Kategorie: New York Review of Books

Robert Darnton: A Euro State of Mind

The New York Review of Books 3/2002 Es gibt eine Art von intellektueller Folklore, die darin besteht, gewisse Thesen gebetsmühlenartig zu wiederholen, Belege dafür aber schuldig zu bleiben. Eine Spielart davon ist eine undifferenzierte Aufklärungskritik: ohne zu präzisieren, was mit ‚Aufklärung‘ eigentlich gemeint ist, wird diese für eine Reihe von Übeln auf der Welt verantwortlich…
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Ronald Dworkin: The Bush Threat

The New York Review of Books 2/2002 Die NYRB setzt erfreulicherweise ihre linksliberale Kritik am juristischen Amoklauf der US Regierung fort. Die Militärtribunale seien einer demokratischen Regierung unwürdig: […] and the verdict might be reviewed only by the President, or the secretary of defense if the President so designates.. This is the kind of „trial“…
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Die New York Review of Books über die Terroranschläge

Ganz gegen die virtuellen Gewohnheiten der NYRB sind bereits zwei Artikel der ersten Novemberausgabe online: Stanley Hoffmann: On the War* Richard L. Garwin: The Many Threats of Terror * Dieser Artikel ist mittlerweile Teil des kostenpflichtigen NYRB-Archivs.

The New York Review of Books Nr. 8/2001

Die heute eingetroffene neue Ausgabe zeigt einen der vielen Vorzüge dieser Zeitschrift: die fundierte politische Berichterstattung. Kluge, ausführliche Analysen komplexer Sachverhalte anstatt der gängigen Oberflächenberichterstattung. Einer der regelmäßigen Autoren über die Ereignisse auf dem Balkan ist Tim Judah, der sich in Greater Albania?* mit den neuesten Entwicklungen dort auseinandersetzt. Timothy Garton Ash braucht man als…
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Avishai Margalit: The Middle East: Snakes & Ladders

Margalit schrieb in der NYRB schon mehrere gelungene Analysen zum sogenannten „Nah-Ost-Konflikt“. Seine Texte sind sehr differenziert, bemüht die Ursachen der Konflikte offen zu legen. Als in Jerusalem lebender Philosophieprofessor steht ihm sowohl das notwendige gedankliche Werkzeug zur Verfügung als auch das alltägliche Erleben des Konflikts. Vermutlich ist es diese Kombination, die Margalits Artikel so…
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Jack Flam: Space Man

„Paths to the Absolute: Mondrian, Malevich, Kandinsky, Pollock, Newman, Rothko, and Still“ by John Golding (The New York Review of Books 7/2001) Der Kunsthistoriker Jack Flam stellt die neue Studie über abstrakte Kunst vor. Sein positives Urteil* begründet er nicht zuletzt mit der genauen Darstellung des geistigen Kontextes der sieben Künstler. Erstaunlicherweise waren vor allem…
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J.S. Marcus: Shadows on the Danube

The New York Review of Books 6/2001 Eine ausgezeichnete Einführung in die österreichische Problematik nicht nur des unappetitlichen letzten Jahres, sondern auch in die historische Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die nun in der schwarz-blauen Regierung ihren Tiefpunkt gefunden hat. Als Aufhänger des Aufsatzes* dienen zwei Bücher: ein englischsprachiger Auswahlband mit den Memoiren Bruno Kreiskys und…
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Robert Darnton: The Great Book Massacre

„Double Fold: Libraries and the Assault on Paper“ by Nicholson Baker (The New York Review of Books 7/2001) Nicholson Baker, eigenlich Romancier, hat eine Philippika gegen das Vernichten von Büchern und Zeitungen in amerikanischen Bibliotheken geschrieben. Wortgewaltig prangert er die Praxis an, Gedrucktes auf Mikrofilm zu bannen, und die Originale anschließend zu entsorgen. Richard Darnton,…
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James M. McPherson: Southern Comfort

The New York Review of Books 6/2001 Geschichtslügen scheinen eine solide anthropologische Basis zu besitzen, offenbar gibt es kaum eine Gesellschaft, die ohne sie auskäme. Ein mir bis heute unbekanntes Beispiel ist die Lost-Cause-Ideologie in der Folge des amerikanischen Bürgerkriegs. McPherson bespricht* einige Neuerscheinungen zu diesem Thema. Bereits kurz nach dem Krieg begannen Südstaatler die…
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Ian Buruma: The Emperor’s Secrets

„Hirohito and the Making of Modern Japan“ by Herbert P. Bix (The New York Review of Books 5/2001) Vergangenheitsbewältigung auf Japanisch; Ian Buruma diskutiert* anläßlich des neuen Buches von Bix, inwieweit Hirohito Schuld an der Beteiligung Japans am zweiten Weltkrieg trägt. Buruma lehnt zwar radikale „Verschwörungstheorien“ ab, weist aber auf diverse Verlogenheiten der Nachkriegszeit hin,…
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