Schlagwort: Analytische Philosophie

Geschichte der analytischen Philosophie

Scott Soames legt eine 900seitige Geschichte der analytischen Philosophie in zwei Bänden vor, eine sehr erfreuliche Anstrengung, die von Richard Rorty besprochen wird.

Philosophische Spitzen

„Heute ist Herr Neurath willens, uns ein Referat über die Einheitswissenschaft zu halten. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass das jemand interessiert, bitte ich Herrn Neurath, trotzdem nun zu sprechen.“ Moritz Schlick coram publico über seinen nicht gerade befreundeten Wiener-Kreis-Kollegen Otto Neurath. „Solchen Mist haben Sie in Ihrer Bibliothek? Glauben Sie, dass ich noch…
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Die Tücken der Literaturtheorie

Joachim Eberhardt hat eine vorzügliche Besprechung von Achim Geisenhanslückes „Einführung in die Literaturtheorie“ (WBG) geschrieben. Hervorzuheben ist besonders, dass Eberhardt auch die wichtigen Diskussionsbeiträge der analytischen Philosophie dazu kennt, was nach wie vor die große Ausnahme und leider immer noch nicht die Regel ist.

Adorno und der “Positivismus”

Adorno genießt wieder zunehmendes Ansehen, was wohl damit zusammenhängt, dass unpräzises Assozieren mit punktueller verbaler Brillanz in hohem Ansehen bei Leuten steht, die nie einen elementaren Logikkurs besuchten. Unerträgliche Begriffsdehnungen wie ‚Aufklärung‘ in „Dialektik der Aufklärung“, dessen Extension von den Taten des Odysseus bis zu den Konzentrationslagern reicht, führt immer noch zu Bewunderungsausbrüchen anstatt zu…
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Über Wahrheit

Diesem Thema nimmt sich Bernard Williams in seinem neuen Buch „Truth and Truthfulness: An Essay in Genealogy“ an. Colin McGinn wiederum rezensiert* es in der New York Review of Books Nr. 6/2002. Da heutzutage kaum ein Begriff mehr missverstanden wird als ‚Wahrheit‘ sei McGinns kurze Zusammenfassung zitiert: Williams argues that truth is both indispensable to…
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Popper und die analytische Philosophie

In den letzten Jahren ist der Wiener Kreis verstärkt in den Blick der philosophiehistorischen Forschung gerückt. Das ist sehr erfreulich, handelt es sich dabei doch um eine der spannendsten intellektuellen Unternehmungen des letzten Jahrhunderts. Anstatt der sonst weit verbreiteten philosophischen Vorgehensweise (habilitierter Guru sammelt mit esoterischen Wortspenden Schüler um sich, die seine Lehre dann mit…
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Lob der Logik

John Dewey hat eines seiner wichtigsten Bücher schlicht „Logik“ genannt. Bei Suhrkamp ist es nun auf Deutsch erschienen. Nicht nur Christoph von Wolzogen findet dies in der „Welt“ sehr beachtlich.

Karl Popper

Zum 100. Geburtstag gibt es eine Reihe von Aktivitäten, so einen Kongress in Wien [ORF] und Sonderausgaben seines Verlages. Seine Bedeutung als Philosoph wird von vielen Geisteswissenschaftlern nach wie vor unterschätzt. Das hängt zu einem guten Teil mit dem mangelnden Verständnis der modernen Naturwissenschaften zu zusammen, auf der Poppers wohl größte Leistung, seine Anfang der…
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Thomas Nagel: Das letzte Wort

Der New Yorker Philosoph nimmt in diesem kleinen Buch dezidiert Stellung zu den „culture war“, denn er läßt keinen Zweifel daran, dass die Prinzipien der Vernunft im Erkenntnisprozess immer das letzte Wort haben müssen. Dabei greift er einerseits klassische Argumente gegen den Relativismus auf (siehe Zitat), andererseits argumentiert Nagel intrinsisch, indem er zu zeigen versucht,…
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Clive Stroud-Drinkwater: Defending Logocentrism

Philosophy and Literature 1/2001 Schon der Titel des Aufsatzes* ist erfrischend. Der Autor hat sich für eine interessante Taktik entschieden: Ludwig Wittgenstein, Donald Davidson und Thomas Kuhn sind drei Denker, deren Theorien regelmäßig für postmoderne Anliegen zweckentfremdet werden. Stoud-Dinkwater zeigt anhand von drei Beispielen, dass zentrale Ideen dieser Philosophen poststrukturalistischen Grundsatzpostionen widersprechen. * Abstract