Jean-Luc Godard: Pierrot le Fou (1965)

Godards Filme sind alle „anders“ und so hat Pierrot le Fou trotz vieler Anleihen an das Krimi- und Gangstergenre (malerisch drapierte Leichen!) wenig mit deren Vorbildern zu tun. Es gibt zwar einen offenkundigen roten Faden, die Flucht vor einer Gangsterbande, aber die Substanz des Films liegt in der Ästhetik und den vielschichtigen Referenzen. So nimmt Godard nicht nur viele Aspekte der Konsumgesellschaft aufs Korn, er übt auch groteske Kritik am Vietnamkrieg. Man kann sich aber auch einfach zurücklehnen und die originellen Schnittfolgen, Kameraeinstellungen und Farbkompositionen auf sich wirken lassen. Ein unglaublich dichter Film, den man mehrmals sehen muss, um kognitive Schneisen durch das Kunstwerk schlagen zu können.

Piere le Fou (DVD)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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