Allgemeinbildung

123

Wie kann man sich seriös informieren?

Letztes Update: 24.9. 2017

Ich bin in fast allen Belangen ein Qualitätsfanatiker. Das gilt auch für meine Informationsquellen: Meine Ansprüche an journalistische Standards und Analysen sind die höchsten. Seit Jahrzehnten war und bin auf der Suche nach den besten Medien. In Zeiten, in denen sich viele Menschen glücklich in ihrem Informationsmüll suhlen, hier ein Leitfaden, wie man sich seriös informieren kann.

Einschränkend sei hinzugefügt, dass ich bereits vor Jahrzehnten überwiegend bei englischsprachigen Medien gelandet bin, weil deutschsprachige (leider!) nur selten die Qualität der besten angelsächsischen Angebote erreichen. Fakt ist auch: Wer die beste Qualität will, muss dafür bezahlen. Meine dringende Empfehlung ist also: Wer auf exzellente Informationen wert legt, muss zumindest gut Englisch lesen können.

Vorab die Technik: Für Podcasts nutze ich die Android-App Pocket Casts, als RSS Reader verwende ich Feedly. Einfach die unten erwähnten Podcasts bzw. RSS-Feeds in diesen Apps suchen und abonnieren. Beide sind bei mir im Dauereinsatz. Oft benutze ich auch den Kindle (Paperwhite & Apps). Als Geräte im Einsatz sind derzeit ein Nexus 6P für unterwegs sowie ein Samsung Tab S2 für daheim.

Die Grundversorgung

Völlig unverzichtbar für mich als intellektuelle Grundversorgung ist die New York Review of Books. Seit ziemlich genau zwanzig Jahren lese ich jede Ausgabe. Geboten wird einerseits bester Journalismus zu (welt)politischen Themen, oft als Kombination von Reportage & Analyse, so dass es kein wichtiges Thema gibt, über das man nicht regelmäßig auf höchstem Niveau informiert wird. Gleichzeitig gibt es ein weites Spektrum an Artikeln über kulturelle und wissenschaftliche Themen: Von der Kunstgeschichte bis zur Physik. Herausragend auch die vielen historischen Aufsätze, von der Antike bis in die Gegenwart. Die Autoren zählen alle zu den besten ihres Faches. Die Artikel sind sehr ausführlich und meist hervorragend geschrieben – das Gegenteil des allgegenwärtigen Häppchenjournalismus. Ich beziehe ein Printabonnement, lese die Artikel inzwischen aber auch oft online im Web, was im Abo inkludiert ist. In dem hypothetischen Szenario, dass ich mich auf ein einziges Medium beschränken müsste, wäre das zweifellos die NYRB.

Der zweite Grundpfeiler ist The Economist, den ich ausschließlich digital rezipiere. Die Korrespondenten und Journalisten gehören weltweit zu den besten ihrer Zunft. Nicht wenige sind im klassischen Sinne gebildet und deshalb in der Lage, ihre Themen (kultur)historisch überzeugend einzuordnen. Einzigartig ist die umfangreiche Auslandsberichterstattung. Keine aktuelles Medium bietet mehr Informationen über mehr Länder dieser Erde, von Afrika bis Zentralasien. Sehr gut ist auch die Wissenschafts- und Technologieberichterstattung sowie die ausführlichen Hintergrundberichte (Briefings) in jeder Ausgabe zu einem breiten Themenspektrum. Die Blattlinie ist im besten Sinne (Menschenrechte, Fokus auf individuelle Freiheit) liberal. Weniger sympathisch ist mir die Verteidigung der Finanzindustrie und die teilweise neoliberalen Positionen. Aber der Dogmatismus hält sich auch hier in Grenzen, wie etwa das regelmäßige Eintreten für einen Mindestlohn oder für Globalisierungsverlierer zeigt.

Erwähnenswert ist, dass die App eine Audio-Ausgabe inkludiert: Alle Artikel werden von guten britischen Sprechern gelesen, so dass man sie auch unterwegs anhören kann. Abgerundet wird das Angebot von Economist Espresso (Android App). Hier bekommt man einen – angesichts der Kürze – sehr gut gemachten Tagesausblick sowie einen Rückblick auf den Vortag. Auch mit dem Podcast Economist Radio macht man als Ergänzung nichts falsch.

Der günstigste Weg den Economist zu lesen ist übrigens über das Kindle-Abo. Für 10 Euro im Monat bekommt man alle Ausgaben. Nachteil: Der unbegrenzte Zugang zur Webausgabe (und damit zum Archiv) ist nicht inkludiert. Ebensowenig die sehr praktische Audioversion und der Espresso.


Tagesaktuelles

Von Fernsehnachrichten bin ich seit längerem völlig abgekommen. Falls doch einmal, dann bevorzuge ich Euronews. Klassische Hauptnachrichtenquelle für mich ist der Deutschlandfunk, sowohl die Nachrichten als auch die Informationssendungen. Alles höre ich überwiegend zeitversetzt als Podcast, manchmal auch klassisch als Internetradio. Ich empfehle hier als Podcasts die Informationssendungen des Deutschlandfunk Informationen am Morgen, Informationen am Mittag, Informationen am Abend und BBC World Service Global News. Auf die tägliche Sendung Deutschlandfunk Hintergrund sei ebenfalls hingewiesen.

Statt traditionelles Fernsehen empfehle ich die You Tube Channels von Reuters, Al Jazeera, Vice News sowie (mit einigen Vorbehalten bezüglich der Themenauswahl) die amerikanischen Young Turks. Letztere als Gegenpol zu den amerikanischen Mainstream-Medien.

Für aktuelle Technik-News bevorzuge ich den heise Newsticker als RSS.

Exzellente Kultur-Nachrichten bekommt man bei diesen Podcasts: Ö1 Kultur (Österreich und Wien), Deutschlandfunk Kultur heute, Deutschlandradio Kultur Kulturnachrichten und Deutschlandradio Kultur Fazit.

Aus Zeitgründen nicht täglich, aber doch oft lese ich ausgewählt die New York Times, überwiegend via Tablet App. Nachdem ich ein Probeangebot kündigen wollte, zahle ich derzeit nur 6 Euro pro Monat statt des Listenpreises von 30 Euro pro Monat. Ein gutes Investment.

Für die Österreichberichterstattung bevorzuge ich Die Presse als RSS-Feed bzw. seltener auch die App.

Folgende RSS-Feeds nutze ich in Feedly:
Politik: Reuters Top News, DiePresse.com, FAZ Ausland, wien.orf.at
Kultur: Die ZEIT Kultur, Standard.at Kultur, DiePresse.com Kultur, FAZ Feuilleton

Zur Abrundung und als Gegenpol zu den traditionellen Medien schließlich verwende ich Reddit, eine unter Nerds legendäre Crowdsourcing-Newsseite. Jeder kann dort anonym Links posten, die von allen bewertet werden. Je höher die Wertung, desto besser das Ranking. Was Nachrichten angeht, empfehle ich hier die Wordnews. Man muss dabei allerdings seinen Verstand einschalten, weil darunter auch fragwürdige Quellen auftauchen können.

Wöchentliches

Über die Wochenzeitschrift The Economist ist bereits alles gesagt. Bleibt noch die Wiener Stadtzeitung Falter, den ich als Printabo beziehe. Einerseits wegen der Wienberichterstattung (Kultur!), aber auch um in Sachen österreichischer Politik auf dem Laufenden zu bleiben. Der Falter bietet in Österreich die wohl beste journalistische Qualität, was Recherchehandwerk und Themenauswahl angeht.

Hörenswerte wöchentliche Podcasts sind alle des The Economist Radio.

Hintergründiges und Spezielles

Nach Themen, welche mich interessieren, durchforste ich etwa zwei Mal im Monat die New York Times, speziell die Sektionen Books, Science und Technology.

Im Kindle-Abo lese ich ferner die amerikanische Monatszeitschrift The Atlantic. Weltklasse-Journalismus bieten hier regelmäßig die monatlichen Features, an denen man ab und an mehrere Stunden liest.

Für Technik-Themen schließlich lese ich seit mindestens 25 Jahren im Printabo die c’t, ergänzt durch den Podcast c’t Uplink.

Über Neuigkeiten in der Wissenschaft informiere ich mich – neben The Economist und New York Review of Books – über folgende Podcasts: Deutschlandfunk – Aus Kultur und Sozialwissenschaften, BBC Inside Sciene, Deutschlandfunk – Forschung aktuell, Deutschland – Wissenschaft im Brennpunkt und Ö1 Wissen.

Viele der erwähnten Medien informieren auch über Buch-Neuerscheinungen. Zusätzlich verwende ich hier den Perlentaucher, hier wieder gerne den Newsletter Bücher des Monats. Eine gute Anlaufstelle dafür ist auch Literaturkritik.de, besonders auch der praktische Newsletter.
Als Podcast höre ich schließlich ausgewählte Rezensionen der täglichen Deutschlandfunk-Sendung Büchermarkt sowie fast immer zeitversetzt das Buch der Woche, wo jeden Sonntag im Büchermarkt eine einzige wichtige Neuerscheinung vorgestellt wird. Abonniert habe ich ferner die Podcasts SWR 2 Literatur, Deutschlandradio Kultur Buchkritik und WDR 2 Bücher. Hörenswert ist auch der Inside The New York Times Book Review.

Podcasts, die sich auf hohem Niveau mit unterschiedlichen Themen beschäftigen sind: Intelligence Squared, Guardian Audio Long Reads, Bayern 2 radio Wissen und BBC 4 In Our Time.

Abschließend möchte ich noch an einen alten Bekannten erinnern, den ich sehr intensiv nutze, nämlich die Google Alerts, von denen ich knapp hundert aktive habe. Die meisten sind auf wöchentlich eingestellt, es gibt aber auch eine Reihe von täglichen Alerts, etwa Österreich, Austria, Wien und Vienna. Die Alerts lese und manage ich über die Google Inbox App.

Allgemeinbildung auf You Tube

Zuletzt aktualisiert am 30.1. 2016

Mich interessierte, wie seriös man sich auf You Tube inzwischen weiterbilden kann. Das Ergebnis ist im positiven Sinne überraschend: Es gibt jede Menge hochwertiger Videos – gute Englischkenntnisse einmal vorausgesetzt.

Da sind einerseits die großen angelsächsischen Universitäten, welche zahlreiche Vorlesungen ins Netz stellen. Ein ausgezeichnetes Beispiel ist der Channel der Yale University: YaleCourses. Dort finden sich beispielsweise eine vierundzwanzigstündige Vorlesung über Don Quijote oder die Introduction to Ancient Greek History with Donald Kagan, nebst naturwissenschaftlichen und ökonomischen Angeboten.

Dann gibt es vorbildliche Initiativen, die sich die weltweite Allgemeinbildung auf die Fahnen schreiben. Am bekanntesten ist hier die Khan Academy. Hier wird Wissen auf einer Art elektronischer Tafel vermittelt. Neben Fotos, Grafiken und Karten wird hier „handschriftlich“ vorgegangen, was erstaunlich gut funktioniert. Die Spannweite reicht von Pre-Algebra bis hin zu Cosmology and Astronomy. Selbst für History funktioniert diese Didaktik erstaunlich gut.

Schließlich gibt es Angebote, die sich in erster Linie an junge Menschen richten, welche ja bekanntlich den Großteil der You-Tube-Zielgruppe ausmachen. Ein Beispiel dafür ist die von Alain de Botton mit gegründete School of Life. Ich finde zwar nicht alles dort überzeugend, weil mir bei den geistesgeschichtlichen Themen der Tenor oft zu unkritisch ist. Es gibt aber verblüffende Videos, die komplexe Zusammenhänge einfach verständlich machen. Etwa Capitalism aus der Reihe History of Ideas oder Why Some Countries Are Poor and Others Rich.
Sehr erfolgreich ist auch CrashCourse, die zwar immer wieder einmal auf zielgruppenspezifische Blödeleien setzen, aber in Sachen Wissensvermittlung eine hochwertige Arbeit leisten. Einen gutes Exemplar dafür ist Mansa Musa and Islam in Africa aus der Reihe World History.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann mit den Intelligent You Tube Channels weitermachen.

Was internationale Nachrichtenberichterstattung angeht, empfehle ich zwei Channels: Reuters, Al Jazeera und die Vice News. Meist sehenswert sind auch die amerikanischen Innenpolitik-Beiträge der Young Turks.

Empfehlungen: Great Courses – die besten Kurse

Letztes Update am 20.11. 2016

Die Great Courses habe ich hier schon einmal im Allgemeinen empfohlen. An dieser Stelle will ich nun konkreter werden und einige der Kurse auflisten, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich habe die meisten als Audioversionen gehört, mit Ausnahmen wie Kunstgeschichte und ein paar anderen.

Seit kurzem gibt es die Kurse auch als Video-Downloads. DVD-Bestellungen waren wegen Zollgebühren etc. bisher mühsam.

Vorab noch der Hinweis: Die Listenpreise erscheinen relativ hoch. Es geht aber jeder Kurs regelmäßig „On Sale“ und wird dann für einen Bruchteil des Listenpreises angeboten.

Notizen über einzelne Kurse finden sich hier.

Antike:

History of Ancient Egypt
Ancient Greek Civilization
The Persian Empire
Greek and Persian Wars
Peloponnesian War
History of Ancient Rome
Emperors of Rome
Rome and the Barbarians
History of the Ancient World: A Global Perspective

Geschichte:

Big History. The Big Bang, Life on Earth, and the Rise of Humanity
Foundations of Western Civilization I & II
Story of Medieval England: From King Arthur to the Tudor Conquest
History of England from the Tudors to the Stuarts
Italian Renaissance
War, Peace, and Power: Diplomatic History of Europe, 1500–2000
Origins and Ideologies of the American Revolution
Living the French Revolution and the Age of Napoleon
History of the United States, 2nd Edition
History’s Greatest Voyages of Exploration
Maya to Aztec: Ancient Mesoamerica Revealed

Kunst:

How to Look at and Understand Great Art.
A History of European Art
Great Artists of the Italian Renaissance

Literatur:

Masterpieces of Ancient Greek Literature
Dante’s Divine Comedy

Musik:

Bach and the High Baroque
Great Masters: All 10 Great Masters (Set)
How to Listen to and Understand Great Music
How to Listen to and Understand Opera
Operas of Mozart

Naturwissenschaften:


Your Deceptive Mind: A Scientific Guide to Critical Thinking Skills
Einstein’s Relativity and the Quantum Revolution: Modern Physics for Non-Scientists, 2nd Edition
Nature of Earth: An Introduction to Geology
Origins of Life
Understanding the Human Body: An Introduction to Anatomy and Physiology
Dark Matter, Dark Energy: The Dark Side of the Universe

Philosophie:

Great Minds of the Western Intellectual Tradition, 3rd Edition
Plato, Socrates, and the Dialogues
Plato’s Republic
Machiavelli in Context

Religionswissenschaft:

Old Testament
Historical Jesus
The New Testament
Lost Christianities: Christian Scriptures and the Battles over Authentication
Exploring the Roots of Religion

Exzellente Einführung in die Antike

Wer sich für die Antike interessiert und des Englischen passabel mächtig ist, der wird kaum eine bessere allgemeine Einführung in die Antike finden als diese History of the Ancient World: A Global Perspective. Prof. Aldrete spannt in 48 je dreißig Minuten langen „Lectures“ einen weiten Bogen von den ersten Zivilisationen in Mesopotamien bis zur Zeit Karls des Großen. Naturgemäß kann er dabei nicht sehr ins Detail gehen und, wer sich bereits ein grundlegendes Wissen erarbeitet hat, wird kaum neue Fakten erfahren. Allerdings bezieht Aldrete auch China, Indien, Südamerika und Afrika mit ein, deren alte Geschichte uns weit weniger vertraut ist als die der Griechen und Römer.

Besonders spannend wird es, wenn Adrete Querbezüge zwischen den einzelnen Kulturen herstellt. Beispielsweise vergleicht er die zeitgenössische Geschichtsschreibung der alten Griechen mit der indischen und chinesischen. Oder er arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Römischen Reich und dem chinesischen Han-Reich heraus, die gleichzeitig ihre jeweiligen Weltteile beherrschten.

Noch ein Hinweis zur Preispolitik der Great Courses: Einen Kurs nie zum Listenpreis kaufen, es gibt regelmäßig einen stark ermäßigten Preis.

Gregory S. Aldrete: History of the Ancient World: A Global Perspective (Teaching Company)

Exzellente Einführung in die Kunstgeschichte

Im deutschsprachigen Raum wird Kunstgeschichte ja gerne, wie auch andere Geisteswissenschaften, als Geheimwissenschaft betrieben. Man hält sich das normale Volk durch einen kunsthistorischen Jargon vom Leib, den auch Studenten erst nach einigen Semestern verstehen. Dass es auch ganz anders geht, zeigt diese brillante Einführung in die Kunstbetrachtung: How to Look at and Understand Great Art. Die Teaching Company preise ich hier ja bereits seit vielen Jahren an. Professor Sharon Latchaw Hirsh Ziel ist es, Museumsbesuchern die notwendigen Werkzeuge in die Hand zu geben, um Kunst aller Epochen würdigen zu können. Es wird keinerlei Vorwissen vorausgesetzt. Die Video-Vorlesung ist in zwei große Teile gegliedert: Im ersten wird man mit dem formalen Handwerkszeug der Künstler bekannt gemacht (Linien, Farben, Perspektive, Komposition, Drucktechniken etc.), im zweiten wird dieses Wissen dann chronologisch auf kunstgeschichtliche Epochen angewandt. Ich garantiere allen, die sich noch nicht systematisch mit Kunst beschäftigt haben, dass sie anschließend jedes Museum mit anderen Augen und deutlich mehr Erkenntnisgewinn betreten. Selbst ich, der ich seit vielen Jahren weltweit alle Museen unsicher mache, habe noch sehr davon profitiert.

Von den hohen Listenpreisen sollte man sich übrigens nicht abschrecken lassen. Jeder Kurs wird mehrmals pro Jahr radikal ermäßigt angeboten.

Sharon Latchaw Hirsh: How to Look at and Understand Great Art. 36 Lectures, 18 Stunden (Great Courses)

Allgemeinbildung 2020…

… oder soll man noch Klassiker lesen?

Zu Teil 1

Seit der Renaissance war ein wichtiger Bestandteil der gehobenen Allgemeinbildung, Klassiker zu lesen. In erster Linie sollte man die antiken Autoren im Original gelesen haben. Dieses humanistische Bildungsideal wurde bei den gesellschaftlichen Eliten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein beibehalten. Immer ergänzt durch weitere kanonisierte Autoren: Shakespeare, Goethe und Schiller sind hier prominent zu nennen.

Was versprach man sich davon? Ich denke, man kann die Motive auf drei Gründe reduzieren: Kenntnis des nationalen und europäischen Kulturerbes (mit entsprechender ideologischer Aufladung), Abgrenzung einer Bildungselite nach unten, und die Hoffnung, durch Bildung besonders edle Charaktere zu formen. So schön diese Hoffnung auch war, dass der Mensch durch (klassische) Bildung edel hilfreich und gut würde, speziell die deutsche Geschichte zeigt das Gegenteil. Regelmäßige Goethe-Lektüre schloss eine SS-Mitgliedschaft ebenso wenig aus, wie eine Altphilologie-Professur das Hinausmobben jüdischer Kollegen aus deutschen Universitäten. Edle Taten fanden sich dafür ebenso bei humanistisch völlig ungebildeten Menschen. Goebbels war als Germanist ebenfalls ein großer Kenner der Klassiker. Ich neige deshalb der These zu, dass (klassische) Bildung zwar bereits vorhandene Charaktereigenschaften in Menschen beeinflussen kann, sie aber auf keinen Fall ausreicht, Menschen allgemein von unmoralischen Taten abzuhalten oder sie zu moralischen Taten zu motivieren.

Abgrenzung durch klassische Bildung als Statussymbol funktioniert heutzutage auch immer weniger. Im Österreich des 21. Jahrhunderts kann man sich damit eher als jemand profilieren, der einen seltsamen Spleen hat. Goethe-Leser? Das ist aber ein originelles Hobby! Ich selbst lerne gerade Aikido…

Plausibel von den ursprünglichen drei Motiven bleibt als die Kenntnis des eigenen Kulturerbes. Wie im ersten Teil ausgeführt halte ich das im Sinne eines abstrakten Überblickswissen für sinnvoll.

Warum also sollte man 2020 noch Klassiker lesen? Anders formuliert: Welchen Nutzen bringt die Klassikerlektüre dem Einzelnen oder gar der Gesellschaft?

Klassiker zu lesen und zu verstehen, ist eine Fähigkeit wie viele andere, die man zumindest einige Jahre lang trainieren muss. Eine passende Analogie ist vielleicht das Schachspiel. Die Regeln sind schnell gelernt. Ein oberflächliches Verständnis über strategische Grundzüge des Spiels ebenfalls. Ein wirklich guter Spieler zu werden setzt neben Talent aber sehr viel Aufwand voraus. Je mehr man spielt, je ausführlicher man sich mit der „Mechanik“ des Schach beschäftigt, je öfter man Partien analysiert, desto besser wird man werden. Bis man die Feinheiten einer Stellung oder die Finessen eines über viele Züge gehenden Manövers zu würdigen weiß, können viele Jahre vergehen. Eine weitere Analogie wäre das Erlernen einer Fremdsprache.

Es gibt auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Ein verständnisvolles Lesen der Romane des 19. Jahrhunderts ist früher möglich, als ein verständnisvolles Lesen von antiker, mittelalterlicher oder frühneuzeitlicher Literatur. Dickens ist weniger fremd als Homer, Dante oder Shakespeare.

Der Deutschunterricht ist beim Erlernen dieser Fähigkeit eher hinderlich als hilfreich, aber das wäre ein anderes Thema. Warum ist Klassiker-Lektüre so kompliziert? Weil der Gegenstand auf mehreren Ebenen komplex ist. Vergleichsweise banal ist die Notwendigkeit, intellektuell größere Zeiträume zu überwinden, was ein gewisses Kontextwissen voraussetzt. Auch das fiktionale Lesen an sich stellt nicht die größte Herausforderung dar. Wer den Abenteuern Harry Potters zu folgen vermag, der schafft das prinzipiell auch bei „Wilhelm Meister“. Die Hauptschwierigkeit liegt im Kern der Sache begründet, wie Klassiker funktionieren. Ein detaillierter Beschreibungsversuch findet sich im entsprechenden Abschnitt meiner Dissertation. Qualitätsvolle Literatur macht es dem Leser quasi aus Prinzip schwer, ihm zu folgen. Gute Literatur erfindet sich formal ständig neu, variiert das Alte und hebt es auf eine neue Komplexitätsstufe. Widerborstigkeit ist ein Kernbestandteil von Klassikern. Sie sind meist seltsam, ungewöhnlich und schwer in vorhandene Erfahrungsraster einzuordnen. Kognitionspsychologisch gesprochen: Es fehlt an den notwendigen Frames. Wir Menschen wollen aber gerne alles sofort in vorhandene Schubladen legen. Ist das nicht möglich, löst das Irritation und oft Ablehnung aus. Das gilt auch für andere Kunstsparten. Beispielsweise wurde die Musik Mozart von den Zeitgenossen zunächst als ungewöhnlich schwierig empfunden.
Klassiker lesen lernen heißt auf einer abstrakten Ebene, mit diesen Komplexitäten umgehen zu können. Man lässt sich nicht nur auf Unbekanntes, Herausforderndes und „Schwieriges“ ein, sondern hat daran sogar Vergnügen. Dieses Können bringt den Einzelnen individuell weiter und nützt auch der Gesellschaft, weil kognitive Komplexitätsbewältigung und Ausdauer eine wichtige Voraussetzung für Erfolge aller Art ist. Kurz sei noch angemerkt, dass Weltliteraturleser zwangsläufig zu Weltbürgern werden.

Einzigartig sind Klassiker noch in einer weiteren Hinsicht: Man kann Fremdes aus der Innensicht kennenlernen. Natürlich kann man sich Wissen über eine Zeit oder ein Land durch Sachbücher aneignen. Aber egal wie viele Studien und Aufsätze man über den Landadel in England um 1800 liest oder über das Stadtleben in Paris der 1830er Jahre: Man wird dadurch nie einen vergleichbaren Einblick bekommen wie durch die Lektüre der Romane Jane Austens oder Honoré de Balzac‘. Das gilt nicht nur für vergangene Zeiten, sondern auch für andere Kulturen in der Gegenwart.

Klassiker-Lektüre im Jahr 2020? Selbstverständlich!

Allgemeinbildung 2020…

…oder was muss man wirklich wissen?

Bei der vierten Veranstaltung von twenty.twenty geht es um die Frage der Allgemeinbildung im Jahr 2020. Die Veranstalter wüssten gerne: „Was wird im Jahr 2020 unter Allgemeinbildung verstanden und wie kann diese vermittelt werden?”

Natürlich kann man sich dem Bildungsthema deskriptiv widmen und versuchen zu beschreiben, wie sich die gesellschaftliche Auffassung von (Allgemein)bildung in den nächsten zehn Jahren entwickeln wird. Was heutzutage darunter verstanden wird, ließe sich vergleichsweise einfach mit den Mitteln der sozialwissenschaftlichen Forschung erheben. Mir selbst sind keine derartigen Studien bekannt, aber ich vermute, das Ergebnis würde sich irgendwo zwischen für das Berufsleben notwendigen Fähigkeiten und Fragen der Millionenshow einpendeln. Bildungsideale werden überwiegend von Institutionen, aber auch von den Medien vorgegeben. Deshalb finde ich die präskriptive Seite des Themas wesentlich wichtiger: Wie soll der Begriff Allgemeinbildung aussehen? Welches Wissen soll an den Schulen und Universitäten vermittelt werden?

Beginnen möchte ich mit Allgemeinplätzen: Das Erlernen des Handwerkzeug des Denkens hat höchste Priorität. An erster Stelle steht das inhaltserfassende Lesen. Eine Selbstverständlichkeit, könnte man einwenden, aber im Licht der jüngsten Pisa-Studien und des zunehmenden sekundären Analphabetismus, muss es explizit erwähnt werden. Wo und wie man sich zuverlässige Informationen besorgt, wäre dann der nächste Schritt. An zweiter Stelle steht die Fähigkeit zur Kritik. Dazu braucht es einerseits den Mut zur Kritik, also ein gesellschaftliches Klima speziell in Bildungseinrichtungen, die Kritik nicht nur zulassen, sondern explizit ermuntern. Andererseits sind zumindest Basiskenntnisse über kritische Methoden notwendig (z.B. Logik), also der Besitz eines Werkzeugkastens mit dem man Unsinniges schnell erkennen kann. Beim Befüllen des Kastens, sollten spezielle Werkzeuge für die neuen Medien nicht fehlen, aber ist die Kritikfähigkeit einmal geschult, ist diese universell anwendbar. Für Fortgeschrittene ist ein grundlegendes Verständnis unverzichtbar, wie Wissenschaften funktionieren. Das gilt für die Gegenwart, für 2020 und auch in einigen hundert Jahren noch.

Nun wäre es naiv, zu glauben, diese Denkmethoden funktionierten unabhängig vom Inhalt. Damit komme ich zum Wissen. Ein grundlegender Einblick, wie die Welt funktioniert, ist selbstverständlich eine notwendige Voraussetzung. Das fängt bei einem kosmologischen Grundverständnis an und hört bei der Evolution noch lange nicht auf. Wer weiß, wie Wissenschaft zu ihren Erkenntnissen kommt, wird sie als kritikfähige Theorien ansehen, die allerdings auf den bisher besten Erkenntnismethoden beruhen. Inhaltlich sollte man so viel wissen, dass man offensichtlich Unsinniges schnell erkennen kann, etwa dass die Habsburger nicht die Pyramiden bauten oder Goethe nicht zu den berühmten Malern der Renaissance zählt.

Was soll man alles wissen? Was zählt inhaltlich zur Allgemeinbildung? Ich plädiere für ein abstraktes Überblickswissen. Idealerweise wäre jeder auf abstrakter Ebene mit den Kenntnissen ausgestattet, die für eine Einordnung von Fakten unverzichtbar ist. Faktenwissen im engeren Sinn wäre weitgehend überflüssig, wenn man die wichtigsten historischen und wissenschaftlichen Zusammenhänge verstanden hat. Angesichts der explosiven Vermehrung des Faktenwissens seit dem 18. Jahrhundert, ist dieser Bereich für den Einzelnen ohnehin unbeherrschbar.

Kritisches Denken und abstraktes Überblickswissen sind natürlich kein Selbstzweck, sondern eine notwendige Voraussetzung nicht nur für das Funktionieren und das Beibehalten einer demokratischen Gesellschaft, sondern auch für zivilisatorischen Fortschritt. Je weniger von beidem vorhanden ist, desto größer die Möglichkeiten der Manipulation. Es ist kein Zufall, dass totalitäre Staaten und Fanatiker genau an dieser Stelle ansetzen. Die Ablehnung der Mädchenerziehung durch die Taliban wäre ein Beispiel unter vielen.

Empfehlungen: The Great Courses

Diese Entdeckung zähle ich zu meinen wichtigsten der letzten Jahre, gibt sie mir doch die Möglichkeit „nebenbei“ einer Menge interessanter Dinge anzuhören oder Bekanntes aufzufrischen. Wie extensiv ich das inzwischen machen, sieht man an meiner Lese- und Hörliste.

Die Great Courses (vorher: Teaching Company) bietet als Geschäftsmodell Vorlesungen zum Kauf bzw. Laden an. Dazu werden didaktisch begabte amerikanische Professoren gebeten, über ihre Spezialgebiete zu sprechen. Viele dieser Kurse sind achtzehn Stunden und länger und erreichen damit die Länge einer „echten“ Univeranstaltung.
Inzwischen gibt es Hunderte von Themen, über die man sich am besten auf der Webseite einen Überblick verschafft. Der Schwerpunkt liegt auf klassischem Bildungsgut, weshalb erfreulicherweise auch die Antike nicht zu kurz kommt. Man hat die Wahl zwischen Audio/MP3 und DVD Versionen. Meist reicht Audio aus, nur bei Themen wie Kunstgeschichte oder Anatomie sollte man naturgemäß nicht im Dunkeln tappen. Die regulären Preise sind sehr hoch, es wird aber jeder Kurs einmal pro Jahr zum „Sales Price“ angeboten und dadurch signifikant billiger.

Im Gegensatz zu ihren deutschsprachigen Kollegen, sind angelsächsische Lehrende meist rhetorisch sehr begabt: Man hört ihnen gerne und mit Spannung zu. Ich höre diese Kurse meist nebenbei, auf dem Weg zur Arbeit, auf Reisen, bei diversen Routinetätigkeiten etwa, und komme so auf durchschnittlich eineinhalb Stunden pro Tag.

Zu einigen der Lehrenden baut man regelrecht eine intellektuelle Beziehung auf. Brillant und geistreich ist etwa alles, was Robert Greenberg über Klassische Musik zu sagen hat. Bart Ehrman leuchtet gedankenreich und kritisch die Zeit des Neuen Testaments aus. Bob Brier ist ein erstklassiger Referent über das Alte Ägypten. Robert Hazen hat mit „Joy of Science“ eine beachtliche Einführung in naturwissenschaftliches Denken vorgelegt.

Bis auf wenige Ausnahmen („Buddhism“) sind mir bisher keine Kurse untergekommen, die nicht hörenswert gewesen wären. Wie so oft ist es sehr schade, dass es nichts Vergleichbares auf Deutsch gibt.

William Kloss: A History of European Art

TTC Video Lectures, 24h

Audio-Vorlesungen der Teaching Company hörte ich bereits eine Menge. Dieser Kurs auf DVD war eine Premiere. Kunstgeschichte zum Hören wäre naturgemäß auch eine fragwürdige Angelegenheit.
Es ist ein ambitioniertes Projekt, das sich Prof. Kloss vorgenommen hat: Eine Darstellung der europäischen Kunstgeschichte in 48 Teilen, jeder eine halbe Stunde lang. Das erlaubt keine besondere Tiefe, ist aber immerhin länger als eine klassische Uni-Vorlesung.

Historisch erstreckt sich der Kurs vom frühen Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Renaissance. Die Titel der einzelnen Abschnitte kann man dem ersten Link entnehmen. Kloss stellt hunderte von Gemälde (auch Skulpturen und Gebäude) vor, die er sorgfältig und ohne übertriebene hermeneutische Verrenkungen beschreibt. Es ist eine Schule des Sehens, die man in vierundzwanzig Stunden durchläuft. Eine sehr empfehlenswerte Angelegenheit.

Empfehlungen: New York Review of Books

Gäbe es eine platonische Idee für „Zeitschrift“, käme die NYRB diesem Ideal wohl ziemlich nahe. Seit etwa 10 Jahren versäume ich keine Ausgabe, und diese Lektüre hat sich inzwischen zu einer unverzichtbaren intellektuellen Grundversorgung entwickelt.

Die zwanzig Ausgaben pro Jahr ergeben einen ausgezeichneten Überblick zu sehr vielen Fachgebieten. Die Artikel sind von bewährten Fachleuten verfasst und überschreiten das Genre der Rezension in mehrerer Hinsicht: Es werden nicht nur neue Bücher vorgestellt, sondern meist auch ein Überblick über den aktuellen Diskussionsstand eines Fachgebiets gegeben. Das setzt natürlich eine entsprechende Textlänge voraus. Die NYRB ist das Gegenmittel zur weit verbreiteten Häppchenpublizistik. Darüberhinaus wird man mit der fundierten Meinung des Verfassers zu einem Thema konfrontiert. Man „erspart“ sich dadurch oft die Lektüre vieler Bücher, und wer hat schon Zeit regelmäßig Neuerscheinungen über die Renaissance, die Klimaforschung, Sklaverei in den USA, Biographien über viele Klassiker, den Irakkrieg oder Musikgeschichte zu lesen? Als zusätzlichen Service bekommt man eine Menge Verlagsanzeigen über neue Bücher ins Haus, inserieren in der NYRB doch nicht nur alle führenden „University Presses“.

Analytische und investigative Artikel zu politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten runden die NYRB ab. Die Blattlinie ist in jeder Hinsicht der Aufklärung verpflichtet und läßt sich wohl am besten mit linksliberal beschreiben. Postmoderne Dampfplauderein sucht man auf den Seiten der NYRB (anders als z.B. in der „London Review of Books“) vergeblich. Das passte auch schlecht zur klassischen Gelehrsamkeit der meisten Texte. Die sonst übliche Kluft zwischen Geistes- und Naturwissenschaften kann man ebenfalls nicht konstatieren.

Die NYRB hat eine Reihe von Stammautoren (20-30), die sich regelmäßig zu Wort melden. Diese schreiben nicht nur vorzügliche Artikel, sondern veröffentlichen auch regelmäßig Bücher. Man rutscht auf diese Weise lesend in eine Gemeinschaft vorzüglicher Sach- und Fachbuchautoren hinein, ein angenehmer Nebeneffekt.

Viele Jahre wurde die NYRB von Mäzenen aus New York am Leben erhalten. Seit längerer Zeit trägt sich das Projekt selbst (Auflage jenseits der 100.000 weltweit). Die besten europäischen Zeitschriften („Lettre“, „Merkur“…) bringen regelmäßig übersetzte NYRB-Artikel. Warum nicht gleich das Original lesen? Abonnements gibt es hier.

[Hier ein weiterer kurzer Text über die NYRB, zuerst publiziert auf koellerer.de]

Entdeckt habe ich die NYRB erst ziemlich spät, 1996 um genau zu sein. Meiner Meinung nach handelt es sich weltweit um die beste Zeitschrift zu intellektuellen Themen, im deutschsprachigen Raum gibt es leider nichts vergleichbares. Ansatzweise die eine oder andere Buch-Zeitschrift. Aber halb- oder vierteljährliche Erscheinungstermine, können mit den 20 NYRB-Ausgaben nicht konkurrieren.

Dabei ist das Rezept denkbar einfach: Man nehme die besten Fachleute zu einem Thema, gebe ihnen viel Platz, und mache keinerlei Kompromisse bezüglich der Qualität. Die meisten Artikel beschäftigen sich mit einem oder mehreren Büchern. Diese sind aber meist nur der Ausgangspunkt für eine intensive und kompetente Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Fachgebiet. Nach der Lektüre weiß man nicht nur vieles über die Neuerscheinung, sondern ist allgemein über die aktuelle Forschung darüber orientiert.

Die Themenführerschaft der NYRB erschließt sich regelmäßigen Lesern dadurch, dass nicht selten längere Zeit nach Erscheinen, bestimmte Themen in den deutschsprachigen Feuilletons auftauchen, oft auch mit expliziter Bezugnahme.

Das Themenspektrum ist weit, Naturwissenschaftler kommen ebenso zu Wort wie politische Publizisten. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf diversen (hoch)kulturellen Themen.

123
  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets