Only Lovers Left Alive

Filmcasino 31.12. 2013

UK/D/F 2013
Regie: Jim Jarmusch

Vampirfilme zählen sicher nicht zu meinen bevorzugten Genres, aber Jim Jarmusch kreativer Umgang damit ist durchaus sehenswert. Er zitiert zwar viele Vampir Topoi, bettet seine Geschichte aber in einen reichen kulturgeschichtlichen Kontext ein. Es tritt nicht nur Christopher Marlowe (Vampir!) höchst selbst auf: Musik und literarische Klassiker sind durch zahllose Anspielungen präsent, was manchmal schon etwas platt wirkt. Das nächtliche Detroit als Kulisse ist ebenso passend zur düsteren Stimmung des Films wie Tanger als zweiter Ort der Handlung.
Völlig unpassend und überflüssig fand ich allerdings den Auftritt der Vampirschwester Aya mitten in die Liebesidylle von Adam und Eve hinein. Ihr amerikanisches Teenagergehabe passt so gar nicht zur Atmosphäre des Films. Ohne ihre Figur wäre der Film ästhetisch konsistenter.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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