Bibliothek: Neuzugänge

Web-Tipp: Zweitausendeins

Das neue Merkheft Nr. 172 ist online.

[Der Link führt zum datumsunabängig jeweils aktuellen Merkheft.]

Bücherherbst (10): Rowohlt

Der Versuch von Holzbrinck, Rowohlt als angesehenen Verlag zu ruinieren, indem für diese Branche atypische Gewinnspannen eingefordert werden, zeitigt erste Ergebnisse: Ein wichtiger neuer Pfeiler der Sachbuch-Reihe des Hauses ist „Man’s Health“:

Unsere stetig wachsende Men’s Health Reihe weist Männern, die mehr aus sich machen wollen, den rechten Weg: vom Bodystylen bis zum Knopfnähen.

Die einzelnen Titel versprechen Interessantes: „Know-how für Helden“ wird geboten, so wie der unverzichtbare Ratgeber „So macht Mann brave Mädchen wild“.

Es versteht sich, dass bei solchen editorischen Glanzleistungen keine Zeit mehr bleibt, etwa Robert Musils Essays neu aufzulegen oder eine preiswerte Ausgabe seiner Briefe anzugehen, aber das beklagte ich ja bereits an anderer Stelle.

Das Programm des Rowohlt Berlin Verlages ist nicht mehr erwähnenswert.

Web-Tipp: World History

Enthält unter anderem grafisch aufbereitete Informationen über die Weltgeschichte. Nützlich als chronologisches Nachschlagewerk.

Web-Tipp: Science

Virtuelle Experimente aus Naturwissenschaft und Technik. Benötigt ein Shockwave-Plugin für die Animationen.

El Greco

Kunsthistorisches Museum Wien

Bei meinem vierten Besuch gestern ist es mir zum zweiten Mal gelungen, ein paar Gemälde in Ruhe zu betrachten, was angesichts des erstaunlichen Besucheransturms nur selten möglich ist. Besonderes Augenmerk richtete ich auf die vier Portraits an, von denen das des Fray Hortensio Félix Paravicino zurecht am berühmtesten ist. Paravicino war ein mit El Greco befreundeter Gelehrter, der von dem Bild so beeindruckt war, dass er ein Dankgedicht verfasste, das in der Ausstellung ebenfalls zu lesen ist.

Spannend ebenfalls das Toledo-Bild, weil hier die Modernität des Stils El Grecos offensichtlich wird. Die digitalen Reproduktion hier dienen nur der lexikalischen Illustration, Farben und Helligkeit unterscheiden sich deutlich von den Originalen.
Schließlich noch das (vermutliche) Selbstportrait. Dieser zurückhaltend wirkende Mann, der einem hier entgegentritt, steht in einem seltsamen Kontrast zur Strahlkraft seiner Gemälde. Ich musste an Bruckner denken, dessen monumentale Symphonien ebenfalls nur wenig zum zögerlichen Charakter des Komponisten zu passen scheinen.

Web-Tipp: Biologie

Ein Online-Lehrbuch für Biologiestudenten. Bietet zahlreiche einführende Texte an, u.a. zur Zellbiologie, Genetik und Biochemie.

Bücherherbst (9): Stroemfeld, Steidl, Karl Blessing,…

…text+kritik. J.B. Metzler

Bücherherbst (8): Suhrkamp und Co.

Suhrkamp ist auch nicht mehr, was es nie war. Der Verlust der Wissenschaftslektoren Friedhelm Herborth und Horst Brühmann vor drei Jahren wird immer mehr im Programm sichtbar: Die Postmoderne und andere irrationale Ideologien breiten sich immer ungenierter im Verlagsprogramm aus.

Es nimmt inzwischen schon skurrile Züge an, ich staunte nicht schlecht als ich beim Durchblättern auf eine Seite stieß, die sich nur philosophisch gefestigte Gemüter (vorzugsweise Stoiker) ansehen sollten: hier ist sie. Man braucht also seinem Gehirn nur regelmäßig und systematisch den Sauerstoff zu entziehen, indem man auf den höchsten geologischen Formationen dieses Planeten herumkriecht, um von Suhrkamp zum Philosophen befördert zu werden…

Die Laune hebt sich nicht wirklich, wenn man auf die Seite daneben blickt, wo einen Jacques Derrida, der seit über 30 Jahren Unsinn mit Tiefsinn verwechselt, und Peter Sloterdijk, der hier eigentlich gar nicht erwähnt werden dürfte, mit ihren neuen Büchern belästigen. Jede Zeit hat die Philosophen, die sie verdient.

Aktualisiert: Neu aufgenommen…

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Aktuell in Arbeit

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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