Musikverein 16.01. 26
Daniel Harding, Dirigent
Richard Strauss
Don Juan. Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester, op. 20
Joseph Haydn
Symphonie f-Moll, Hob. I:49, „La passione”
– Pause –
Richard Strauss
Don Quixote. Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters, op. 35
Als ich vor 26 Jahren nach Wien zog, fasste ich den Entschluss, mir ein Abonnement der Wiener Philharmoniker zu besorgen. Im September 2025 bekam ich endlich den Anruf – nach etwa 10 Jahren auf der Warteliste. Ab sofort sind also sieben Konzerte mit den Wiener Philharmonikern pro Saison fixer Bestandteil meines Kulturprogramms.
Das erste meiner Abo-Konzerte war also am Freitag. Ich hörte das Orchester in den letzten Jahren primär in der Wiener Staatsoper, wo die orchestrale Qualität bei Repertoire-Aufführungen stark schwankt, und hatte fast schon vergessen, wie perfekt die Wiener spielen können. Daniel Harding ist aber auch einer jener Dirigenten, die sich um jedes Detail kümmern.
Die Zusammenstellung des Programms war optimal. Nach dem bekanntesten Werk des jungen Richard Strauß folgte als Ohrenreiniger, die wohl düsterste Symphonie von Joseph Haydn, insofern seine klassischen Kompositionen überhaupt düster sein können. Vermutlich handelt es sich tatsächlich um jenes Orchesterwerk, das in Sachen Expressivität am besten zur Musik des Richard Strauß passt, zumal es auch formal innovativ mit einem langsamen Satz startet.
Nach der Pause dann der abwechslungsreiche Don Quixote. Orchestral auch insofern ein dankbares Stück, als viele Solisten zum Zuge kommen und die jeweiligen Musiker im Orchester damit glänzen können. Nach diesem Abend bin ich sehr motiviert auf die vielen weiteren Konzerte mit den Wienern.