Bücher in den Müll?

Bibliothekar und Germanist Dale Askey publizierte in seinem Blog einen kontroversen Beitrag: Why I no longer collect books. Er wirft Bücher auch weg, was für viele Bücherfreunde natürlich unverständlich ist:

The inability to discard even the most pointless book appears to be some universal human problem. No normal person has problems throwing out cracked dishes, old shoes, cassette tapes, dead plants, and so on. But old books, no matter how moldy, battered, or pointless, just never get the treatment they deserve, which is sometimes a trash bin. Ask any librarian how many people have tried to donate their lovingly boxed and preserved National Geographic magazines, their basic and battered Shakespeare sets, and so forth, and you’ll get epic tales of pointless gifts that just put an expensive burden on libraries. Who hasn’t seen a garage sale where someone isn’t trying to sell a Gideon’s Bible or a Book of Mormon (the point being that they are given away freely)? How many people still have their college textbooks on their shelves with those little yellow USED stickers intact? People, throw away your own trash!

Ich selbst habe kein Problem, Bücher unter gewissen Umständen zu entsorgen. Mein Verhältnis zu Büchern kann man in dieser Notiz nachlesen.

8 Antworten auf Bücher in den Müll?

  • Dale Askey sagt:

    Danke für die Erwähnung und den Link. Sie erkennen richtig, was ich geschildert habe, nämlich “unter gewissen Umständen” ist Entsorgung zulässig und verständlich. Fahrlässige Vernichtung habe ich keineswegs empfohlen.

  • emi sagt:

    ich habe noch nie bücher weggeworfen oder weggegeben. den bücherschrank im 7. empfinde ich als sehr gute idee!

  • Bei Umberto Eco fand ich eine Passage, die das Wegwerfen von Büchern ebenfalls thematisiert.

  • Ich unterscheide hier zwischen Büchern, denen ich Leser wünsche und anderen. Warum sollte ich Bücher, die ich fürchterlich finde, weitergeben? Das verbuchte ich unter geistiger Umweltverschmutzung :-)

    Wenn ich gute Bücher aussortiere (etwa Doubletten), dann stelle ich diese mit einem Zettel auf den Altpapier-Container hier im Wohnhaus. Letztes Mal waren innerhalb einer Stunde alle Bücher weg.

    • Wie sonst soll man sich der nicht mehr benötigten Büchern entledigen? Zum Antiquar schaffen? Der lacht nicht mal mehr darüber. Für die paar Cent sich so abzuschleppen ist unklug und schlecht für den Rücken. Wer sich unbedingt die Mühe des BC machen will… Aber dazu bedarf es einer logistischen Mehrleistung, die man wollen, für die man bereit sein muß. Am besten wäre, wenn, wie inwischen in vielen deutschen Städten, überall Offene Bücherschränke existierten. Dort wären die Bücher viel näher an einer potentiellen Zielperson dran, als wenn man sie nur neben dem Papiercontainer legte und somit dem Erstbesten in die Hände gäbe, der in einem Zugreifreflex folgt, der bei kostenlosen Dingen phänomenal funktioniert.

  • Netbib fand Askeys Beitrag übrigens gar nicht lustig: http://log.netbib.de/archives/2012/01/19/lasst-tausend-bucher-brennen/

  • Walter Brusius sagt:

    Offene Bücherschränke sind gut, ich habe jetzt sogar einen in einer 20.000 Seelengemeinde entdeckt und mich darüber gefreut; ansonsten frage ich mich, habt Ihr keine Bekannte? Für Bücher, die mir nicht gar so am Herzen liegen, finde ich immer im Umkreis einen dankbaren Übernehmer.

  • Freunde und Bekannte bekommen von mir nur die besten Bücher und solche habe ich nur selten übrig. Weshalb ich Buchgeschenke fast immer kaufe.

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“Die Presse” meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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