Anthony Gottlieb: The Dream of Reason

Als das Buch im Jahr 2000 erschien, las ich es zum ersten Mal. Für den zweiten Durchgang wählte ich die Hörbuchfassung, die etwa achtzehn Stunden lang ist. Der Untertitel A History of Philosophy from the Greeks to the Renaissance führt in die Irre: Von den 430 Buchseiten beschäftigen sich nur gut 40 mit der Zeit nach der Spätantike. In Wahrheit handelt es sich also um eine Einführung in die antike Philosophie. Wer sich bisher nur oberflächlich damit beschäftigte, wird mit dem Buch seine Freude haben. Gottlieb verzichtet auf technischen Jargon und umreißt die Kernkonzepte gut. Wie so viele angelsächsische Sachbücher, ist The Dream of Reason einfach gut geschrieben. Die einzelnen Philosophen werden in unterschiedlicher Qualität und Tiefe abgehandelt: Platons Werk hätte durchaus einen größere Breite verdient, da konzentriert sich Gottlieb vor allem auf den Staat. Aristoteles dagegen wird deutlich umfassender präsentiert.

Wer sich intensiv auf die Philosophiegeschichte einlassen will, dem empfehle ich das mehrbändige Werk des Frederick Copleston.

Anthony Gottlieb: The Dream of Reason. A History of Philosophy from the Greeks to the Renaissance (Hörbuch)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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