Neue Bücher von Philip Roth und Tony Judt

Zwei Autoren, die ich sehr schätze. Philip Roth, bekanntlicher einer der besten amerikanischen Romanciers, hat einen neuen Roman geschrieben, den Charles Simic in der aktuellen New York Review of Books ausführlich rezensiert. Für diese erstklassige Zeitschrift schreibt auch Tony Judt regelmäßig, ein brillanter Publizist, der zu den unterschiedlichsten Themen ebenso intelligente wie inspirierte Artikel schreibt.… Weiterlesen Neue Bücher von Philip Roth und Tony Judt

Ilja Trojanow

Der Weltensammler. Roman (Hörbuch, 7 CDs) Obwohl ich mir vor längerer Zeit das Buch kaufte, habe ich mir nun die Hörbuch-Fassung angehört. Trojanow schrieb einen beinahe klassischen Abenteuerroman, in dessen Mittelpunkt der britische Offizier Sir Richard Burton (1821-1890) steht, berühmt für seine waghalsigen Reiseaktiviäten. So besuchte er als Moslem getarnt Mekka. Diese Episode kommt im… Weiterlesen Ilja Trojanow

Wilhelm Genazino: Die Vernichtung der Sorgen

Der zweite Teil der Trilogie erschien 1978 und schreibt die Romanexistenz des kleinen Angestellten Abschaffel fort. Abgesehen von einer grotesken Aussteiger-Fantasie, nämlich Zuhälter werden zu wollen, nimmt Genazino den Leser erneut mit in den zermürbenden Lebensalltag der Figur, inklusive Problemen im Büro und dem Liebesleben der Angestellten. So zusammengefasst klingt das banal und uninteressant. Wie… Weiterlesen Wilhelm Genazino: Die Vernichtung der Sorgen

Gert Jonke: Freier Fall (Uraufführung)

Akademietheater 30.5. Regie: Christiane Pohle Ouvertüre: Branko Samarovski Erich: Markus Hering Bertl: Johannes Krisch Göre: Adina Vetter Butler Zwillinge: Sven Dolinski Butler Zwillinge: Gerrit Jansen Siedu: Libgart Schwarz Soldat: Michael Masula Musiker: Claus Riedl Musiker: Georg Wagner Von allen Gegenwartsdramatikern, denen sich das Burgtheater in der aktuellen Ära verschrieben hat, ist Gert Jonke die beste… Weiterlesen Gert Jonke: Freier Fall (Uraufführung)

Yasmina Reza: Der Gott des Gemetzels

Burgtheater 1.4. 2008 Regie: Dieter Giesing Véronique Houillé: Maria Happel Michel Houillé: Roland Koch Annette Reille: Christiane von Poelnitz Alain Reille: Joachim Meyerhoff Reza spezialisierte sich auf Stücke, die scheinbar den Nerv der Zeit treffen. Ihr theatralisches Prinzip ist schnell benannt: Versteckte Anbiederung an die Vorurteile des gebildeten Mittelstands. So ist es nicht überraschend, dass… Weiterlesen Yasmina Reza: Der Gott des Gemetzels

Wilhelm Genazino: Abschaffel

Wie ungerecht literarischer Ruhm verteilt sein kann, sieht man an Wilhelm Genazino. Seine Abschaffel-Trilogie erschien bereits Ende der siebziger Jahre, einem größeren literaturinteressierten Publikum wurde er aber erst 2004 bekannt als ihm, längst überfällig, der Georg-Büchner-Preis verliehen wurde. „Abschaffel“ gehört zum Genre des Angestelltenromans und hat deshalb einige Gemeinsamkeiten mit Werners „Zündels Abgang“. Letzterer ist… Weiterlesen Wilhelm Genazino: Abschaffel

Markus Werner: Zündels Abgang. Roman [2.]

d t v (Amazon Partnerlink) Schon die erste Lektüre vor einigen Jahren lies mich fasziniert zurück. „Zündels Abgang“ ist eine fulminante Abrechnung mit dem Alltagswahnsinn. Lehrer Konrad Zündel, bisher geschätztes Mitglied der Schweizer Mittelklasse, kommt mit den Absurditäten und Zumutungen seines Lebens plötzlich nicht mehr zurecht und gleitet während der Ferien physisch und psychisch in… Weiterlesen Markus Werner: Zündels Abgang. Roman [2.]

Robert Menasse: Die Vertreibung aus der Hölle. Roman

Suhrkamp Taschenbuch (Amazon Partnerlink) In Zeiten, in denen der anglikanische Primas, Erzbischof Williams, über eine Teileinführung der Scharia in Großbritannien nach“denkt“, ist ein Roman, in dem die spanische Inquisition eine zentrale Rolle spielt, nur im engeren Sinn des Wortes als „historisch“ zu kategorisieren. Menasse lässt in „Vertreibung der Hölle“ gut recherchiert und literarisch gekonnt das… Weiterlesen Robert Menasse: Die Vertreibung aus der Hölle. Roman

Arno Geiger: Es geht uns gut. Roman.

Carl Hanser Verlag (Amazon Partnerlink) Sieht man sich die österreichische Literatur der letzten Jahre an, scheint es einen neuen Trend zum konservativen Erzählen zu geben: Daniel Kehlmann ist wohl das prominenteste Beispiel, aber auch Michaels Köhlmeiers hier kürzlich rezensierter neuer Großroman fällt in diese Kategorie. Arno Geigers „Es geht uns gut“ passt gut in diese… Weiterlesen Arno Geiger: Es geht uns gut. Roman.