Lexikographisches
Gedanken über die aktuelle Lexikonflut von Hans-Albrecht Koch in der NZZ.
Gedanken über die aktuelle Lexikonflut von Hans-Albrecht Koch in der NZZ.
Es ist ein jahrhundertelanges Ritual, dass Schriftsteller sich abfällig über Literaturkritik(er) äußern. Wie wichtig ihnen gute Besprechungen entgegen aller Lippenbekenntnisse wirklich sind, zeigt ein Brief des jungen Thomas Mann, in dem er völlig ungeniert am 26.11. 1901 eine Buddenbrooks-Rezension bei seinem Freund Otto Grauthoff beauftragt: Ein paar Winke noch, Buddenbrooks betreffend. Im Lootsen sowohl wie… Weiterlesen Literaturpolitik
Fischer Verlag (Amazon Partnerlink) GFKA Man hat es nicht leicht, wenn man sich intensiver mit deutschsprachiger Literatur beschäftigt. Ist man bei der Lektüre der Kafka-Briefe mit einem idiosynkratischen, krankhaft sensiblen Menschen konfrontiert, tritt einem bei der Lektüre der Briefe des jungen Thomas Mann nicht selten ein arroganter Schnösel entgegen. Als Vielschreiber hatte TM darüber hinaus… Weiterlesen Thomas Mann: Briefe I. 1889 – 1913
Eines dieser Bücher müßte den Titel „Geschmacklosigkeiten der Neureichen. Eine Geschichte von der Antike bis in die Gegenwart“ tragen. Anlass zu diesem Gedanken gaben einige ausgedehnte Spaziergänge auf dem Semmering. Bis zum 1. Weltkrieg sind dort viele Villen gebaut worden, deren architektonische Geschmacklosigkeit manchmal einen Grad erreicht, dass man ihnen hohen Unterhaltungswert nicht absprechen kann.
Wer glaubt, die schlimmsten methodischen Auswüchse der Hermeneutik gehörten inzwischen der Vergangenheit an, sollte besser nicht zu „How Milton Works“ greifen, dem jüngsten Opus des amerikanischen Star-Literaturwissenschaftlers Stanley Fish. In der New York Review of Books 12/2002 zeigt sich John K. Leonard über dessen Vorgehensweise sehr verwundert*: His chief instrument for doing this is a… Weiterlesen Hermeneutische Abgründe
Richard von Dülmen: Poesie des Lebens. Eine Kulturgeschichte der deutschen Romantik (Böhlau, 2 Bände, je 30 Euro, Band 2) Michael Zaremba: Johann Gottfried Herder. Prediger der Humanität. Eine Biographie (Böhlau, 25 Euro)
dtv Bibliothek der Antike Die menschliche Verrohung, welche Kriege im Gefolge haben, ist ein guter Kandidat für ein historisches „Quasi-Gesetz“. Die Unterschiede über die Zeiten hinweg, sind vor allem technologisch bedingt. Das Grundmuster des Verhaltens ist dasselbe, ob vor ein paar Jahren in Bosnien oder vor zweieinhalbtausend Jahren in Griechenland. Die humane Tragödie des Krieges… Weiterlesen Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges (5)
…stellt Andé Aciman in der New York Review of Books 12/2002 vor, nämlich „Marcel Proust: A Life“ von Jean-Yves Tadié(Viking/Penguin) und ein Buch mit dem gleichen Titel von William Carter (Yale University Press). Beide können den Rezensenten nicht wirklich überzeugen, allerdings haben sie ihn veranlasst einen ausführlichen, lesenswerten Aufsatz über Proust zu schreiben.
Augustinus: Die christliche Bildung (De doctrina Christiana) (Reclam UB; druckfrisch; übersetzt von Karla Pollmann) Voltaire: Candide und der Optimismus (Hanser, gebunden bzw. dtv; neu übersetzt von Wolfgang Tschöke) Klaus Reichold: Bauwerke, die Geschichte schrieben (Bechtermünz; schöner Bildband für 10 Euro) John Updike: More Matter. Essays and Criticism (Knopf bzw. Ballantine; schwergewichtig, gebunden)
Haffmans bzw. Fischer TB (Amazon Partnerlink) Nicht zu den Schmidt-Exegeten gehörend, bin ich eigentlich wenig berufen, Kluges über ihn zu schreiben. Daher ein paar Banalitäten: anspielungsreich, originell & so völlig anders (BRD! 50er Jahre!), unterhaltsam.