Indignation

Filmcasino 20.2. 17

USA 2016
Regie: James Schamus

Literaturverfilmungen stehe ich skeptisch gegenüber, weil sie meist aus guten Büchern schlechte Filme machen. Diese filmische Umsetzung der gleichnamigen Erzählung des Philip Roth‘ ist aber eine positive Ausnahme. Die Handlung lässt sich in meiner Notiz über das Buch nachlesen. Sie spielt in den fünfziger Jahren mit dem Korea Krieg als bedrohlichem Hintergrund. Als das Buch erschien, konnte man damit den Irak Krieg assoziieren. Im Amerika Trumps treten die Themenkomplexe intellektuelle Individualität und Intoleranz als Anknüpfungspunkte in den Vordergrund. Aus diesem Grund wirkt auch das düstere Ende stark im Zuseher nach. Schauspielerisch und ästhetisch ist der Streifen ausgezeichnet umgesetzt. Was ihn als Literaturverfilmung ausweist sind die vielen guten, und teilweise schmerzlich langen Dialogszenen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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