Kategorie: 20. Jhd. (Philosophie)

Über Wahrheit

Diesem Thema nimmt sich Bernard Williams in seinem neuen Buch „Truth and Truthfulness: An Essay in Genealogy“ an. Colin McGinn wiederum rezensiert* es in der New York Review of Books Nr. 6/2002. Da heutzutage kaum ein Begriff mehr missverstanden wird als ‚Wahrheit‘ sei McGinns kurze Zusammenfassung zitiert: Williams argues that truth is both indispensable to…
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Popper und die analytische Philosophie

In den letzten Jahren ist der Wiener Kreis verstärkt in den Blick der philosophiehistorischen Forschung gerückt. Das ist sehr erfreulich, handelt es sich dabei doch um eine der spannendsten intellektuellen Unternehmungen des letzten Jahrhunderts. Anstatt der sonst weit verbreiteten philosophischen Vorgehensweise (habilitierter Guru sammelt mit esoterischen Wortspenden Schüler um sich, die seine Lehre dann mit…
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Charles Rosen über T.W. Adorno

Rosen darf wohl ohne viel Übertreibung zu den wichtigsten Musikgelehrten des letzten Jahrhunderts gezählt werden, spannend also, was er über Adornos musiktheoretische Werke zu sagen hat. Sein langer Essay ist in der New York Review of Books Nr. 16/2002 nachzulesen („Should We Adore Adorno?“*). Die wenigen Komplimente an der Oberfläche sollten einen nicht täuschen: Rosen…
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Lob der Logik

John Dewey hat eines seiner wichtigsten Bücher schlicht „Logik“ genannt. Bei Suhrkamp ist es nun auf Deutsch erschienen. Nicht nur Christoph von Wolzogen findet dies in der „Welt“ sehr beachtlich.

Karl Popper

Zum 100. Geburtstag gibt es eine Reihe von Aktivitäten, so einen Kongress in Wien [ORF] und Sonderausgaben seines Verlages. Seine Bedeutung als Philosoph wird von vielen Geisteswissenschaftlern nach wie vor unterschätzt. Das hängt zu einem guten Teil mit dem mangelnden Verständnis der modernen Naturwissenschaften zu zusammen, auf der Poppers wohl größte Leistung, seine Anfang der…
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Ironielose Postmoderne

Wer Woody Allens „Deconstructing Harry“ sah, wird sich daran erinnern, mit welch feinen Ironie er am Ende diese „Denk“-„Methode“ behandelt: In Wahrheit seien Harrys Romanfiguren ja alle sehr lustig (statt des Gegenteils) merkt eine Studentin altklug an, sie habe das bei der Dekonstruktion seiner Bücher festgestellt. Ironie ist offenbar eine Kategorie, die man innerhalb der…
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Neues zur Erkenntnistheorie

Es gibt sie immer noch, jene monomanen Philosophen, die unbeeindruckt von akademischen Gewohnheiten ihren Forschungen nachgehen. Einer davon ist Brian O’Shaughnessy, der mit „Consciousness and the World“ (Oxford University Press) 700 engbedruckte Seite zu diesem Thema vorlegt. Thomas Nagel hat es für die New York Review of Books (6/2002) rezensiert*, zeigt sich vom Detailreichtum der…
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Thomas Nagel über den Subjektivismus

Die These „Alles ist subjektiv“ muß unsinnig sein, denn sie müßte ihrerseits entweder subjektiv oder objektiv sein. Objektiv kann sie aber nicht sein, denn sonst wäre sie im Falle der Wahrheit falsch. Subjektiv kann sie auch nicht sein, denn sonst würde sie keine objektive Behauptung ausschließen, unter anderem auch nicht die Behauptung, daß sie selbst…
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Die Untiefen der “Wissenschaftssoziologie”

Bruno Latour gebührt die zweifelhafte Ehre, besonders dumme Dinge über die Naturwissenschaften geschrieben zu haben. Im Rahmen der Alan-Sokal-Debatte lieferte Latour dankbare Beispiele dieser speziellen Form geisteswissenschaftlicher Ignoranz. Auch sein neues Buch scheint eher eigenartige Thesen zu vertreten, was Jörg Lau in der „Zeit“ ohne Mühe nachweisen kann: Bescheidwisser in der Politik.

Leopold Federmair: Früchte der Resignation

„Zu Fritz Mauthner“ Literatur und Kritik Juli 2001 Ein lesenswerter Essay über Fritz Mauthner, der als Sprachkritiker auf eine Reihe von nicht nur österreichischen Philosophen gewirkt hat. Nach wie vor interessant ist sein „Philosophisches Wörterbuch“, zu dem Mauthner u.a. vom berühmten Wörterbuch des Aufklärers Pierre Bayle (1647-1706) angeregt wurde. Bemerkenswert ferner seine vierbändige „Geschichte des…
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