Frank Kermode: The Age of Shakespeare

Kermodes übersichtliches Werk über einen meiner Lieblingsklassiker ließ ich mir als Hörbuch vorlesen. Man kategorisiert The Age of Shakespeare am besten als Einführung. Kermode macht den Leser auf eine erfreulich unprätentiöse Weise mit den wichtigsten Fakten bekannt, die man wissen sollte, wenn man sich mit Shakespeares Dramen beschäftigt. Kermode erläutert den historischen Kontext ebenso wie die Verhältnisse in London damals und den zeitgenössischen Theaterbetrieb. Für meinen Geschmack hätte er ausführlicher auf geistes- und literaturgeschichtliche Themen eingehen können. Dafür behandelt er die Stücke für den knappen Rahmen sehr ausführlich, ohne sich auf wilde hermeneutische Spekulationen einzulassen. Insgesamt also eine verlässliche, wenn auch keine sehr inspirierte Angelegenheit.

Frank Kermode: The Age of Shakespeare (Modern Library)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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