Handke: Kaspar

Akademietheater 11.1. 24

Regie: Daniel Kramer
Bühnenbild: Annette Murschetz

Kaspar: Marcel Heuperman
Einsager*innen: Laura Balzer, Stefanie Dvorak, Jonas Hackmann, Markus Scheumann

Kaspar ist ein experimentelles Stück des frühen Handke mit dem Fokus auf sprachphilosophische Fragestellungen: Wie hängen Sprache und Erkenntnis zusammen? Sprache und Macht? Was passiert eigentlich mit einem, wenn man Teile der Welt benennt?

Daniel Kramer inszeniert das in einer Art Overdrive, von an Horrorfilm-Ästhetik gemahnende Einsager*innen bis hin zu fulminanten Musik- und Videoeinlagen. Groteske Kostüme? Aber ja! Das ist immer wieder „intrinsisch“ gut gelungen, legt aber den Verdacht nahe, dass dieses wilde Spektakel primär deshalb veranstaltet wird, weil man sich vor der „langweiligen“ Intellektualität des Textes auf der Bühne fürchtet.

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