Schlagwort: Flüchtlinge

Patrick Kingsley: Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise

Patrick Kingsley ist als Migrationskorrespondent des „Guardian“ einer der bekanntesten Journalisten weltweit, welche sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen. Er schreibt nämlich nicht von einem Londoner Büro aus, sondern war zur Recherche in siebzehn Ländern unterwegs. Seine Erkenntnisse sind in diesem Buch nachzulesen. Es ist eine Mischung aus investigativer Reportage und Analyse, ergänzt durch die Geschichte…
Weiterlesen

Angelo Soliman: Ein Afrikaner in Wien

Wien Museum 1.10. Der Name „Soliman“ begegnete mir zum ersten Mal als ich Musils Mann ohne Eigenschaften las. In ihm spielt Soliman, ein jugendlicher schwarzen Diener des Industriellen Arnheim, eine wichtige Nebenrolle. Recherchen ergaben schnell, dass Musil damit auf den berühmtesten Wiener Migranten des 18. Jahrhundert anspielte: Angelo Soliman (ca. 1721-1796). Der Kindersklave landete nach…
Weiterlesen

Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee

Wir kennen sie nur aus panischen Medienberichten, diese Afrikaner, die ihr Leben aufs Spiel setzen und die in kleinen Booten versuchen, die mit allen technischen Finessen geschützte Südgrenze der EU zu überwinden. Die Einzelschicksale verstecken sich hinter abstrakten Zahlen. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass Klaus Brinkbäumer, Afrika Korrespondent des „Spiegel“, in seinem neuen…
Weiterlesen

Babel

Filmcasino 5.1. Regie: Alejandro González Iñárritu Lange schon sah ich keinen Film mehr, der Aktualität und Kunstverstand so ausgezeichnet zu verbinden weiß wie „Babel“. Ausgangspunkt der Handlung sind zwei marokkanische Hirtenjungen, die ein Gewehr ausprobieren, in dem sie aus großer Entfernung auf einen Touristenbus schießen. Eine Amerikanerin wird getroffen und das Skript „Terrorattentat“ beginnt. Mit…
Weiterlesen

Karl-Markus Gauß: Die Hundeesser von Svinia

Zsolnay Verlag bzw. dtv (Amazon Partnerlink) Das schmale Buch trägt keine Gattungsbezeichnung. Es bietet sich an: Reiseliteratur bzw. präziser: Reisereportage. Mit fließenden Übergängen zur soziologischen (oder doch: anthropologischen?) Feldstudie versteht sich sowie dem historisch-politischen Essay. Eines läßt sich jedenfalls feststellen: Der Text ist glänzend geschrieben. Laut der Buchhändlerin meines Vertrauens verkauft sich das Buch gut,…
Weiterlesen

Kairo, Menschenrechte und Iran

Wer sich analytisch kompetent und abseits des oberflächlichen Mediengeschehens über das Weltgeschehen informieren will, kommt an der New York Review of Books nicht vorbei. Drei aktuelle Beispiele: In der Ausgabe 10/2002 beschreibt Caroline Moorehead („Lost in Cairo“*) das Elend afrikanischer Flüchtlinge in Kairo und eine völlig überforderte UNHCR-Bürokratie. Setzt man die zwei, drei ausführlich geschilderten…
Weiterlesen