Moliere: Der eingebildete Kranke

Burgtheater 18.1. 2016

Regie: Herbert Fritsch

Argan: Joachim Meyerhoff
Toinette, Argands Dienstmädchen: Markus Meyer
Bélinde, dessen zweite Frau: Dorothee Hartinger
Angélique, Argans Tochter: Marie-Luise Stockinger
Louision, ihre kleine Schwester: Marta Kizyma
Cléanthe: Laurence Rupp
Dr. Diafoirus: Ignaz Kirchner
Thomas Diafoirus, dessen Sohn: Simon Jensen
Dr. Purgon, Argans Arzt: Johann Adam Oest
Fleurant, Apotheker: Hermann Scheidleder
Herr de Bonnefois, Notar: Hermann Scheidleder

Nach eineinhalb Stunden verließ ich das Burgtheater in der Pause. Nicht, weil die Inszenierung so fürchterlich war, sondern weil der Inszenierungsstil nicht zur Länge des Abends passt. Es ist nicht einfach, die artifizielle Inszenierungsart des Herbert Fritsch zu beschreiben: Die Figuren sind grotesk gekleidet und bewegen sich dazu passend unnatürlich. Der beste Vergleich sind vermutlich die am meisten verblödelten Monty-Phyton-Sketche. Keiner dieser Sketche ist zehn Minuten lang. Die meisten sind mit guten Gründen viel kürzer, weil diese alberne Überdrehtheit nur in der Kürze funktioniert. Daran kann selbst ein oft sehr komischer Meyerhoff als Argan nichts ändern.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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