Kaum öffne ich die Augen

Filmcasino 17.12. 2016

F/TN/BE 2015

Regie: Leyla Bouzid

Tunis im Jahr 2010. Der sogenannte arabische Frühling ist nicht mehr fern. Die junge Farah steht kurz vor ihrem Studium und singt regierungskritische Lieder in einer Rock-Band in Tunis. Keine gute Idee in einem diktatorischen Staat, der sich so eine Provokation natürlich nicht lange gefallen lässt. Westlichen Zusehern wird hier ein arabisches Land abseits der üblichen Klischees gezeigt. Farah ist moderner und selbständiger als so manche junge Frau mit Migrationshintergrund im Westen. Den Film auf die politische Kritik zu reduzieren, wäre allerdings unfair. Er ist ästhetisch durchaus anspruchsvoll und setzt unterschiedliche Techniken ein, etwa sehr gelungen die Handkamera bei urbanen Massenszenen. Schauspielerisch ist ebenfalls nichts auszusetzen.

Schade, dass solche Filme nur wenige sehen. Das Kino war vergleichsweise leer.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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