Kategorie: Renaissance (Klassiker)

Gelehrte aus der frühen Neuzeit

Wer sich für die Kulturgeschichte der frühen Neuzeit interessiert, und wer tut das nicht, wird an dem neuen „Handbuch Gelehrtenkultur der Frühen Neuzeit“ seine Freude haben, das Burkhard Dohm kenntnisreich rezensiert.

Don Quijote sekundär

In der Oxford University Press ist ein neuer Sammelband mit Aufsätzen über dieses großartige Buch erschienen, für den Juni auch als Paperback angekündigt.

Shakespeare biographisch

Glaubt man den Rezensionen, legte Stephen Greenblatt mit „Will in the World: How Shakespeare Became Shakespeare“ eine vorzügliche Biographie vor. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da Greenblatt als Begründer des new historicism einem biographischen Ansatz theoretisch denkbar fern stehen sollte. Einen ausführlichen Aufsatz zum Buch verfasste Adam Gopnik im New Yorker: „Will Power. Why…
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Cervantes: Don Quijote de la Mancha

Die Faszination dieses Romans auf die lesende Menschheit ist enorm. Die unerschöpfliche Vielfältigkeit der Themen, die das Buch durchflutende Intelligenz des Verfassers, der Einfallsreichtum en gros und en detail dürften einen wesentlichen Anteil an dieser Wertschätzung haben. Die des Spanischen Kundigen preisen die Verwendung unzähliger spanischer Sprachregister, was sich meiner Beurteilung allerdings verschließt. Die gerade…
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Bruno Frank: Cervantes [Auswahl]

Ullstein TB (Amazon Partnerlink) Ebenfalls Pech hatte ich mit dem angeblichen Hauptwerk Bruno Franks. Der Roman erschien 1934 und ist in einem auch für zeitgenössische Maßstäbe unerträglich verzopften Stil geschrieben. Mit viel gutem Willen las ich die Hälfte, aber dann war selbst das Metainteresse für Cervantes nicht mehr ausreichend, um mir diese Schnörkelsätze länger zuzumuten.…
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The I Tatti Renaissance Library

Eines der beneidenswerten Buchprojekte im angelsächsischen Raum, kann inzwischen eine Reihe von Editionen vermelden. Darunter Marsilio Ficinos „Platonic Theology“ (3 Bände) und Leon Battista Albertis „Momus“. [Siehe auch den „Notizen-Eintrag vom 16. Oktober 2006: Die Renaissance in einer neuen Edition]

“Shakespeare, Stage or Page?”

So der Titel des Aufsatzes von James Fenton in der The New York Review of Books 6/2004, in dem er einen Überblick über den aktuellen Stand dieser Debatte gibt. The opposite view became well entrenched by the end of the twentieth century. No longer was it an open question whether certain of Shakespeare’s plays were…
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Shakespeare: Hamlet

Burgtheater Regie: Klaus-Maria Brandauer Hamlet: Michael Maertens Ophelia: Birgit Minichmayr Claudius: Robert Meyer Eines kann man der Burgtheater Dramaturgie nicht vorwerfen: Mangelnde Kohärenz. Nachdem Klaus-Marie Brandauer in „Cyrano de Bergerac“ zeigen konnte, was ein schlechter Schauspieler ist, durfte er nun als Regisseur ein komplettes Stück ruinieren. Nicht irgendeines selbstverständlich, nein, ausgerechnet „Hamlet“ musste es sein.…
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Shakespeare im Kaukasus

Neal Ascherson publizierte in der New York Review of Books 18/2003 einen sehr lesenswerten Aufsatz* über den Krieg zwischen Armenien und Aserbaidshan und fühlt sich an die Welt Shakespeares erinnert: Characters from his plays infest the Caucasus: heroes of stainless nobility and courage, villains steeped in treachery and cruelty, clowns and conquerors, fools in love…
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Shakespeare: König Lear [3.]

Wagenbach (Amazon Partnerlink) Es gibt zwar blutrünstigere Tragödien des englischen Dramatikers, doch die beklemmende Düsterkeit des „King Lear“ hat eine besondere Qualität. Die verhängnisvolle Ereigniskette wird durch den irrationalen Starrsinn und Realitätsferne des Protagonisten selbst ausgelöst. Die Wirklichkeit holt ihn schließlich in Form seiner beiden undankbaren Töchter ein, die sicher zu den unerfreulichsten Figuren gehören,…
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