Fundstück
Wer die Versuchung nicht kennt, ein Buch zu klauen, der verdient auch keine Freiexemplare. Ernst Rowohlt (23. 6. 1887 – 1. 12. 1960)
Wer die Versuchung nicht kennt, ein Buch zu klauen, der verdient auch keine Freiexemplare. Ernst Rowohlt (23. 6. 1887 – 1. 12. 1960)
Ganz gegen die virtuellen Gewohnheiten der NYRB sind bereits zwei Artikel der ersten Novemberausgabe online: Stanley Hoffmann: On the War* Richard L. Garwin: The Many Threats of Terror * Dieser Artikel ist mittlerweile Teil des kostenpflichtigen NYRB-Archivs.
„The Tragedy of Errors“ The New York Review of Books 13/2001 Die NYRB begleitet seit vielen Jahren den Nahost-Konflikt mit klugen Beiträgen. Beide Autoren waren an den gescheiterten Verhandlungen in Camp David beteiligt und werfen neues Licht auf die damaligen Vorgänge. Dass man den Palästinensern zu Unrecht den schwarzen Peter zugeschoben hat, ist hier ebenso… Weiterlesen Robert Malley & Hussein Agha: Camp David
Der kürzlich in der Anderen Bibliothek erschienene Prachtband mit ausgewählten Artikeln aus Diderots Encyclopédie ist umstritten, in der aktuellen ZEIT-Literaturbeilage findet sich ein Verriss mit plausiblen Argumenten. Dieser für Telepolis geschriebene Beitrag gibt einen kurzen Überblick über Diderots Projekt.
C.H. Beck; München 2000 (Amazon Partnerlink) Wie aus dem Titel ersichtlich, handelt es sich um einen konzisen Band, gut 250 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen. Als Leser erfährt man viel Wissenswertes über die Entwicklung der Künste in Wien. Manchmal wünscht man sich mehr Informationen und auch die eine oder andere Digression, aber das widerspräche wohl der… Weiterlesen Martina Pippal: Kleine Kunstgeschichte Wiens
…ist online [Archivdatei für Bestenliste 2001].
Einer der besten deutschen Romane der letzten Jahre endlich als Taschenbuch: Wolfgang Hilbigs „Das Provisorium“ (Fischer TB; EUR 9,90).
Büchergilde / Diogenes detebe (Amazon Partnerlink) Da ich Schlinks Roman „Der Vorleser“ – ein bemerkenswertes Zusammentreffen von Bestseller und guter Literatur – noch in bester Erinnerung hatte, lag der Griff zu seinem Erzählungsband nahe. Der Gesamteindruck ist nicht negativ, einige Geschichten sind ausgezeichnet („Das Mädchen mit der Eidechse“), eine ist unglaubwürdig konstruiert („Zuckererbsen“). Fast alle… Weiterlesen Bernhard Schlink: Liebesfluchten. Geschichten
„Die Dämonen“ Ganz bescheiden im Gefolge Tlopatsch’s war auch Fräulein Wiesinger, die Pianistin, erschienen, kurzsichtig und stupsnäsig […] Sie war jedoch nicht dumm, nur ganz und gar verschroben, unheilbar aber erst durch den Umstand geworden, daß sie einmal einem Psychoanalytiker in die Hände geraten war, nach dazu als Halbwüchsige, und obendrein: der Mann war imstande… Weiterlesen Doderers literarischer Kommentar zur Psychoanalyse
rororo Monographie (Amazon Partnerlink) Von der Lektüre „Der Dämonen“ angeregt, las ich zum zweiten Mal diese solide Einführung in Doderers Leben & Werk. Beides wird in einem ausgewogenen Verhältnis behandelt und Doderes ästhetische Vorstellungen kommen dabei nicht zu kurz. Als Auftakt für eine ausführlichere Beschäftigung mit dem Autor sehr geeignet.