Satyajit Ray: Pather Panchali (1955)

Der erste „realistische“ Film aus Indien genießt bis heute höchstes Renommee. Geschult am italienischen Neorealismus und mit bescheidenen 3000 Dollar als Budget drehte Ray einen teils ultrarealistischen, teils lyrischen Streifen über das Leben in einem indischen Dorf. Wir Indienreisenden sehen gleich, dass sich das Dasein dort kaum geändert hat. Es wird immer noch Wasser in denselben Gefäßen aus den Brunnen geholt und die Existenz ist heute noch mühsamer als damals.
Im Mittelpunkt von Pather Panchali steht das Geschwisterpaar Apu und seine ältere Schwester Durga. Der Vater will Schriftsteller werden, was das Schicksal selbstverständlich durch zunehmende Verarmung bestraft. Herausragend sind die Close-Ups auf Charaktergesichter jeglichen Alters. Die großen Themen des Lebens kommen alle vor, was den Film eine archaische Aura gibt.

Pather Panchali (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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