Hagen Quartett

Wiener Konzerthaus 5.11. 25

Johann Sebastian Bach

Contrapunctus I (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)

Contrapunctus II (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)

Contrapunctus III (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)

Contrapunctus IV (Die Kunst der Fuge BWV 1080) (1742 vor/1745 ca.)

Dmitri Schostakowitsch

Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 (1960)

Pause

Franz Schubert

Streichquartett G-Dur D 887 (1826)

Als ich das Zyklusprogramm des Hagen Quartetts für die aktuelle Saison sah, drängte sich die Frage auf: Warum besteht es ausschließlich aus den besten Werken des Genres? Die Antwort ist unerfreulich: Nach 45 Jahren ist es die letzte Saison. Die vier hören auf und wollen sich also mit diesen Highlights verabschieden.

Nach etwas Bach zum Einstieg also gleich eines der düstersten Werke des Dmitri Schostakowitsch. Er widmet sein Streichquartett Nr. 8 „den Opfern von Krieg und Faschismus“ und entsprechend düster ist es naturgemäß, was auch am langsamen Tempo von drei der fünf Sätze liegt. Hörte ich es vor 10 Jahren noch primär historisch, drängt sich heute leider die kriegerische Gegenwart dazwischen. Insofern passend für das Jahr 2025.

Nach der Pause dann das letzte Streichquartett des Franz Schubert, das dieser in nur elf Tagen zwischen dem 20. und 30. Juni 1826 komponierte. „Aus dem Stand“ quasi, also ohne irgendwelche Entwürfe. Ganz im Gegensatz etwa zu Beethoven, der sein Opus 131 nur einige Wochen früher fertigstellte.

Beide Stücke wie gewohnt in tadellosem Furor interpretiert.

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