Kategorie: Skeptizismus

Religion und Fortschritt

Viel spricht für die These, dass Religion dem Fortschritt mehr schadet als nützt, zählen Kleriker doch meist zu den konservativsten Gesellschaftsgruppen. Einen Beleg dafür liefern neue archäologische Entdeckungen und darauf aufbauende Theorien, über die Dirk Krausse in Spektrum der Wissenschaft 2/2003 berichtet. Thema des Artikel ist die Romanisierung der Kelten im Anschluss an den gallischen…
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Ausbruch der Dummheit

Kriegsausbrüche sind immer auch Dummheitsausbrüche und ein Lackmus-Test nicht nur für die intellektuelle Zunft. Sieht man sich die zahllosen Wortspenden zum Thema an, ist die Durchfallquote erstaunlich hoch. Fängt man mit jenen an, die für das Denken bezahlt werden, streiten sich auf der Dummheitsskala wie so oft Vertreter der postmoderne Fraktion um die besten Plätze.…
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Wie Esoteriker abstimmen

„All those who believe in psychokinesis, raise my hand.“

Die Geschichte der Kindheit

In den sechziger Jahren vertrat Philippe Ariès sehr erfolgreich die These, dass die Kindheit eine moderne Erfindung sei, frühestens seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar. Diese Auffassung wurde schnell historischer common sense, obwohl man die „Falschheits-Wahrscheinlichkeit“ so undifferenzierter Behauptungen schon damals hätte erkennen können. Eamon Duffy beschäftigt* sich in der New York Review of Books Nr.…
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Evolution und Religion

Jared Diamond, den ich für einen der brillantesten lebenden Historiker halte, und dessen intelligente Studie „Arm und Reich. Über das Schicksal menschlicher Gesellschaften“ („Guns, Germs and Steel“) ich dringend zur Lektüre empfehle, hat in der vorletzten Ausgabe der New York Review of Books (17/2002) eine Abhandlung von David Sloane Wilson rezensiert*, die dieser unter dem…
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Studentische Bildung

Einer nicht-repräsentative Umfrage wollte die (Allgemein-)Bildung der Linzer Studenten ans Licht bringen [„Standard“] Das Ergebnis ist (wenig überraschend?) düster. Vor allem mit wissenschaftlicher Methodik kann fast niemand etwas anfangen: Erhebliche Schwächen entdeckt Wagner aber auch bei wissenschaftsspezifischen Fragen. Zwischen 83 und 88 Prozent der Befragten konnten mit Begriffen wie Theorem, normative Wissenschaft und deduktives Vorgehen…
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Fußball – ein Spiel des Hasses

In Weltmeisterschaftszeiten wird gerne verdrängt, was Fußball eigentlich ausmacht: Es ist ein Millardengeschäft mit anachronistischen Emotionen. Der Rückfall in atavistisches Stammesdenken ist ja unschwer bei jedem Ligaspiel (egal in welchem Land) beobachtbar. Selten nur werden diese Tatsachen ausgesprochen, wo anders als in der New York Review of Books kann man solche deutlichen Worte darüber lesen:…
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Ironielose Postmoderne

Wer Woody Allens „Deconstructing Harry“ sah, wird sich daran erinnern, mit welch feinen Ironie er am Ende diese „Denk“-„Methode“ behandelt: In Wahrheit seien Harrys Romanfiguren ja alle sehr lustig (statt des Gegenteils) merkt eine Studentin altklug an, sie habe das bei der Dekonstruktion seiner Bücher festgestellt. Ironie ist offenbar eine Kategorie, die man innerhalb der…
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Musik- und Naturwissenschaft

Eine seltsame Zusammenstellung in der Tat, und ausgesprochen peinlich, wenn ein Musikwissenschaftler meint, in einem Programmheft des Wiener Musikvereins über etwas zu schreiben, was er für Naturwissenschaft hält: Viele Kompositionen des Meister entstanden auf Grund außermusikalischer, meist naturwissenschaftlicher Anregungen […] Damals beschäftigte sich Varese häufig mit den Schriften des Paracelsus, insbesondere mit dessen „hermetischer Alchimie“…
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Gramophone auf dem Weg zum Mainstream

Im Editorial der März-Ausgabe ist folgendes zu lesen, nachdem ein neues Design ab der nächsten Ausgabe angekündigt wurde: Underlying our approach has been the acceptance that classical music is increasingly having to compete with other formas of music but also that a growing number of people have very broad musical sympathies. While our commitment to…
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