Flaubert: November

Ein 1910 postum veröffentlichtes Jugendwerk, das aus durchaus unterschiedlichen Gründen eine aufmerksame Lektüre verdient. Einerseits ist der 1842 abgeschlossene Text stilistisch und inhaltlich ungewöhnlich: Flaubert schildert in einem höchst expressiven Stil, dessen Bilderwelt an spätere expressionistische Texte erinnert, ziemlich freizügig die sexuellen Nöte eines Jugendlichen.

Andererseits macht sich beim einundzwanzigjährigen Autor schon dessen späteres, völlig andersgeartete sprachliche Ideal bemerkbar, der expressive Text wird gegen Ende als Aufzeichnung relativiert und ein vergleichsweise nüchterner Erzähler berichtet vom Ende des Helden, wobei auch Seitenhiebe auf den Stil des „Manuskripts“ nicht fehlen.

Flaubert: November. Erzählung (detebe)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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