Kategorie: Fremdsprachig

Haruki Murakami: Kafka am Strand

Meines Wissens ist Haruki Murakami der weltweit meist gelesene japanische Autor mit literarischem Anspruch. Deshalb will ich vor meiner Japanreise im Herbst mindestens einen seiner Romane lesen. Die Wahl fällt auf Kafka am Strand, weil ihn viele für sein bestes Buch halten. Ich werde auch noch einige japanische Klassiker zur Reisevorbereitung lesen und hier darüber…
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Colson Whitehead: The Underground Railroad

Mein Leseleben dreht sich primär um Klassiker, weil sie meiner langjährigen Erfahrung nach intellektuell und ästhetisch eine weit höhere Trefferquote aufweisen als die Gegenwartsliteratur. Ab und zu überprüfe ich diese Hypothese natürlich anhand eines aktuellen Romans. Meine Wahl fiel Ende des Jahres auf The Underground Railroad. Nicht nur überschlug sich die angelsächsische Kritik mit Lobeshymnen.…
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Don Winslow: Tage der Toten

Obwohl hier Unterhaltungsliteratur bekanntlich nichts verloren hat, der kurze Hinweis auf diesen Politthriller des Don Winslow. Ich las ihn vor einigen Monaten vor und während meiner Mexiko-Studienreise als Vorbereitung. Winslow recherchierte ausführlich, um ein möglichst authentisches Bild über die mexikanische Drogenkriminalität zeichnen zu können. Das gelingt ihm auch exzellent und ist nichts für schwache Nerven,…
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Tariq Ali: Shadows of the Pomegranate Tree

Der Pakistaner Tariq Ali schreibt historische Romane über entscheidende Momente der islamischen Geschichte. Shadows of the Pomegranate Tree beschäftigt sich mit der Rückeroberung Andalusiens durch Isabella und Ferdinand. Ich lese ihn deshalb als Einstimmung für meine Andalusien-Studienreise im letzten Monat. Der Roman beginnt brutal mit einer riesigen Bücherverbrennung durch die Inquisition. Deren Ziel: Die Auslöschung…
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Michel Houellebecq: Unterwerfung

Das Literaturrezept des Michelle Houellebecq war schon immer banal: Man nehme ein provokantes Thema, verpacke es in schlichte Form und Sprache, und profitiere anschließend von dem dadurch entstandenen Empörungsbestseller. Vorsichtshalber packe man noch deftige Sexszenen in den Text. Dieses Mal funktionierte dieses Verfahren noch besser als sonst, überschnitt sich die Veröffentlichung doch wunderbar mit dem…
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Marjane Satrapi: Persepolis

Es war meine erste graphic novel. Vermutlich wird es auf absehbare Zeit auch meine letzte bleiben, weil mich das Genre überhaupt nicht anspricht. Weil Buch und Film in den letzten Jahren aber ein breites Publikum fanden, wollte ich sie als Vorbereitung für meine Iranreise nicht übergehen. Persepolis erzählt aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines kleinen…
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Alice Munro: Selected Stories

Ich gebe es zu: Es ist eine Nobelpreisanlasslektüre. Allerdings stand Alice Munro schon lange auf meiner Leseliste. Ich besorgte mir einen umfangreichen Auswahlband aus, um mich erstmals ihren Erzählungen zu widmen. Ab und zu las ich dann eine Erzählung, so dass ich mehrere Monate benötigte, dieses Buch abzuschließen. Was den Inhalt der Geschichten angeht, interessieren…
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Ryszard Kapuscinski: König der Könige

Äthiopien steht als herbstliches Reiseziel derzeit ganz oben bei meinen Lesethemen und eines der berühmtesten Äthiopien-Bücher ist König der Könige. Ryszard Kapuscinski porträtiert darin die Amtszeit und den Militärputsch des äthiopischen Kaisers Haile Selassie. Was nach einem Spezialtitel klingt, ist aber wesentlich mehr, nämlich die literarische Darstellung einer weltgeschichtlich kaum zu überschätzenden Staatsform: der Monarchie.…
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Alain de Botton: The Art of Travel

Zwei Gründe waren ausschlaggebend zu diesem Buch zu greifen: Einerseits bereite mich gerade auf meine Äthiopienreise vor, andererseits bekam ich den Autor von unterschiedlichen Leuten empfohlen. In diesem Buch geht de Botton unterschiedlichen Aspekten des Reisens nach. Wer praktische Reiseempfehlungen erwartet, wäre enttäuscht: Im Mittelpunkt stehen philosophische Reflexionen zum Thema. Seine Vorgehensweise ist in allen…
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László Krasznahorkai: Satanstango

Üblicherweise verweigere ich aufgrund schlechter Erfahrung Literaturverfilmungen. In diesem Fall ist es nun umgekehrt: Bela Tarrs Film hat mich so begeistert, dass ich unbedingt den Roman lesen wollte, der dem Streifen zugrunde liegt. Die erste Überraschung bei der Lektüre: Das Buch ist narrativ deutlich klarer als der Film. Während auf dem Bildschirm einige Fragezeichen zur…
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