Gerd Haffmans über Samuel Pepys

Im Februar berichtete ich in einer Notiz über das ambitionierte Projekt, die berühmten Tagebücher des Samuel Pepys (1633-1703) erstmals komplett auf Deutsch herauszugeben. Links auf Detailinformationen über die Ausgabe finden sich dort.

Anläßlich des bevorstehenden Erscheinungstermins, äußert sich Gerd Haffmans nun in einem ausführlichen Gespräch mit dem Buchmarkt über die Hintergründe dieser Edition:

Bitte, wer mit Bändchen wie “Tafeln mit Goethe”, “Kegeln mit Kant” oder “Nicht-ganz-bei-Trost bei Bohlen“ sein Genüge findet, dem reicht vielleicht “Peepen mit Pepys”, das kann er nämlich auch. Nein, erst der ganze Pepys erzählt den Roman seines Lebens. Mit dieser Einsicht in mehr wuchs die Lust aufs Ganze. Was dieses Tagebuch so einzigartig macht, ist
erstens die einmalige, zuweilen geradezu grausame Ehrlichkeit, zweitens die Regelmäßigkeit und Dauer: kein Tag ohne Eintrag – und das zehn Jahre lang, und schließlich das hemmungslose Mitteilungsbedürfnis eines intelligenten, wachen und vergleichsweise vorurteilslosen Autors.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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