Hagen Quartett

Wiener Konzerthaus 05.03. 26

Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95 »Quartetto serioso« (1810–1814)

Anton Webern: Streichquartett in einem Satz (1905)

Pause

Franz Schubert: Streichquartett a-moll D 804 »Rosamunde« (1824)

Der Countdown läuft: Das vorletzte Konzert des Hagen Quartetts, was einmal mehr das hochkarätige Programm erklärt. Beethovens kurzes Quartetto serioso eröffnet den Abend. Er hat es laut eigener Aussage „für Kenner“ geschrieben, und es war nicht für öffentliche Aufführungen gedacht. Dieser Wunsch hat sich glücklicherweise nicht durchgesetzt. Die Kürze gleicht Beethoven durch eine phänomenale Verdichtung seiner musikalischen Ideen aus.

Überrascht hat mich dann Weberns Streichquartett in einem Satz. Dabei hätte mich das Entstehungsjahr 1905 darauf hinweisen müssen, dass es von einem jungen Webern geschrieben wurde, also bevor er zu seiner charakteristischen „avantgardistischen“ Kurzform fand. Webern also hier einmal spätromantisch.

Schuberts Rosamunde-Quartett ist einer der vielen Belege dafür, dass die Nachwelt vom Leiden unserer Kunstschaffenden profitiert. Schubert war krank und depressiv, als er 1824 dieses Meisterwerk schrieb. Seine Verunsicherung und seine Angst verwandelte er in eines seiner besten und ergreifendsten Kammermusik-Stücke.

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