20. Jhd. (Klassiker)

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Kafka: Das Schloß

Über Kafka zu schreiben ist gleichzeitig schwierig und leicht. Schwierig, weil bereits alles geschrieben zu sein scheint. Leicht, weil man scheinbar alles über Kafka schreiben kann. Der größte Teil der Kafka-Forschung beruht auf einem großen Missverständnis über das Wesen literarischer Texte. Sie versucht, einen mehrdeutigen (polyvalenten) Text in einen eindeutigen Text zu übersetzen und nimmt ihm damit seine wichtigste literarische Eigenschaft weg. Deshalb zeugen fast alle traditionellen Kafka-Interpretationen von einem grundsätzlichen Unwissen darüber, wie Literatur in Wahrheit funktioniert. Alle theologischen, juristischen und die vielen anderen Ansätze der Kafka-Forschung können nun zwar interessante Puzzlesteine zum Verständnis seiner Werke sein, werden aber nie eine umfassende Sicht auf dieses faszinierenden Oeuvre erreichen. Der richtige literaturwissenschaftliche Ansatz wäre dagegen zu beschreiben, warum und wie Kafkas Texte diese Bedeutungsfülle generieren. Das ist die Kurzfassung meiner literaturwissenschaftlichen Diplomarbeit zu eben diesem Thema.
Nicht-akademischen Kafka-Lesern empfehle ich, sich von diesem Hermeneutikzirkus weitgehend fern zu halten und die Rätselhaftigkeit dieser faszinierenden Wortwelt mit seinen jeweils eigenen Erfahrungen zu erleben. Das Schloß ist noch rätselhafter als Der Prozeß, weil es ein weniger stringentes Handlungszentrum und gleichzeitig als Fragment kein Ende hat. Laut Max Brod wollte Kafka K. am Ende genau dann sterben lassen, wenn er die Aufenthaltsgenehmigung für das Dorf erhält.

Was mich bei der erneuten Lektüre des Romans am meisten fasziniert, ist die von Anfang bis Ende beklemmende Atmosphäre und die beschämende Behandlung der Familie Barnabas. Es sei kurz in Erinnerung gerufen, dass diese Familie im Schloss und im Dorf völlig in Ungnade fällt, weil Tochter Amalia sexuell schmierige Avancen eines Schloßboten zurückweist. Selbst als sich die Familie danach mit dem Versuch finanziell ruiniert, die Gnade des Schlosses wieder zu erlangen, bleibt sie bei ihrer aufrechten Haltung. Damit ist Amalia der aufrichtigste Mensch im Roman und zeigt am meisten Zivilcourage. Die Schilderung Olgas, wie die Barnabas in diese Notlage gekommen sind, gehört nicht nur zu den beklemmendsten Passagen des Romans, sie steht auch prototypisch für die Unterdrückungsmechanismen und opportunistische Kollaboration in autoritären Machtsystemen. Die vom Leser erwartete Reaktion wäre Empörung und Rebellion der Unterdrückten, am besten noch mit einem happy ending. Statt dessen folgt deren schwer erträgliche Unterwürfigkeit und Selbstdemütigung, was die Lektüre noch unangenehmer macht. Amalias Schwester Olgas prostituiert sich schließlich an niedrige Schloßbeamte, damit ihre Familie überhaupt überleben kann. Fast alle Autoritätsfiguren, mit denen K. in Kontakt kommt, verhalten sich inhuman und herablassend.

Ein Teil des Beklemmungsgefühls entsteht einerseits durch erzählerische Mittel, wie die „enge“ personale Erzählperspektive und die oft „bürokratische“ Sprache. Andererseits durch den raffinierten Rahmen des Romans: Eine hypermodern und totalitär agierende anonyme Bürokratie in einem idyllisch-feudalem Setting. Das gequälte, hilflose Individuum einem unverständlich und unmenschlich agierendem Machtapparat gegenüberstehend, ist wohl jener Aspekt, welcher die Leser seit jeher am meisten anspricht, wofür auch die Bedeutung des beliebten „kafkaesk“ spräche. Das Quälende ist immer präsent, wenn im Schloß auch deutlich indirekter als in der brutalen Strafkolonie.

Dieser in einen scheinbar normalem Alltag eingebettete aggressive Anti-Individualismus eines Verwaltungsapparates macht den Kern der Kafkaschen Dystopie aus, und zählt deshalb sicher zum politisch hellsichtigsten, was im 20. Jahrhundert geschrieben wurde. Kafka wird aufgrund der tiefen anthropologischen Verankerung seiner literarischen Autopsie der Moderne auch dann bei seiner Leserschaft noch Beklemmung verursachen, wenn die Dystopien Orwells und Huxleys technisch längst überholt sind.

Truman Capote: In Cold Blood

Es kommt selten vor, dass mich ein Film zur Lektüre eines Klassikers motiviert. Aber nachdem ich Capote (2005) sah, das gelungene Regiedebut des Bennett Miller, wollte ich sofort das Buch lesen, dessen Entstehungsgeschichte der Film beeindruckend ins Bild setzt. 1965 wurde der Titel publiziert nachdem, er im New Yorker vorabgedruckt wurde, und war schnell ein Riesenerfolg. Es wird oft als Roman bezeichnet, obwohl ihm diese Bezeichnung fehlt. Der Untertitel lautet A True Account of a Multiple Murder and its Consequences. Es handelt sich also um Dokumentarliteratur, denn Capote setzt zahlreiche literarische Stilmittel ein. Er selbst sprach von einer „nonfiction novel“. Vieles wird so detailreich geschildert, dass es trotz der vielen Quellen, auf die der Autor Zugriff hatte, nur fiktional sein kann. Diese Ambiguität der Gattung trägt einen großen Teil zum ästhetischen Reiz des Buches bei. Auch sonst lebt es von seiner Vielschichtigkeit, wie das bei allen Klassikern der Fall ist. An der Oberfläche liest sich In Cold Blood sich wie eine brutale Mördergeschichte, in der selbst Splatterelemente nicht fehlen.

1959 wird im idyllischen Westkansas eine angesehene Farmerfamilie, die Clutters, von zwei Einbrechern ermordet. Das fehlende Motiv verblüfft die Bewohner des verunsicherten Städtchens Holcomb nicht weniger als die Polizei. Schließlich werden zwei Verdächtige verhaftet: Perry Smith und Richard Hickock. Das Buch erzählt auf dieser Ebene also die Begehung des Verbrechens und dessen Aufklärung. Damit hätten wir einen passablen Kriminalroman vor uns – nicht mehr. Capote transzendiert diese Handlung aber, indem er Holcomb und die Protagonisten benutzt, um ein fulminantes Porträt des ruralen Amerika zu schaffen. Das Ergebnis ist ein Psychogramm und ein Soziogramm des Nachkriegsamerikas und ergänzt damit beispielsweise Updikes Rabbit-Romane über diese Zeit hervorragend. Er erreicht das nicht nur durch seine gewissenhaft recherchierten und detailreichen Beschreibungen, sondern vor allem auch durch die narrative Konzentration auf die beiden Mörder. Capote gibt den beiden Männern viel Raum. Ihre Erlebnisse vor, während und nach dem Verbrechen werden ausführlich geschildert. Ebenfalls ihre überwiegend schreckliche Kindheit und Jugend. Capote bemüht sich hier merklich um Objektivität, was eine gewisse Identifikation des Lesers mit den beiden zulässt. Damit erhält das Leseerlebnis zusätzlich eine paradoxe Note.

Schließlich lässt sich In Cold Blood noch aus philosophischer Perspektive lesen, weil sich jede Menge an grundsätzlichen Fragen über Schuld und Sühne sowie das Wesen des Bösen aufdrängen. Insgesamt also eine sehr beeindruckende Lektüre, die jedem Klassikerfreund nur empfohlen werden kann.

Truman Capote: In Cold Blood (Penguin Modern Classics)

Die ersten Bände der neuen Robert-Musil-Ausgabe

Auf die neue Gesamtausgabe der Werke Musils wies ich bereits an anderer Stelle hin. Hier nur der kurze Hinweis, dass nun die ersten beiden dicken Bände erschienen sind. 38 Jahre nach der letzten Edition!

Mann ohne Eigenschaften 1: Erstes Buch, Kapitel 1-75

Mann ohne Eigenschaften 2: Erstes Buch, Kapitel 76-123

Vom großzügigen Satzspiegel her sicher die bisher best lesbare Buchausgabe dieses grandiosen Romans.

Koestler: Sonnenfinsternis

Dieser deutsche Roman, der 1940 zuerst auf Englisch unter dem Titel Darkness at Noon erschien, ist ein Klassiker des politischen Romans und gehört damit in eine Reihe mit Orwells 1984 und Huxleys Brave New World. Auch in Sonnenfinsternis stehen die Auswirkungen des Totalitarismus im Zentrum des Romans, allerdings jener der Gegenwart. Der fiktive Rubaschow war während der russischen Revolution eine wichtige Figur und findet sich plötzlich, wie viele seiner prominenten Kollegen, auf Anordnung Stalins im Gefängnis wieder. Die Handlung kreist um die Vorbereitung seines Schauprozesses. Zuerst verhört in ein alter Bekannter, der dann selbst in die Mühle der stalinistischen Säuberungen gerät. Danach ein amtseifriger jüngerer Fanatiker. Körperlich gefoltert wird er nicht – im Gegensatz zu einem Kronzeugen gegen ihn. Allerdings arbeiten seine Peiniger mit Schlafentzug. Hier gerät nun eine wichtige Ebene des Romans in den Fokus, nämlich was eine totalitäre Ideologie im Kopf eines Menschen anrichtet. Schon die Zeitgenossen wunderten sich über die vielen „freiwilligen“ Geständnisse im Gerichtssaal. Wie es zu dieser „Freiwilligkeit“ kommen kann, führt Koestler in seinem Buch im Detail aus: Zentral ist die Überzeugung auch in diesem Moment noch einen Beitrag für die gute Sache des Kommunismus leisten zu müssen. Das Individuum demütigt sich für eine Utopie und opfert sich selbst für einen vermeintlich höheren Zweck. Psychologisch sind hier ganz ähnliche Muster am Werk wie bei islamistischen Selbstmordattentätern. Die Enttarnung dieser Mechanismen brachte Koestler nach der Veröffentlichung den Hass vieler Kommunisten ein.

Erzählerisch ist Sonnenfinsternis ebenfalls gelungen. Koestler gelingt es nicht nur die psychischen Prozesse seiner Hauptfigur überzeugend darzustellen. Er macht den Charakter Rubaschows auch durch gut ausgewählte Rückblenden plausibel.

An der Oberfläche wird der Roman aktuell bleiben, so lange politische Gefangene in Gefängnisse gesteckt werden, wie in diesen Wochen Zehntausende in Erdogans Türkei. Ein Klassiker bleibt das Buch, weil es das Wesen des Totalitarismus und der menschlichen Psyche seziert – gültig auch für die nächsten Zeitalter der Menschheit.

Ich las eine ältere antiquarische Ausgabe. Letztes Jahr wurde erfreulicherweise ein neues frühes Manuskript des Romans gefunden. Die Details können in folgendem Artikel der New York Review of Books nachgelesen werden: A Different ‚Darkness at Noon‘.

Sonnenfinsternis Roman (Europaverlag)

Die neue Robert-Musil-Ausgabe ab Herbst 2016

2009 erschien die im Wesentlichen von Walter Fanta erarbeitete Klagenfurter Musil-Gesamtausgabe. Sie hat aus Sicht der Leser allerdings einen maßgeblichen Schönheitsfehler: Es handelt sich um eine DVD. So erfreulich die Verfügbarkeit eines zuverlässigen Textes für die Literaturwissenschaft auch sein mag, eines der wichtigsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts muss auch in Buchform verfügbar sein. Diesen Wunsch äußerte ich bereits 2010 in meiner Rezension der digitalen Ausgabe.

Nun ist es endlich soweit! Im Salzburger Jung und Jung Verlag erscheint ab dem Herbst 2016 eine zwölfbändige neue Leseausgabe. Nach meinen Recherchen veröffentliche ich diese Informationen hier exklusiv zum ersten Mal.

Der Editionsplan sieht folgendermaßen aus:

Band 1 – Der Mann ohne Eigenschaften 1 (Herbst 2016)
Band 2 – Der Mann ohne Eigenschaften 2 (Herbst 2016)
Band 3 – Der Mann ohne Eigenschaften 3 (Frühjahr 2017)
Band 4 – Der Mann ohne Eigenschaften 4 (Herbst 2017)
Band 5 – Der Mann ohne Eigenschaften 5 (Frühjahr 2018)
Band 6 – Der Mann ohne Eigenschaften 6 (Herbst 2018)
Band 7 – Selbstständige Veröffentlichungen (Frühjahr 2019)
Band 8 – Unselbstständige Veröffentlichungen 1 (Herbst 2019)
Band 9 – Unselbstständige Veröffentlichungen 2 (Frühjahr 2020)
Band 10 – Fragmente aus dem Nachlaß (Herbst 2020)
Band 11 – Tagebuchhefte (Herbst 2021)
Band 12 – Briefe von und an Robert Musil (Herbst 2022)

Ergänzt werden die Bücher durch zahlreiche Online-Informationen wie einer Konkordanz und einem Stellenkommentar.

Die Preise pro Band sind noch nicht bekannt.

Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Das ästhetisch Revolutionäre an Rilkes Roman wird deutlich, wenn man ihn mit seinen großen Zeitgenossen vergleicht. Zwei Jahre nachdem Fontane 1899 seinen fantastischen Der Stechlin abschloss, beginnt 1901 der junge Rilke an den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge zu schreiben. Im gleichen Jahr erscheint ein weiterer Höhepunkt des realistischen Romans: Die Buddenbrooks. Während Theodor Fontane und Thomas Mann ästhetisch das 19. Jahrhundert zu einem Abschluss bringen, wirft der Rilke in seinem Buch alle diese Konventionen um: Weder gibt es eine klare Chronologie noch einen herkömmlichen Erzähler. Das kann selbst heute noch Leser irritieren, welche sich durch die klassische Moderne lasen.

Die Aufzeichnungen schreibt ein achtundzwanzig Jahre alter Däne, ein verarmter Adeliger, der in Paris gelandet ist. Der Text besteht aus einer Kombination von „klassischen“ Handlungselementen, langen Reflexionen und Assoziationen. Die Paris-Passagen finde ich am besten gelungen, während mich die beiden anderen Hauptorte der Handlung, das Schloß der Brigges und das Urnekloster, in denen Malte seine Kindheit verbringt, weniger interessieren. Das mag auch am Thema des Okkulten liegen, das eine wichtige Rolle spielt. Das letzte Drittel des Romans bekommt von Rilke dann noch eine historische Dimension verpasst, indem sich Malte etwa mit Karl dem Kühnen auseinandersetzt.

Die formale und kulturgeschichtliche Bedeutung des Romans drängt sich bei der Lektüre förmlich auf. Rilke formuliert als einer der ersten das moderne, verunsicherte Bewusstsein mit neuen literarischen Mitteln:

Ist es möglich, denkt es, daß man noch nichts Wirkliches und Wichtiges gesehen, erkannt und gesagt hat? Ist es möglich, dass man Jahrtausende Zeit gehabt hat, zu schauen, nachzudenken und aufzuzeichnen, und daß man die Jahrtausende hat vergehen lassen wie eine Schulpause, in der man sein Butterbrot ißt und einen Apfel?

Ja, es ist möglich.

Ist es möglich, daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheiten an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht, wie die Salonmöbel in den Sommerferien?

Ja, es ist möglich.
[S. 23]

Hugo von Hofmannsthal fühlte sich ähnlich verunsichert und versuchte diese Erkenntniserschütterung in Literatur zu gießen. Mir persönlich fehlt aber der strukturelle Zusammenhalt, welche die Meisterwerke der Moderne trotz ihres Avantgardismus auszeichnet, man denke nur an den grandiosen Ulysses. Aber das einem literarischen Pionier vorzuhalten, wäre unfair.

Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (Insel)

Der gefährliche „Ulysses“

Völlig zu Recht nennt Kevin Birmingham seine literaturgeschichtliche Studie The Most Dangerous Book: The Battle for James Joyce’s “Ulysses”. Darin geht er der peinlichen Publikationsgeschichte dieses großen Romans nach. Wie sehr ich das Buch schätze, kann man in meiner Ulysses-Notiz nachlesen. Eine kenntnisreiche Rezension der Neuerscheinung liefert The Economist:

Mr Birmingham’s descriptions of the fight between these moral crusaders and the people defending Joyce’s work are thrilling. Joyce came under pressure to finish the book, in part because of the looming threat of legal action against it. With the eye of a novelist Mr Birmingham enlivens his story with details about these forgotten characters: how the judge who ultimately overturned the ban in America wore a tie when playing tennis and how the British lawyer who declared that the novel was “filthy, and filthy books are not allowed to be imported into this country” disliked cars, even as late as the 1950s.

Die zensierten Stellen aus Bernhards „Die Ursache“

Ich hatte auf meiner alten Notizenseite die zensierten Stellen aus Thomas Bernhards autobiographischer Erzählung Die Ursache online. Nachdem Suchanfragen bisher ins Leere liefen, sind sie hier wieder. Die Qualität ist nicht perfekt, aber man kann es lesen:

P.S. Für die Jugend: Das habe ich vor etwa 25 Jahren mit einer sogenannten „Schreibmaschine“ geschrieben. Die unzensierte Erstausgabe besorgte ich mir über Fernleihe.

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Mit Robert Musil in Wien

So heißt eine von der ZEIT angebotene Studienreise, auf die ich als großer Musilfreund hier natürlich hinweisen muss.

Neue Proust-Übersetzung

Der Reclam Verlag bringt die neue Proust-Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer heraus. Der ersten Band erscheint Ende September. Ich habe alle vorbestellt.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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