Burgtheater 03.03. 26
Regie: Bastian Kraft
Bühnenbild: Peter Baur
Mit: Jörg Ratjen, Maresi Riegner, Jonas Hackmann, Markus Meyer, Justus Balamohan Maier, Gunther Eckes, Paul Basonga, Andrea Wenzl, Stefanie Dvorak, Dietmar König.
Nach seiner exzellenten Katharina Blum kürzlich (zur Notiz), konnte mich der neue Nestroy des Bastian Kraft nicht überzeugen. Die erste Zeit war ich noch unentschlossen, weil die Inszenierung ihre Idee, das Stück quasi in 2D spielen zu lassen, exzellent umsetzt. Der Probenaufwand muss enorm gewesen sein. Auch der Videoteil wird wieder innovativ und kompetent eingesetzt. Aber diese farbliche Grellheit lässt mich mehr ratlos als begeistert zurück, und ein großer Freund von Musiknummern auf der Bühne war ich ohnehin noch nie.
Das Stück thematisiert zwar die sozialen Verwerfungen durch Ungleichheit gut, aber das happy ending nimmt naturgemäß der politischen Kritik die Schärfe.