödipus; Antigone
Thukydides: Geschichte des peloponnesischen Kriegs – [Notiz]
Platon: Der Staat – [Notiz]
Aristoteles: Nikomachische Ethik
Ovid: Metamorphosen – [Notiz]
Augustinus: Der Gottesstaat – [Notiz]
Dante: Göttliche Komödie – [Notiz]
Montaigne: Essais – [Notiz]
Shakespeare: Tragödien – [Notizen]
Cervantes: Don Quijote – [Notiz]
Sterne: Tristram Shandy [Notiz]
Moritz: Anton Reiser
Schiller: Don Karlos; Wallenstein; philosophisch-ästhetische Schriften – [Notizen]
Goethe: Briefwechsel mit Schiller – [Notiz]
Goethe: Faust – [Notiz], Wahlverwandtschaften – [Notiz]
Balzac: Verlorene Illusionen [Notiz]
Flaubert: Madame Bovary
Dostojewskij: Die Brüder Karamasow – [Notiz], Böse Geister
Joyce: Ulysses – [Notiz]
Kafka: Erzählungen, Der Proceß
Thomas Mann: Buddenbrooks – [Notiz], Zauberberg, Josephs Romane – [Notizen], Dr. Faustus
Musil: Mann ohne Eigenschaften – [Notiz]
Doderer: Strudlhofstiege – [Notiz]
Thelen: Die Insel des zweiten Gesichts – [Notiz]
Johnson: Jahrestage – [Notiz]
Bernhard: Auslöschung – [Notiz]

Danteworlds

Das Britannica-Blog berichtet über das neue Multimedia-Projekt  „Danteworlds“ der University of Texas. Möge es helfen, dass Dante wieder mehr gelesen wird…

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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