Ai Weiwei und Ruby Sterling

21er Haus 20.7. 2016
Winterpalais 31.7. 2016

Die Leiterin des Belvedere, Agnes Husslein-Arco, wird nicht verlängert, weil sie das Museum feudalistisch führte: Ihre Mitarbeiter mussten für sie private Dienstleistungen erbringen. Auch ihr Führungsstil erinnert ans 19. Jahrhundert: Kritische Rückfragen wurden mit Kündigungen beantwortet. In letzter Zeit setzt sie künstlerisch auf große Namen. So holt sie Weiwei erstmals nach Wien. Im 21er Haus sind wenige Werke von ihm zu sehen, darunter ein originales Teehaus aus der Mingzeit, inklusive etwas Verfremdung versteht sich. Dafür und für zwei weitere Werke im Erdgeschoss werden Nicht-Jahreskartenbesitzern stolze 18 Euro abgeknöpft. Der Titel der Ausstellung, translocation – transformation, ist allerdings durchaus treffend. Spektakulärer sind die Freiluftarbeiten hinter dem Oberen Belvedere, von denen die Installation F Lotus, welche aus gebrauchten Schwimmwesten besteht, durchaus beeindruckt.

Weniger beeindruckt war ich von den Werken des Ruby Sterling im Winterpalais. Wie bei Weiwei kann man politische Motive ausmachen: Er reibt sich am amerikanischen Militarismus. Ansonsten ließen mich die Werke ob ihrer multidimensionalen Beliebigkeit überwiegend ratlos zurück.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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  • In Wien müsste bei einer buddhistischen Feuerzeremonie übrigens immer ein Feuerwehrmann dabei sein. 2 Stunden
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