Bibliomanie

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Die besten Klassiker

Nachdem hier oft nach den “besten Klassikern” gesucht wird, hier der Link auf meine Lieblings-Klassiker. Wer das Thema systematischer angehen will, der sei auf die Kategorie Klassiker verwiesen, die auch noch mal nach Epochen unterteilt ist (siehe Leiste rechts). Viele Klassiker haben auch eigene Schlagwörter, beispielsweise Goethe, Shakespeare oder Thomas Mann.

Wieso ich die Lektüre von Klassikern nach wie vor für wichtig halte, kann man in Allgemeinbildung 2020 nachlesen. In diesem Zusammenhang auch noch der Hinweis auf Warum Goethe lesen?.

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Von Fischen, Vögeln und Reptilien

Die Ausstellungen im Prunksaal der Nationalbibliothek sind für Bücherfreunde immer sehr sehenswert. Die aktuelle Schau widmet sich zoologischen Schautafeln. Gezeigt werden Buchmalereien aus dem 16. und 17. Jahrhundert, deren Detailreichtum und sorgfältige Ausführung bis heute beeindruckt. Im Mittelpunkt stehen zwei Werke, die in den letzten Jahren restauriert wurden. Vom Erfolg des Projekts kann man sich nun selbst überzeugen.

Das Bestiaire Rudolfs II. sowie Aquarelle mit Meeresgetier, die von Ferdinand II (Erzherzog von Tirol) bei Giorgio Liberale (1527 – ca. 1580) in Auftrag gegebenen wurden. Ersteres enthält in zwei Bänden 181 Ölbilder und sollten die Wunderkammer Rudolfs II. mit “virtuellen Exponaten” ergänzen, die sich nur schwer in realiter hätten dort ausstellen lassen.

Die Meerestieraquarelle waren sowohl aus naturhistorischer als auch ästhetischer Perspektive eine Entdeckung für mich. Man wird Augenzeuge wie eine naturwissenschaftlicher Blick den religiös-symbolischen auf die Natur ablöst. (Bis 29.1.)

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Wie wird ein Klassiker ein Klassiker?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Georg Franck in der Neuen Zürcher Zeitung in seinem Essay Über Thomas Bernhard schimpft man nicht mehr. Seine Erklärung ist eine primär ökonomische. Das ist zwar ein wichtiger Aspekt, vernachlässigt aber ästhetische Fragen zu sehr:

Klassiker wird man nicht, indem man Aufnahme in ein Archiv findet (und womöglich dort verschwindet), sondern dadurch, dass man sich auf dem Markt der Beachtlichkeit hält. Klassiker sind Werke, die, obschon gealtert, immer noch Aufmerksamkeit verdienen. Das Werk muss immer noch ausgestellt und immer noch einmal besprochen werden, immer noch besucht und noch einmal untersucht, weiterhin publizistisch präsent sein und schliesslich Eingang in Geschichtsbücher, Nachschlagewerke und Lehrbücher finden. Als Klassiker muss man, anders gesagt, im Diskurs präsent bleiben, obwohl die aktuelle Entwicklung über einen hinweggegangen und die Mode weitergezogen ist. Ob man das schafft, hängt von dem Einkommen an Aufmerksamkeit ab, das der Markt als Preis für die Attraktionsleistung ermittelt. Auf diesem Markt kommen, wie auf allen Märkten, Machenschaften und falsches Spiel vor. Man braucht aber nach keinen Verschwörungstheorien zu greifen, um zu erklären, wie die Auswahl der Klassiker zustande kommt. Es reicht, auf die Dynamik des Markts beziehungsweise darauf zu achten, wie sich die Preisbildung selbst organisiert.

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Die besten Bücher 2011?

Das Ende des Jahres naht und die im angelsächsischen Raum beliebten Bestenlisten werden veröffentlicht. Die New York Times kürte bereits die 10 Best Books und die 100 Notable Books des Jahres.
Nun verrät auch The Economist seine Books of the Year. Wer damit immer noch genug hat, der sei noch auf Best Books 2011 von Publisher Weekly und die Liste des Guardian verwiesen.

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35 Bibliotheken und 25 BibliothekarInnen

Wer Bibliotheken und Bibliothekare mag, der sollte sich die beiden folgenden Seiten nicht entgehen lassen:

The 35 Most Amazing Libraries In The World

25 Famous Librarians Who Changed History

Auf beide Links stieß ich auf dem sehr empfehlenswerten Netbib Blog, das auf Bibliotheken spezialisiert ist.

Aufbau Verlag übernimmt “Die Andere Bibliothek”

Die Andere Bibliothek zählt bekanntlich zu den besten deutschsprachigen Buchreihen der letzten Jahrzehnte. Nach der Insolvenz des Eichborn Verlags war ein neues Zuhause notwendig. Der Aufbau Verlag springt jetzt ein, wie Spiegel Online berichtet.

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Ein Spaziergang durch die Buch Wien 11

Der deplorable Zustand der österreichischen Verlagslandschaft ist gut bekannt und oft beklagt. Wer sich davon ein persönliches Bild machen will, der kann dies auf der Buch Wien tun. Winzig wirkt die Ausstellungshalle, wenn man die Größe anderer Buchmessen kennt. Die einheimischen Verlage präsentieren ihr Druckwerk. Das Publikum heute waren überwiegend Schulklassen. Der beachtlichste Menschenauflauf galt dem kochenden Koch am Kochbuchstand. Großspurig nennt man sich Internationale Buchmesse, es ist aber kein einziger renommierter ausländischer Verlag präsent. Den größten Stand hat Saudi-Arabien inne, wo das Ministry for Islamic Affairs seine rückschrittliche fundamentalistische Propaganda betreibt. Ein paar Schritte weiter werden offizielle russische Schriften präsentiert. Hübsch dazwischen passend der Stand von Radio Stephansdom.

Nun bin ich gegen Zensur jeder Art und auch die saudi-arabischen Spezialisten für Menschenrechtsverletzungen sollen ihre Bücher präsentieren dürfen. Es muss aber die Frage erlaubt sein, ob das im Zentrum der Halle und in dieser Größe sein muss. Das “Internationale” dieser Messe beschränkt sich, so weit ich es auf meinem Rundgang heute sah, auf staatliche Stände, im besten Fall noch von Kulturinstituten.

Am sympathischsten sind die Kojen der ambitionierten kleineren Verlage. Auf diesem Sektor wird tolle Verlagsarbeit gemacht. Mittlere Häuser, also klassische Publikumsverlage, gibt es in Österreich kaum. Daran tragen auch die österreichischen Autoren eine Mitschuld: Viele werden von kleinen Verlagen hier entdeckt und wandern dann sofort in Richtung Hanser, Suhrkamp und Co. ab, sobald sie bekannt sind. Klassisches Investieren in neue Autoren zahlt sich für die einheimischen Verleger damit kaum aus. Ohne staatliche Verlagsförderung könnte man in ein paar Jahren die Buch Wien vermutlich in einer größeren Altbauwohnung abhalten. Ebooks spielten erwartungsgemäß keine Rolle. Man ist ja in der Provinz und unter sich. (Bis 13.11.)

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E-Books – der aktuelle Stand

Einen ausführlichen Artikel zum aktuellen Stand rund um das Thema Ebooks und Ebook-Reader gibt es bei Golem.de zu lesen: Elektrisierte Literatur. Auch die FAZ brachte einen Artikel darüber.

E-Book-Abzocker

Jedes neue Geschäftsfeld bringt fragwürdige Geschäftspraktiken hervor. Giesbert Damaschke beschreibt in seinem sehr lesenswerten Blogbeitrag drei Beispiele.

Der neue Kindle ist da

Seit kurzem gibt es bei Amazon den neuen Kindle. Ich werde ihn nach meiner Südamerika-Reise bestellen. Das Literaturcafe hat einen erfreulich ausführlichen Test publiziert.

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