Schillers Bücherwünsche als er sich in Bauerbach versteckt hielt

Brief an Wilhelm Friedrich Hermann Reinwald vom 9. Dezember 1782:

Sie waren so gütig meiner Bitte zuvorzukommen, und mir in meinen literarischen Bedürfnissen Vorschub zu versprechen. Ich bin also so frei Ihnen ohngefehr diejenigen Schriften zu merken, die mir zuerst einfallen, und meinen gegenwärtigen Wunsch am nächsten liegen. Sie sind:

Leßings kritische Schriften, also ohngefehr
Dramaturgie.
Theaterbibliotec.
Beiträge zur Litteratur.
Laokoon.

Homes Grundsätze der Kritik. Rammlers Bibliothek der Schönen Künste und Wißenschaften.
Robertsohns Geschichte von Schottland.
Shakespears Othello und Romeo und Juliette.
Smiths Theorie der Empfindungen.
D. Humes Geschichte Carls 1sten von Engelland.
Zimermann von der Erfahrung in der Arzneikunst.
Alexander Gerard über das Genie, und den Geschmak.
Mendelsohns, Sulzers, Garves [Philosophische Schriften].
Ouevres de Mons. l’Abbe St Real. (Denjenigen Teil wo die Geschichte des Don Carlos von Spanien vorkommt.)
Wielands Agathon.

und, wenn Sie welche haben,
Reisebeschreibungen –

Offenbar hat er genügend Bücher bekommen, um das Leben auf dem Dorf („dem barbarischen Bauerbach“) ohne geistige Schäden zu überstehen :-)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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  • Seit diese Sprengstoffwesten so populär geworden sind, fallen diese Jack-Wolfskin-Jackenträger ja gar nicht mehr so negativ auf wie früher. 3 Stunden