Schlagwort: Joyce

Der gefährliche „Ulysses“

Völlig zu Recht nennt Kevin Birmingham seine literaturgeschichtliche Studie The Most Dangerous Book: The Battle for James Joyce’s “Ulysses”. Darin geht er der peinlichen Publikationsgeschichte dieses großen Romans nach. Wie sehr ich das Buch schätze, kann man in meiner Ulysses-Notiz nachlesen. Eine kenntnisreiche Rezension der Neuerscheinung liefert The Economist: Mr Birmingham’s descriptions of the fight…
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Neue James-Joyce-Biographie

Gordon Bowker schrieb eine neue Biographie über James Joyce. Ein willkommener Anlass für Fintan O’Toole in der New York Review of Books einen lesenswerten Essay über den berühmten Iren zu schreiben: Joyce: Heroic, Comic. Joyce wird bekanntlich gerne als Literaturheiliger stilisiert. O’Toole nimmt diese Mythen kritisch unter die Lupe: Much of it, however, is nonsense.…
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James Joyce wird „public domain“

Die Los Angeles Times erläutert in einem Artikel, dass nun auch die meisten Texte des James Joyce nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen.

Friedhelm Rathjen

James Joyce (rororo monographie) Rathjens kleines Buch über Joyce ist der Nachfolger zur älteren Monographie des Jean Paris und ist qualitativ auch signifikant besser. Rathjen verfügt über die nur wenigen gegebene Fähigkeit, komplexe Literatur anschaulich und sachlich zu beschreiben. Er vermittelt etwa ausgezeichnet wie der Ulysses als Roman funktioniert. Die wichtigsten biographischen Stationen beschreibt Rathjen…
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Jean Paris

James Joyce. (rororo monographie) [2.] Eine aktuelle rororo monographie über James Joyce gibt es nicht. [Siehe Kommentare unten!] Ich hatte in meiner Bibliothek noch die inzwischen vergriffene des Jean Paris stehen und las sie anläßlich meiner Zweitlektüre des Ulysses ebenfalls zum zweiten Mal. Eine Lektüre-Empfehlung kann ich allerdings nicht aussprechen. Zwar hat Jean Paris durchaus…
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James Joyce: Ulysses [2.]

Viele Literaturkenner halten den Ulysses für einen der besten Romane der Weltliteratur. Viele ambitionierte Leser haben aufgrund der vermeintlichen oder tatsächlichen „Schwierigkeit“ einen großen Respekt vor dem Buch. Immer wieder höre ich, man hätte die Lektüre mehrmals versucht – und abgebrochen. Tatsächlich setzt ein Verständnis des Ulysses eine beachtliche intellektuelle Anstrengung voraus. Vergleichbar vielleicht mit…
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Apple zensiert James Joyces’ “Ulysses”

Es ist seit längerer Zeit kein Geheimnis mehr, dass Apple in seinem App Store mit rigider Hand Zensur ausübt. Betroffen sind davon nicht nur nackte Brüste, die bekanntlich in Amerika im Gegensatz zu Gewalt aller Art als großes moralisches Übel gelten. Auch Religionskritik oder politische Karikatur wurde verboten. Einen Überblick hat die n-tv Onlineredaktion zusammengestellt.…
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James Joyce: Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Bibliothek Suhrkamp (Amazon Partnerlink) Die Lektüre von Klassikern der Moderne hat auf mich nicht selten einen eigenartigen Effekt: Die Gegenwartsliteratur wirkt dagegen vergleichsweise schlicht. Das ist selbstverständlich vereinfachend und ungerecht, trotzdem ist es erstaunlich, wie wenig heute Mainstream-Literaten von den erzähltechnischen Möglichkeiten Gebrauch machen, die Autoren wie Joyce, Woolf, Kafka oder Döblin zur Perfektion brachten.